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04.03.2026
19:46 Uhr

Trumps Iran-Krise: Junge Wähler zwischen Patriotismus und Ernüchterung

Es war das Versprechen, das Millionen junger amerikanischer Männer an die Wahlurnen trieb: "America First" – Amerika zuerst. Keine endlosen Kriege mehr im Nahen Osten, stattdessen Fokus auf die heimische Wirtschaft, auf Arbeitsplätze, auf die Zukunft der eigenen Nation. Doch was passiert, wenn genau jener Präsident, der dieses Versprechen zum Markenkern seiner Kampagne machte, plötzlich Bomben auf den Iran wirft? Die Antwort darauf liefert eine Gruppe junger Trump-Wähler am Saint Anselm College in New Hampshire – und sie fällt deutlich ambivalenter aus, als es dem Weißen Haus lieb sein dürfte.

Der 19-Jährige, der seinen ersten Stimmzettel bereut – oder doch nicht

Michael Leary ist 19 Jahre alt, Student im zweiten Studienjahr, und er hat 2024 zum ersten Mal in seinem Leben gewählt. Seine Stimme ging an Donald Trump. Als er von den gemeinsamen US-israelischen Angriffen auf den Iran erfuhr, beschlich ihn ein ungutes Gefühl. „Eines meiner Hauptargumente für Trump war, dass es ‚America First' sein würde. Das war die Rhetorik, mit der er angetreten ist", erklärte Leary gegenüber Journalisten. Gleichzeitig begrüßte er die Nachricht vom Tod des iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei. Ein Widerspruch? Vielleicht. Aber einer, der symptomatisch ist für eine ganze Generation junger Männer, die sich zwischen patriotischem Stolz und der nüchternen Angst vor einem neuen Irak-Desaster zerrieben fühlt.

„Es ist nicht so, dass ich den Krieg oder die Angriffe ablehne", sagte Leary. „Wir müssen mehr erfahren und sehen, was passiert. Aber es fühlte sich wie ein Rückschritt an von dem, was er gesagt hatte." Diese Worte wiegen schwer – denn sie kommen nicht von einem linken Aktivisten, sondern von einem überzeugten Trump-Wähler.

Zustimmung mit Bauchschmerzen

Leary steht mit seiner ambivalenten Haltung keineswegs allein. Fünf weitere junge Trump-Wähler, die im Rahmen eines Studentenpanels befragt wurden, äußerten eine bemerkenswert ähnliche Mischung aus Zustimmung und Unbehagen. John Fitzpatrick, 20 Jahre alt und Vorsitzender der College-Republikaner, unterstützte die „Enthauptung" des iranischen Regimes und bezeichnete Irans Vergeltungsschläge als „letztes Luftschnappen". Gleichzeitig betonte er, man solle keinesfalls Bodentruppen entsenden oder sich so tief verstricken wie einst im Irak.

Artemius Gehring, ebenfalls 20, sah in Trumps Vorgehen den Versuch, einen Konflikt zu beenden, der bis zur Geiselkrise von 1979 zurückreiche, als iranische Militante die US-Botschaft in Teheran besetzten und 52 Amerikaner 444 Tage lang festhielten. „Ich glaube, er versucht einfach, es zu beenden", sagte Gehring. „Es ist der richtige Schritt." Doch wie viele „richtige Schritte" hat die amerikanische Außenpolitik im Nahen Osten schon unternommen, die sich im Nachhinein als fatale Fehltritte erwiesen?

Wo ist der Plan?

Die drängendste Frage stellte Tyler Witzgall, ein 20-jähriger Sophomore. Er unterstütze zwar die Tötung Khameneis, sorge sich aber zutiefst über das offensichtliche Fehlen eines konkreten Plans der Trump-Administration für die Zeit danach. Ein Machtvakuum, so seine Befürchtung, könnte Instabilität oder gar einen Bürgerkrieg auslösen. „Er sagt dem iranischen Volk, es solle aufstehen und die Regierung übernehmen – das ist leichter gesagt als getan", konstatierte Witzgall mit einer Nüchternheit, die man sich von manchem Berufspolitiker wünschen würde.

Witzgall ging noch weiter: Die Iran-Angriffe, zusammen mit der Festnahme von Venezuelas Nicolás Maduro im Januar, spiegelten seiner Ansicht nach eine Überbetonung der Außenpolitik wider. Er habe Trump gewählt, um die Wirtschaft anzukurbeln und innenpolitische Prioritäten umzusetzen – nicht, um den nächsten Krieg im Nahen Osten zu führen. Eine Kritik, die sitzt.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Dass junge Männer 2024 massiv zu Trump schwenkten, war eine der größten Überraschungen der Wahl. Nach Analysen des Pew Research Center gewann Trump 46 Prozent der Männer zwischen 18 und 29 Jahren – ein dramatischer Anstieg gegenüber 2020, als er in dieser Gruppe mit 39 zu 53 Prozent gegen Joe Biden verlor. Doch diese mühsam erkämpften Zugewinne scheinen sich bereits wieder in Luft aufzulösen. Im Februar 2026 billigten laut Reuters/Ipsos-Umfragen nur noch 33 Prozent der jungen Männer Trumps Amtsführung – ein Rückgang von zehn Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Noch alarmierender für das Weiße Haus: Nur jeder vierte Amerikaner unterstützt die Angriffe auf den Iran. Unter den 18- bis 34-Jährigen lehnten laut einer CNN-Umfrage sogar 71 Prozent die Militärschläge ab. Das sind keine Zahlen, die man als Präsident vor den Zwischenwahlen im November sehen möchte.

Ein Déjà-vu mit Ansage?

Die Parallelen zu früheren amerikanischen Militärabenteuern im Nahen Osten sind frappierend – und beunruhigend. Der Irak-Krieg begann 2003 ebenfalls mit dem Versprechen eines schnellen, chirurgischen Eingriffs. Was folgte, waren zwei Jahrzehnte Chaos, Billionen an verschwendeten Steuergeldern und Tausende gefallene Soldaten. Die jungen Wähler am Saint Anselm College mögen zu jung sein, um sich an den Beginn des Irak-Krieges zu erinnern, aber sie sind alt genug, um dessen Folgen zu kennen.

Michael Leary brachte es auf den Punkt: „Es könnte sich absolut als der richtige Schritt herausstellen – oder wir könnten 30 Jahre und mehr im Iran bleiben und eine Menge Geld ausgeben, das zu Hause hätte ausgegeben werden können." Selten wurde das Dilemma amerikanischer Außenpolitik treffender zusammengefasst.

Lehren auch für Europa

Für europäische Beobachter – und insbesondere für Deutschland – birgt diese Entwicklung erhebliche Brisanz. Die Eskalation im Nahen Osten hat die globalen Märkte erschüttert und die Ölpreise in die Höhe getrieben. In einer Zeit, in der die deutsche Wirtschaft ohnehin unter massivem Druck steht, die Inflation durch das 500-Milliarden-Sondervermögen der neuen Bundesregierung weiter angeheizt wird und die Energiepreise bereits auf Rekordniveau verharren, könnte ein prolongierter Iran-Konflikt zum wirtschaftlichen Brandbeschleuniger werden. Dass die NATO bereits eine iranische Rakete im türkischen Luftraum abfangen musste, zeigt, wie nah dieser Konflikt an Europa herangerückt ist.

Die Frage, die sich stellt, ist so alt wie die Geopolitik selbst: Kann ein Krieg, der ohne klare Exitstrategie begonnen wird, jemals gut enden? Die Geschichte lehrt uns das Gegenteil. Und die jungen Männer in New Hampshire, die Trump ihr Vertrauen schenkten, beginnen genau das zu begreifen. Ob der Präsident schnell genug handelt, um ihre Loyalität zu bewahren, dürfte eine der entscheidenden Fragen der kommenden Monate werden.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und steigender Ölpreise zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährte Krisenwährung eine unverzichtbare Rolle in jedem breit aufgestellten Anlageportfolio spielen. Wenn Märkte schwanken und Konflikte eskalieren, bieten sie jene Stabilität, die Papierwerte schlicht nicht garantieren können.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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