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Kettner Edelmetalle
10.03.2026
06:49 Uhr

Trumps Öl-Poker: Sanktionen fallen, während die Welt in Flammen steht

Während sich die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten weiter zuspitzen und der Ukraine-Krieg in sein viertes Jahr geht, hat US-Präsident Donald Trump einen bemerkenswerten Schachzug vollzogen: Die vorübergehende Aufhebung bestimmter ölbezogener Sanktionen. Was auf den ersten Blick wie pragmatische Energiepolitik aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein hochriskantes Manöver auf dem geopolitischen Schachbrett.

Ein Telefonat mit Folgen

Der Zeitpunkt könnte kaum brisanter sein. Unmittelbar nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, das Trump als „positiv" bezeichnete, verkündete er bei einer Pressekonferenz in seinem Golfclub im floridianischen Doral die Lockerung der Strafmaßnahmen. „Wir werden diese Sanktionen aufheben, bis die Straße von Hormus wieder offen ist", so der US-Präsident. Welche Länder konkret von dieser Maßnahme profitieren sollen, ließ er wohlweislich offen – ein diplomatisches Nebelkerzenspiel, das Raum für Spekulationen lässt.

Bereits in der Vorwoche hatten die USA eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung erteilt, die es indischen Raffinerien ermöglicht, auf See gestrandetes russisches Öl zu erwerben. US-Finanzminister Scott Bessent hatte darüber hinaus weitere mögliche Ausnahmen für russisches Öl angedeutet. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Dieselbe Regierung, die im Oktober noch Sanktionen gegen die russischen Ölgiganten Rosneft und Lukoil verhängt hatte, um Moskau die Kriegskasse zu schmälern, dreht nun an genau diesen Stellschrauben – und das ausgerechnet nach einem freundschaftlichen Plausch mit Putin.

Der Iran-Konflikt als Preistreiber

Trump machte den Konflikt mit dem Iran für die gestiegenen Ölpreise verantwortlich und sprach von „künstlich gestiegenen" Notierungen. Seine Antwort darauf ist so typisch wie martialisch: Die US-Marine werde Tanker durch die strategisch bedeutsame Straße von Hormus eskortieren – jene Meerenge am Persischen Golf, durch die ein gewaltiger Anteil des weltweiten Öltransports fließt. Sollte der Iran die Ölversorgung stören, drohte Trump mit Bombardierungen „auf einem viel, viel härteren Niveau".

Die Bilanz, die der US-Präsident dabei präsentierte, liest sich wie ein Kriegsbulletin: 5.000 getroffene Ziele, mehr als 50 versenkte iranische Schiffe, eine Reduktion der iranischen Raketenkapazität auf zehn Prozent und ein Rückgang der Drohnenstarts um 83 Prozent. Der Krieg mit dem Iran werde sich „sehr bald" lösen, versicherte Trump, auch wenn er einräumte, dass offene Fragen zur Führung in Teheran bestünden.

Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer

Was bedeutet das alles für Europa und insbesondere für Deutschland? Die Antwort ist so ernüchternd wie vorhersehbar: Nichts Gutes. Während Trump mit einer Hand Sanktionen lockert und mit der anderen Bomben wirft, steht die europäische Energieversorgung einmal mehr auf tönernen Füßen. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz, die ohnehin mit einem 500-Milliarden-Sondervermögen die Infrastruktur sanieren und gleichzeitig die Inflation im Zaum halten muss, sieht sich nun zusätzlich mit volatilen Energiemärkten konfrontiert.

Laut Bloomberg erwägt die US-Regierung weitere Maßnahmen gegen steigende Benzinpreise: die Freigabe strategischer Ölreserven, eine Aussetzung der Bundessteuer auf Kraftstoff sowie ein Eingreifen des Finanzministeriums am Öl-Terminmarkt. All das mag für amerikanische Autofahrer kurzfristig erfreulich klingen – für die globale Stabilität der Energiemärkte ist es ein Spiel mit dem Feuer.

Putin als lachender Dritter?

Die eigentliche Frage, die sich stellt, ist eine andere: Wer profitiert wirklich von dieser Politik? Trump behauptete, Putin sei „bereit, einen Deal zu machen", und drängte den ukrainischen Präsidenten Selenskyj, einer Einigung nicht im Wege zu stehen. Eine bemerkenswerte Umkehrung der Verantwortlichkeiten – schließlich war es Russland, das die Ukraine überfallen hat, nicht umgekehrt. Dass ausgerechnet die Lockerung von Ölsanktionen als Verhandlungsmasse dient, während ukrainische Städte weiterhin unter Beschuss stehen, hinterlässt einen bitteren Beigeschmack.

Für den deutschen Bürger, der an der Tankstelle und bei der Heizkostenabrechnung die Folgen geopolitischer Verwerfungen unmittelbar zu spüren bekommt, bleibt einmal mehr die Erkenntnis: Wer seine Vermögenswerte nicht diversifiziert und auf physische Werte wie Gold und Silber als Absicherung setzt, ist den Launen der Weltpolitik schutzlos ausgeliefert. In Zeiten, in denen Sanktionen nach Belieben verhängt und wieder aufgehoben werden, in denen Kriege geführt und Deals geschlossen werden, ohne dass Europa auch nur gefragt wird, erweisen sich Edelmetalle einmal mehr als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein sicherer Hafen in stürmischen Zeiten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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