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Trumps radikaler Kahlschlag: USA kündigen 66 internationalen Organisationen die Mitgliedschaft

Trumps radikaler Kahlschlag: USA kündigen 66 internationalen Organisationen die Mitgliedschaft

Was viele Beobachter bereits erwartet hatten, ist nun Realität geworden: US-Präsident Donald Trump setzt seinen kompromisslosen „America First"-Kurs mit einer beispiellosen Maßnahme fort. Per Exekutivanordnung hat er den Rückzug der Vereinigten Staaten aus sage und schreibe 66 internationalen Organisationen, Behörden und Kommissionen verfügt. Ein Paukenschlag, der die ohnehin angeschlagene multilaterale Weltordnung weiter erschüttert.

Vernichtendes Urteil über internationale Institutionen

Die Begründung aus dem Weißen Haus könnte deutlicher kaum ausfallen: Die betroffenen Einrichtungen seien schlichtweg „überflüssig", „schlecht verwaltet" und würden Steuergelder verschwenden. Besonders pikant: Nach Auffassung der Trump-Administration fördern die meisten dieser UN-nahen Gremien vor allem Diversitätsprogramme und sogenannte „woke" Initiativen – ein rotes Tuch für die konservative Regierung.

US-Außenminister Marco Rubio fand auf der Plattform X noch drastischere Worte und sprach von „antiamerikanischen, nutzlosen oder verschwenderischen internationalen Organisationen". Die Einrichtungen würden von Akteuren vereinnahmt, deren Interessen jenen der USA zuwiderliefen oder gar eine „Bedrohung für die Souveränität, die Freiheiten und den allgemeinen Wohlstand" der Nation darstellten.

Der Bevölkerungsfonds und Klimagremien im Visier

Unter den betroffenen Institutionen befindet sich unter anderem der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen sowie diverse Gremien, die sich mit Klima- und Arbeitsfragen befassen. Der Rückzug soll laut Anordnung so schnell wie möglich erfolgen – sei es durch den vollständigen Entzug der Finanzierung oder durch die Beendigung jeglicher Beteiligung.

Dabei handelt es sich keineswegs um einen isolierten Vorgang. Bereits kurz nach seinem erneuten Amtsantritt im Januar 2025 hatte Trump die USA zum zweiten Mal aus dem Pariser Klimaschutzabkommen herausgeführt – nachdem sein Vorgänger Joe Biden 2021 den Wiederbeitritt vollzogen hatte. Auch der Weltgesundheitsorganisation WHO, dem UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge UNRWA, dem UN-Menschenrechtsrat und der UNESCO wurden bereits die finanziellen Mittel gestrichen.

Eine Zeitenwende in der Weltpolitik?

Was bedeutet dieser massive Rückzug für die internationale Gemeinschaft? Die Vereinigten Staaten waren über Jahrzehnte hinweg der wichtigste Geldgeber zahlreicher UN-Organisationen. Ihr Ausscheiden hinterlässt nicht nur finanzielle Lücken, sondern auch ein politisches Vakuum, das andere Mächte – allen voran China und Russland – nur allzu gerne füllen dürften.

Für konservative Beobachter hingegen ist Trumps Vorgehen längst überfällig. Die Kritik an der Ineffizienz und ideologischen Ausrichtung vieler internationaler Organisationen ist schließlich nicht neu. Dass ein US-Präsident nun derart konsequent handelt, mag verstören – doch es entspricht exakt dem Mandat, das ihm seine Wähler erteilt haben.

Die Überprüfung weiterer internationaler Organisationen dauere unterdessen an, wie das Außenministerium mitteilte. Es ist also durchaus möglich, dass die Liste der 66 Institutionen noch länger wird. Die multilaterale Weltordnung, wie wir sie kannten, steht vor einer grundlegenden Neuordnung – ob man das nun begrüßt oder bedauert.

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