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Kettner Edelmetalle
30.03.2026
06:53 Uhr

Trumps dreiste Ölgier: US-Präsident will iranische Ressourcen „einfach nehmen"

Was in früheren Jahrhunderten als kolonialer Raubzug gegolten hätte, formuliert der amtierende US-Präsident Donald Trump mit einer Beiläufigkeit, die einem den Atem verschlägt. In einem Interview mit der Financial Times erklärte er unverblümt, er würde „am liebsten das Öl im Iran nehmen". Kritiker dieser Haltung bezeichnete er kurzerhand als „dumme Leute". Eine bemerkenswerte Rhetorik für den mächtigsten Mann der Welt – und ein gefährliches Spiel mit dem Feuer in einer ohnehin explosiven Region.

Die Insel Kharg im Fadenkreuz

Besonders brisant: Trump brachte eine mögliche Einnahme der strategisch bedeutsamen Insel Kharg ins Spiel, über die ein Großteil der iranischen Ölexporte abgewickelt wird. „Vielleicht nehmen wir die Insel Kharg ein, vielleicht auch nicht", sagte er mit jener kalkulierten Ambiguität, die sein politisches Markenzeichen geworden ist. Der Iran verfüge seiner Einschätzung nach über „keinerlei Verteidigung" – man könne die Insel „sehr leicht einnehmen". Eine Aussage, die an die Hybris vergangener militärischer Abenteuer erinnert, bei denen sich vermeintlich leichte Siege in jahrelange Desaster verwandelten.

Als Präzedenzfall verwies Trump auf Venezuela, wo die USA nach der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro im Januar die dortige Ölindustrie „auf unbestimmte Zeit" unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Das Muster ist unverkennbar: Wo Öl fließt, sieht Washington offenbar amerikanische Interessen bedroht – oder vielmehr amerikanische Ansprüche begründet.

Massive Truppenverlegungen in den Nahen Osten

Den Worten folgen bereits Taten – zumindest militärische Vorbereitungen. Rund 3.500 Soldaten seien vergangenen Freitag in der Region eingetroffen, darunter 2.200 Marines. Weitere Einheiten sowie Tausende Soldaten der legendären 82. Luftlandedivision befänden sich auf dem Weg. Das Pentagon prüfe Berichten zufolge die Entsendung von bis zu 10.000 weiteren Soldaten. Eine Machtdemonstration, die weit über symbolische Gesten hinausgeht.

Gleichzeitig betonte Trump jedoch, dass die über pakistanische Vermittler geführten Gespräche zwischen Washington und Teheran „gut verlaufen" würden. Er sei „ziemlich sicher", dass ein Deal zustande komme – schloss aber ein Scheitern nicht aus. Die neue iranische Führung bezeichnete er als „sehr vernünftig". Ein erstaunlicher Tonwechsel für jemanden, der im selben Atemzug mit einer Invasion droht.

Gewagte Behauptungen über Irans Führung

Für zusätzliche Unruhe sorgte Trumps Behauptung, Modschtaba Chamenei – der Sohn und Nachfolger des getöteten Ali Chamenei als neuer Oberster Führer des Iran – sei „entweder tot oder in extrem schlechtem Zustand". Teheran wies dies zurück und beteuerte, es gehe ihm gut. Ob Trump über belastbare Geheimdienstinformationen verfügt oder lediglich psychologische Kriegsführung betreibt, bleibt offen.

Iran warnt vor den Konsequenzen einer Bodenoffensive

Die iranische Seite reagierte mit unmissverständlicher Schärfe. Parlamentssprecher Mohammad Baqer Ghalibaf warf den USA vor, einerseits Verhandlungssignale zu senden und andererseits eine Bodeninvasion vorzubereiten. „Solange die Amerikaner Irans Kapitulation anstreben, ist unsere Antwort, dass wir niemals eine Demütigung akzeptieren werden", erklärte er. Der Iran werde reagieren, sollten US-Bodentruppen zum Einsatz kommen.

Trump hatte dem Iran eine Frist bis zum 6. April gesetzt, einen Deal über eine Waffenruhe zu akzeptieren. Andernfalls drohten Angriffe auf den iranischen Energiesektor. Zugleich behauptete er, der Iran habe als „Geschenk" pakistanisch beflaggte Öltanker durch die Straße von Hormus passieren lassen – zunächst zehn, inzwischen zwanzig. Diese Angaben ließen sich bislang nicht unabhängig verifizieren.

Ölpreis explodiert – Europa zahlt die Zeche

Die Konsequenzen dieses geopolitischen Pokerspiels spüren längst nicht nur die unmittelbar Beteiligten. Der seit rund einem Monat andauernde Konflikt hat bereits Tausende Todesopfer gefordert und eine weltweite Störung der Energieversorgung ausgelöst. Der Ölpreis der Sorte Brent kletterte am Montagmorgen auf über 116 Dollar pro Barrel – ein Anstieg von mehr als 50 Prozent seit Kriegsbeginn. Für europäische Verbraucher, die ohnehin unter den Folgen einer verfehlten Energiepolitik ächzen, ist das eine Hiobsbotschaft.

Gerade Deutschland, das sich unter der Vorgängerregierung in eine fatale Abhängigkeit von ideologiegetriebener Energiewende manövriert hat und fossile Energieträger systematisch verteuert, trifft ein solcher Preisschock besonders hart. Während andere Nationen ihre Energieversorgung pragmatisch diversifizieren, steht die Bundesrepublik einmal mehr als verwundbarer Zuschauer am Spielfeldrand der Weltpolitik.

Pakistans Vermittlerrolle – ein Hoffnungsschimmer?

Pakistans Außenminister Ishaq Dar erklärte, sein Land sei bereit, in den kommenden Tagen „substanzielle Gespräche" zwischen den USA und dem Iran auszurichten. Ob beide Seiten ihre Teilnahme tatsächlich zugesagt haben, blieb zunächst unklar. Es wäre nicht das erste Mal, dass diplomatische Ankündigungen im Nahen Osten schneller verdampfen als Wasser in der Wüste.

Eines steht fest: Die Welt blickt auf einen Konflikt, der das Potenzial hat, die gesamte globale Ordnung zu erschüttern. Und während Trump mit der Nonchalance eines Immobilienmoguls über die Einnahme fremder Ölfelder philosophiert, sollten sich europäische Bürger fragen, ob ihre Regierungen auf ein solches Szenario auch nur ansatzweise vorbereitet sind. Die Antwort dürfte ernüchternd ausfallen. In Zeiten wie diesen erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten und ein unverzichtbarer Baustein zur Vermögenssicherung.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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