
Trumps „Board of Peace": Gigantischer Militärstützpunkt für 5.000 Soldaten im Gazastreifen geplant

Was als Friedensinitiative verkauft wird, entpuppt sich zunehmend als geopolitisches Machtprojekt von historischer Tragweite. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump treibt offenbar Pläne für eine massive Militärinstallation im südlichen Gazastreifen voran – ein Vorhaben, das die ohnehin explosive Lage im Nahen Osten weiter anheizen dürfte und fundamentale Fragen über Amerikas wahre Absichten in der Region aufwirft.
Ein Militärkomplex der Superlative
Die Dimensionen des geplanten Stützpunktes sind beeindruckend – oder je nach Perspektive: erschreckend. Berichten zufolge soll die Anlage eine Grundfläche von 1.400 mal 1.100 Metern umfassen, umgeben von 26 gepanzerten Wachtürmen auf Anhängern, einer Schießanlage für Handfeuerwaffen, Bunkern und einem Lager für militärische Ausrüstung. Das Ganze eingezäunt mit Stacheldraht. Bis zu 5.000 internationale Soldaten sollen hier stationiert werden. Eine kleine Gruppe internationaler Bauunternehmen mit Erfahrung in Kriegsgebieten habe das vorgesehene Gelände bereits besichtigt.
Besonders pikant: Das Ausschreibungsdokument wurde offenbar vom sogenannten „Board of Peace" herausgegeben – jenem umstrittenen Gremium, das Trump als Instrument zur Neuordnung des Gazastreifens ins Leben gerufen hat. Öffentlich gemacht wurde das Dokument allerdings nicht. Man fragt sich unwillkürlich: Warum die Geheimniskrämerei, wenn es doch angeblich nur um Frieden geht?
Leichen unter dem Schutt – und darüber ein neuer Stützpunkt
Ein besonders makabres Detail findet sich in den Vertragsbedingungen selbst. Demnach müsse der Auftragnehmer eine geophysikalische Untersuchung des Geländes durchführen, um unterirdische Hohlräume, Tunnel oder große Kavernen zu identifizieren. Sollten dabei menschliche Überreste oder kulturelle Artefakte entdeckt werden, seien sämtliche Arbeiten sofort einzustellen. Angesichts der Tatsache, dass israelische Offizielle kürzlich einräumten, mindestens 70.000 Palästinenser seien in dem zweijährigen Krieg getötet worden – wobei Israel behauptet, etwa ein Drittel davon seien bewaffnete Hamas-Kämpfer gewesen –, dürften noch Tausende Leichen unter den Trümmern begraben liegen. Einen Militärstützpunkt auf einem solchen Gelände zu errichten, ist nicht nur strategisch fragwürdig, sondern moralisch zutiefst verstörend.
Das „Board of Peace" – Friedensgremium oder Machtinstrument?
Trump selbst erklärte bei der Inauguralsitzung des Gremiums in Washington am Donnerstag, das „Board of Peace" werde gewissermaßen über die Vereinten Nationen wachen und sicherstellen, dass diese ordnungsgemäß arbeite. Eine bemerkenswerte Aussage, die den Anspruch der USA unterstreicht, sich als übergeordnete Kontrollinstanz über multilaterale Institutionen zu positionieren.
Mehrere Verbündete, die sich nicht an dem Gremium beteiligen, hatten zuvor kritisiert, dass der Wiederaufbau nach dem Gaza-Krieg direkt unter UN-Aufsicht stattfinden sollte – und nicht unter einem von den USA geleiteten Gremium, dessen Mitgliedschaft an eine Eintrittsgebühr von einer Milliarde Dollar geknüpft ist. Man muss kein Zyniker sein, um hier ein lukratives Geschäftsmodell zu erkennen, das sich hinter humanitärer Rhetorik verbirgt.
Keine US-Soldaten am Boden? Wirklich?
Das Weiße Haus hat wiederholt beteuert, es werde keine amerikanischen Bodentruppen im Gazastreifen geben. Doch ein Militärstützpunkt dieser Größenordnung macht eine solche Zusage zur Farce. Selbst wenn Washington darauf besteht, dass andere Nationen – und eben nicht die USA – die Last der Zukunft Gazas schultern sollen, wäre die Präsenz amerikanischer Militärberater auf einer solchen internationalen Basis nahezu unvermeidlich. Die Geschichte lehrt uns: Wo Amerika Stützpunkte baut, bleibt Amerika.
Für Europa und insbesondere für Deutschland sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Während die Bundesrepublik unter der neuen Großen Koalition ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur aufnimmt und damit kommende Generationen belastet, investieren die USA in geopolitische Machtprojektion. Die Frage, ob Deutschland sich an solchen internationalen Militärmissionen beteiligen soll – und zu welchem Preis –, wird unweigerlich auf den Tisch kommen. Friedrich Merz täte gut daran, hier von Anfang an klare rote Linien zu ziehen, statt sich wie so oft in der deutschen Außenpolitik willfährig amerikanischen Wünschen zu beugen.
Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer
Die Errichtung eines westlich dominierten Militärstützpunktes mitten im Gazastreifen dürfte unter Palästinensern und in der arabischen Welt insgesamt für massive Empörung sorgen. In einer Region, die seit Jahrzehnten unter den Folgen westlicher Interventionen leidet, sendet ein solches Projekt ein verheerendes Signal. Es nährt den Verdacht, dass es bei Trumps „Board of Peace" weniger um Frieden als um die dauerhafte militärische Kontrolle eines strategisch bedeutsamen Gebiets geht.
Angesichts der dramatischen Eskalation im Nahost-Konflikt – mit israelischen Angriffen auf iranische Atomanlagen und iranischen Vergeltungsschlägen – wirkt die Idee, ausgerechnet jetzt einen riesigen Militärkomplex in Gaza zu errichten, wie das Gießen von Öl ins Feuer. Wer in diesen unsicheren Zeiten sein Vermögen schützen möchte, sollte sich die Frage stellen, ob nicht gerade physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährte Krisenwährungen eine sinnvolle Ergänzung im Portfolio darstellen – denn geopolitische Verwerfungen dieser Größenordnung haben historisch stets zu erheblichen Verwerfungen an den Finanzmärkten geführt.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.
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