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Kettner Edelmetalle
17.12.2025
16:54 Uhr

Trumps „Gold Card"-Visum: Warum Chinas Superreiche dem amerikanischen Traum misstrauen

Es sollte der große Wurf werden, ein Magnet für das internationale Großkapital: US-Präsident Donald Trumps „Gold Card"-Visum, das wohlhabenden Ausländern gegen eine Investition von mindestens fünf Millionen US-Dollar eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis in den Vereinigten Staaten verspricht. Doch ausgerechnet bei jener Klientel, die Washington als Hauptzielgruppe im Visier hatte, stößt das Angebot auf eisige Ablehnung.

Chinas Millionäre winken ab

Drei Monate nach der Ankündigung des ambitionierten Programms zeichnet sich ein ernüchterndes Bild ab. Die wohlhabende Elite Chinas, die traditionell rund 70 Prozent aller Antragsteller für das bestehende EB-5-Investorenvisum stellt, zeigt sich bemerkenswert desinteressiert. Dabei liegt es keineswegs am Preis – ganz im Gegenteil.

Candice Meng, eine Immobilienentwicklerin aus Guangzhou mit einem Vermögen von mehreren hundert Millionen Yuan, bringt es auf den Punkt: „Es ist nicht teuer im Vergleich zu anderen Ländern", erklärt sie. Für vergleichbare Programme in Singapur müsse man mindestens 100 Millionen Yuan aufbringen, für Neuseeland über 60 Millionen. Die amerikanischen fünf Millionen Dollar erscheinen da geradezu als Schnäppchen.

Sicherheitsbedenken überwiegen finanzielle Vorteile

Doch trotz des vermeintlich günstigen Preises hat sich Meng gegen einen Antrag entschieden. Ihre Begründung offenbart ein tiefgreifendes Unbehagen gegenüber den Vereinigten Staaten, das weit über wirtschaftliche Kalkulationen hinausgeht. Der schwelende Handelskonflikt zwischen Washington und Peking sowie die als besorgniserregend wahrgenommene Kriminalitätslage in amerikanischen Großstädten haben ihr Vertrauen nachhaltig erschüttert.

„Amerika fühlt sich gerade nicht wie ein guter Ort an"

Diese Einschätzung teilen offenbar viele vermögende Chinesen. Die Skepsis speist sich aus mehreren Quellen: Neben der allgemeinen Sicherheitslage sorgen sich potenzielle Investoren um die rechtliche Verbindlichkeit des Programms, die steuerlichen Konsequenzen einer US-Residenz und – nicht zuletzt – um eine wahrgenommene Zunahme der Feindseligkeit gegenüber chinesischen Einwanderern.

Ein Symptom tieferer Verwerfungen

Die Zurückhaltung der chinesischen Oberschicht ist bemerkenswert, denn China erlebt seit Jahren einen signifikanten Exodus seiner Millionäre. Die wirtschaftliche Abkühlung im Reich der Mitte treibt Vermögende in Scharen ins Ausland – nur eben nicht mehr so bereitwillig in die USA wie früher.

Was bedeutet dies für Trumps großspurig angekündigtes Programm? Die Botschaft ist unmissverständlich: Selbst astronomische Summen können fundamentale Vertrauensdefizite nicht überbrücken. Wenn potenzielle Investoren ein Land als unsicher empfinden – sei es physisch, rechtlich oder politisch – dann helfen auch keine noch so verlockenden Aufenthaltstitel.

Gold als bewährte Alternative

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und wachsender Skepsis gegenüber staatlichen Programmen besinnen sich viele Vermögende auf zeitlose Werte. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bieten eine Form der Vermögenssicherung, die unabhängig von politischen Launen und Visabestimmungen funktioniert. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wertvollen Beitrag zur langfristigen Absicherung leisten.

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