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Kettner Edelmetalle
13.04.2026
11:17 Uhr

Trumps Hormus-Blockade: Asien droht der Energie-Kollaps – und Europa zahlt mit

Was passiert, wenn die mächtigste Militärnation der Welt beschließt, eine der wichtigsten Handelsrouten des Planeten abzuriegeln? Man bekommt einen Vorgeschmack auf das, was Ökonomen seit Jahren als „Worst Case" bezeichnen – und was nun bittere Realität zu werden droht. Nach dem Scheitern der USA-Iran-Gespräche in Pakistan hat US-Präsident Donald Trump die Eskalationsschraube ein weiteres Mal angezogen und eine Seeblockade der Straße von Hormus gegen iranische Schiffe angeordnet.

Doppelte Blockade – doppeltes Desaster

Die Lage ist so absurd wie gefährlich: Nicht nur der Iran hatte die strategisch bedeutsame Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman bereits weitgehend blockiert. Nun legen auch die Vereinigten Staaten nach und verhindern, dass iranisches Öl den Weltmarkt erreicht. Das erklärte Ziel Washingtons sei es, Teheran von seiner wichtigsten Einnahmequelle abzuschneiden. Doch der Kollateralschaden dieser Strategie könnte verheerend sein – nicht nur für den Iran, sondern für die gesamte Weltwirtschaft.

Die US-Streitkräfte hätten ab Montag, 10 Uhr New Yorker Zeit, mit der Umsetzung begonnen. Die Blockade richte sich ausschließlich gegen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, so das US-Zentralkommando. Doch wer glaubt, dass sich die Auswirkungen chirurgisch auf den Iran beschränken lassen, der verkennt die geopolitische Realität dieser Wasserstraße.

Asien am Tropf der Golfregion

Mehr als 80 Prozent der Energie, die normalerweise durch die Straße von Hormus transportiert wird, fließt nach Asien. Japan, Südkorea, Indien, China – sie alle sind existenziell abhängig von den Öl- und Gaslieferungen aus der Golfregion. Und genau diese Länder trifft Trumps Machtdemonstration mit voller Wucht.

Die Reaktionen in der Region sprechen Bände. Regierungen bemühen sich verzweifelt um alternative Energiequellen. In manchen Ländern werden Klimaanlagen auf höhere Temperaturen eingestellt, um den Verbrauch zu drosseln. Man stelle sich das vor: Ganze Volkswirtschaften werden gezwungen, ihren Energiekonsum herunterzufahren, weil ein amerikanischer Präsident meint, den Iran in die Knie zwingen zu müssen. Ob Trump bei seiner Entscheidung auch nur eine Sekunde an die Konsequenzen für seine eigenen Verbündeten in Asien gedacht hat, darf bezweifelt werden.

Ölpreis explodiert – Brent über 103 Dollar

Die Märkte reagierten erwartungsgemäß nervös. Der Brent-Rohölpreis schoss auf über 103 US-Dollar pro Barrel, während europäische Gas-Futures zeitweise um fast 18 Prozent in die Höhe schnellten. Analysten von Bloomberg Economics warnten unmissverständlich: Die jüngsten Entwicklungen verlagerten den Fokus wieder auf Abwärtsrisiken – höhere Ölpreise, stärkerer Wachstumsrückgang, ein neuer Inflationsschub. Für den ohnehin gebeutelten europäischen Verbraucher, der bereits unter den Folgen der Energiekrise der vergangenen Jahre leidet, sind das keine guten Nachrichten.

China als Trumpfkarte gegen Trump?

Besonders brisant ist die Rolle Chinas in diesem geopolitischen Schachspiel. Tanker mit Verbindungen zum Iran sowie chinesische Schiffe hatten die Meerenge bislang passiert – genau dagegen richtet sich die neue Blockade. Im Vorfeld von Trumps geplanter China-Reise Mitte Mai könnte Peking versuchen, massiven Druck auf Washington auszuüben. Analysten halten es für möglich, dass China seine Dominanz bei kritischen Mineralien als Druckmittel einsetzen könnte, um die Aufhebung der Blockade zu erzwingen.

Es wäre nicht das erste Mal, dass sich die aggressive Außenpolitik der USA als Bumerang erweist. Wer glaubt, man könne die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt einfach von ihren Energiequellen abschneiden, ohne dass dies Konsequenzen hat, der lebt in einer gefährlichen Illusion. China verfügt über Hebel, die Washington durchaus schmerzhaft zu spüren bekommen könnte.

Nicht nur Energie: Lieferketten in Gefahr

Das Problem reicht weit über den Energiesektor hinaus. Nachgelagerte Industrien – von Düngemittelherstellern über Verpackungsunternehmen bis hin zu Textilzulieferern – werden unter der Blockade leiden. Deborah Elms von der Hinrich Foundation in Singapur brachte es auf den Punkt: Dies sei kein vorübergehendes Problem, sondern ein potenziell langfristiges Desaster, für das es insbesondere in Asien kaum Alternativen gebe.

Wer sich an die Lieferkettenprobleme während der Corona-Pandemie erinnert, kann erahnen, welche Dimensionen eine dauerhafte Blockade der Straße von Hormus annehmen könnte. Nur diesmal ist es keine Naturkatastrophe, die die Weltwirtschaft ins Wanken bringt – sondern eine bewusste politische Entscheidung.

Drei Szenarien – keines davon beruhigend

Bloomberg Economics hat drei mögliche Entwicklungspfade skizziert, und selbst das optimistischste Szenario liest sich alles andere als rosig. Im Basisszenario dauere der Konflikt mit geringerer Intensität an, der Ölpreis liege im zweiten Quartal durchschnittlich bei 105 Dollar pro Barrel und falle bis zum vierten Quartal auf 85 Dollar. Das globale BIP wachse um 2,9 Prozent, die Inflation liege zum Jahresende bei 4,2 Prozent.

Im Eskalationsszenario – einer monatelangen weitgehenden Sperrung der Meerenge – könnten die Ölpreise auf atemberaubende 170 US-Dollar pro Barrel steigen. Das globale Wachstum würde sich auf 2,2 Prozent verlangsamen, die Inflation zum Jahresende auf 5,4 Prozent klettern. Erst ein dauerhafter Waffenstillstand oder ein Zusammenbruch des Iran könnte die Meerenge früher wieder öffnen und die Preise auf Vorkriegsniveau zurückführen.

Was bedeutet das für Deutschland?

Für die deutsche Wirtschaft, die ohnehin unter den Folgen einer verfehlten Energiepolitik der vergangenen Jahre ächzt, kommt diese Entwicklung zur denkbar ungünstigsten Zeit. Die neue Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz hat gerade erst ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg gebracht, das die Staatsverschuldung weiter in die Höhe treiben wird. Explodierende Energiepreise würden die Inflation zusätzlich anheizen und die ohnehin fragile wirtschaftliche Erholung im Keim ersticken.

Es rächt sich nun bitter, dass Deutschland unter der Ampelregierung seine Energieversorgung ideologiegetrieben umgebaut hat, ohne für geopolitische Krisenfälle ausreichend vorzusorgen. Wer Kernkraftwerke abschaltet, russisches Gas verteufelt und gleichzeitig von Windrädern und Solarpanelen träumt, der steht in einer Krise wie dieser mit leeren Händen da. Die Abhängigkeit von globalen Energiemärkten ist nicht geringer geworden – sie hat sich nur verlagert.

Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der unschätzbare Wert physischer Edelmetalle als Vermögenssicherung. Während Aktienmärkte nervös reagieren, Währungen unter Druck geraten und Energiepreise explodieren, bleibt Gold das, was es seit Jahrtausenden ist: ein verlässlicher Wertspeicher in Zeiten geopolitischer Turbulenzen. Wer sein Portfolio nicht ausschließlich den Launen amerikanischer Außenpolitik und den Unwägbarkeiten globaler Lieferketten aussetzen möchte, tut gut daran, physische Edelmetalle als festen Bestandteil seiner Vermögensstrategie zu betrachten.

„Dies ist ein potenziell langfristiges Problem, und leider gibt es insbesondere für Asien nicht viele Alternativen."

Diese Einschätzung einer Handelsexpertin aus Singapur sollte auch in Berlin gehört werden. Denn was in der Straße von Hormus geschieht, wird auch an deutschen Tankstellen, in deutschen Fabriken und auf deutschen Heizkostenabrechnungen spürbar sein. Die Frage ist nur, ob die Politik diesmal schneller reagiert als beim letzten Mal – oder ob der deutsche Bürger erneut die Zeche für geopolitische Abenteuer zahlen muss, auf die er keinerlei Einfluss hat.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Finanzberaters getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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