
Toyota zeigt der deutschen Autoindustrie, wie Marktwirtschaft funktioniert
Während deutsche Hersteller wie Volkswagen ihre Kunden mit der Brechstange zur Elektromobilität zwingen wollen, besinnt sich Toyota auf ein fast vergessenes Prinzip: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Der japanische Automobilriese verkündet eine Strategie, die in ihrer Einfachheit geradezu revolutionär wirkt – zumindest für eine Branche, die sich von grünen Ideologen und EU-Bürokraten am Nasenring durch die Manege führen lässt.
Kundenwünsche statt Klimadiktatur
„Wir pushen E-Autos nicht in Märkten, in denen keine Nachfrage besteht", erklärt Andrea Carlucci, Toyotas Markenchef für Europa. Ein Satz, der in deutschen Vorstandsetagen vermutlich für Schnappatmung sorgen würde. Denn während hierzulande die Automobilindustrie im vorauseilenden Gehorsam ihre bewährten Verbrenner auf dem Altar der Klimareligion opfert, macht Toyota das, was Unternehmen eigentlich tun sollten: Sie hören auf ihre Kunden.
Die neue Strategie des Konzerns sei eine „flexible Ausrichtung", heißt es. In Wahrheit ist es schlicht gesunder Menschenverstand. Toyota produziert Elektroautos für Märkte, in denen Menschen sie tatsächlich kaufen wollen – etwa in Skandinavien. In Südeuropa, wo die Nachfrage fehlt, konzentriert sich der Hersteller auf andere Antriebsarten. Welch ketzerischer Gedanke in Zeiten, in denen die EU-Kommission den Verbrennermotor ab 2035 verbieten will!
Die Hybridlösung als Brücke zur Vernunft
Besonders bemerkenswert ist Toyotas Fokus auf Hybridfahrzeuge. Etwa 80 Prozent der in Europa verkauften Toyota-Modelle verfügen über einen Hybridantrieb, mit dem neuen Aygo X könnte dieser Anteil sogar auf 90 Prozent steigen. Diese Technologie bietet das, was ideologiegetriebene Politik nicht versteht: einen pragmatischen Kompromiss zwischen Umweltschutz und Alltagstauglichkeit.
„Letztlich müssen wir erkennen, dass Kohlenstoff der Feind ist. Deshalb glaube ich, dass die Mischung mehrere Technologien beinhalten muss, um den CO2-Fußabdruck zu verringern."
Carlucci spricht hier eine unbequeme Wahrheit aus: Es gibt nicht die eine Lösung für alle. Während deutsche Politiker und ihre grünen Einflüsterer das Elektroauto als Heilsbringer predigen, setzt Toyota auf Technologievielfalt – Hybrid, Wasserstoff, Verbrenner und ja, auch Elektro, aber eben nur dort, wo es Sinn ergibt.
Ein Seitenhieb auf die deutsche Planwirtschaft
Die Toyota-Strategie entlarvt die Absurdität der deutschen Energiewende im Automobilsektor. Während Volkswagen Milliarden in Elektroauto-Fabriken pumpt und dann feststellen muss, dass die Nachfrage fehlt, während BMW und Mercedes ihre Elektro-Ziele zurückschrauben müssen, macht Toyota vor, wie es geht: Man fragt erst die Kunden, bevor man produziert.
Besonders pikant wird es, wenn Carlucci fordert, dass Plug-in-Hybride in der EU-Politik als „Null-Emissions-Modelle" anerkannt werden sollten. Viele Kunden wünschten sich Reichweiten von etwa 100 Kilometern für den Alltag – ohne tägliches Laden. Eine vernünftige Forderung, die in Brüssel vermutlich auf taube Ohren stoßen wird. Dort träumt man lieber weiter von einer Welt, in der jeder Deutsche sein Elektroauto an einer der chronisch fehlenden Ladesäulen auflädt.
Die Realität holt die Ideologie ein
Toyotas Ansatz zeigt, was passiert, wenn Unternehmen sich nicht von politischen Vorgaben, sondern von wirtschaftlicher Vernunft leiten lassen. Der Konzern investiert durchaus in Elektromobilität – mit Modellen wie dem Urban Cruiser oder dem bZ4X. Aber eben nur dort, wo es eine echte Nachfrage gibt. In allen anderen Märkten setzt man auf bewährte Technologien, die die Kunden tatsächlich wollen und bezahlen können.
Diese Strategie könnte sich als goldrichtig erweisen. Denn während die deutsche Autoindustrie auf Geheiß der Politik Milliarden in eine Technologie investiert, die viele Kunden (noch) nicht wollen, bleibt Toyota flexibel. Sollte die Elektromobilität tatsächlich den Durchbruch schaffen, ist man vorbereitet. Sollte sie scheitern – was angesichts fehlender Infrastruktur, hoher Preise und begrenzter Reichweiten durchaus möglich ist –, hat man nicht alles auf eine Karte gesetzt.
Ein Vorbild für deutsche Hersteller?
Man möchte den deutschen Autobauern zurufen: Schaut nach Japan! Dort zeigt Toyota, wie man auch im 21. Jahrhundert erfolgreich Autos verkauft – indem man auf Kunden hört statt auf Politiker. Indem man Technologieoffenheit praktiziert statt ideologische Scheuklappen aufzusetzen. Indem man Marktwirtschaft betreibt statt Planwirtschaft.
Doch die Hoffnung, dass diese Botschaft in den Chefetagen von VW, BMW und Mercedes ankommt, ist gering. Zu tief sitzt die Angst vor dem politischen Establishment, zu groß ist die Abhängigkeit von staatlichen Subventionen, zu stark der Glaube an die eigene moralische Überlegenheit. Und so wird Toyota weiter Autos bauen, die Menschen kaufen wollen, während deutsche Hersteller Autos bauen, die Politiker fordern.
Die Ironie dabei: Ausgerechnet ein japanischer Konzern muss den Deutschen zeigen, was Marktwirtschaft bedeutet. In einem Land, das sich einst als Wirtschaftswunderland verstand, ist das mehr als nur eine Randnotiz – es ist ein Armutszeugnis für eine Branche, die sich von grüner Ideologie hat vereinnahmen lassen.
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