
Totale Überwachung in den USA: Der Alptraum wird Realität

Was einst als dystopische Science-Fiction galt, ist längst bittere Wirklichkeit geworden. Die Vereinigten Staaten von Amerika, jenes Land, das sich so gerne als Leuchtturm der Freiheit inszeniert, haben sich klammheimlich in einen Überwachungsstaat verwandelt, der selbst George Orwell die Sprache verschlagen hätte. Während westliche Medien jahrelang mit erhobenem Zeigefinger auf Chinas angebliches "Sozialkreditsystem" zeigten, wurde im eigenen Hinterhof ein Kontrollapparat errichtet, der seinesgleichen sucht.
Palantirs ELITE-App: Der Minority Report wird Wirklichkeit
Die investigative Journalistin Whitney Webb hatte bereits 2023, 2024 und 2025 eindringlich gewarnt. Nun entfaltet sich das Szenario in Echtzeit vor unseren Augen. Palantirs ELITE-App – ein Akronym für "Enhanced Leads Identification & Targeting for Enforcement" – ist aktiv und kartiert einzelne Personen in den USA wie Stecknadeln auf einer digitalen Landkarte. Das System erstellt Dossiers aus Regierungsquellen, greift auf Medicaid- und Gesundheitsdaten zu und vergibt sogenannte "Confidence Scores" für aktuelle Aufenthaltsorte.
Die Einwanderungsbehörde ICE nutzt diese Technologie bereits, um "zielreiche" Viertel für Massenrazzien zu identifizieren. Doch wer glaubt, dieses System beschränke sich auf undokumentierte Migranten, der irrt gewaltig. Die zugrundeliegende Datenaggregation erfasst ebenso amerikanische Staatsbürger und legale Einwohner.
Peter Thiel und JD Vance: Die Architekten des Überwachungsstaates
Palantir, eng verbunden mit dem Tech-Milliardär Peter Thiel und dem heutigen Vizepräsidenten JD Vance, expandiert unter der Trump-Administration in atemberaubendem Tempo. Die Foundry-Plattform ist mittlerweile in zahlreichen Behörden eingebettet – vom Heimatschutzministerium über das Gesundheitsministerium bis hin zur Steuerbehörde IRS. Das Ergebnis ist erschreckend: Steuerunterlagen, Gesundheitsdaten, Finanzinformationen, Lohnabrechnungen, Unterhaltszahlungen und Studiendarlehen werden miteinander abgeglichen.
Berichte beschreiben einen systematischen Vorstoß zu zentralisierten, durchsuchbaren "Mega-Datenbanken", die ein Master-Profil jeder Person in den USA erstellen könnten. Bewegungsmuster, Arztbesuche, Bankkonten – nichts bleibt verborgen. Das sogenannte "Department of Government Efficiency" (DOGE) hat diese Entwicklung massiv beschleunigt, mit Palantir-Ingenieuren, die direkt beim IRS vor Ort arbeiten.
Zero-Click-Spyware: Das Smartphone als Spion in der eigenen Tasche
Besonders beunruhigend ist der parteiübergreifende Charakter dieses Überwachungswahns. Ende September 2024 – also noch unter der Biden-Administration – unterzeichnete das Heimatschutzministerium stillschweigend einen Zwei-Millionen-Dollar-Vertrag mit der israelischen Spyware-Firma Paragon Solutions. Der Preis für diesen faustischen Pakt? Zugriff auf Graphite, eines der invasivsten Zero-Click-Hacking-Tools der Welt.
Graphite kann jedes Smartphone – ob iPhone oder Android – lautlos kompromittieren, ohne dass das Opfer jemals einen Link anklickt oder einen Anhang öffnet. Einmal installiert, werden sämtliche Daten extrahiert: Ende-zu-Ende verschlüsselte Nachrichten von Signal, WhatsApp, Telegram und iMessage, Fotos, Videos, präzise Standorthistorien, Kontakte und Anruflisten. Alles wird aus der Ferne, unbemerkt und spurlos entnommen.
Von der Pause zur Reaktivierung
Der Vertrag wurde im Oktober 2024 zunächst pausiert, da Bidens Executive Order 14093 US-Behörden den Einsatz kommerzieller Spyware verbot, die nationale Sicherheitsrisiken birgt oder Menschenrechtsverletzungen erleichtert. Graphite war zuvor bereits beim Ausspionieren von Journalisten und Aktivisten in Europa erwischt worden. Doch nach dem Regierungswechsel wurde der Stopp aufgehoben und der Vertrag reaktiviert – diesmal erweitert für ICEs Homeland Security Investigations.
Das Ergebnis ist erschütternd: ICE verfügt nun über verdeckte Cyberwaffen, die keinen Unterschied machen zwischen undokumentierten Migranten, US-Bürgern, Journalisten oder politischen Dissidenten. Das Handy jedes Amerikaners kann nun still infiltriert werden – in vielen operativen Szenarien ohne richterlichen Durchsuchungsbefehl.
Die bittere Ironie: Wer im Glashaus sitzt
Jahrelang haben amerikanische Politiker und ihre medialen Verbündeten Horrorgeschichten über Chinas angebliches "Sozialkreditsystem" verbreitet – dargestellt als dystopischer, KI-gesteuerter Alptraum universeller Punktebewertung und totaler Verhaltenskontrolle. Diese Behauptungen wurden mehrfach von Experten widerlegt: Chinas System ist fragmentiert, in vielen Regionen technisch simpel und konzentriert sich auf finanzielle und rechtliche Compliance.
Doch dieselben Stimmen, die einst so lautstark warnten, schweigen nun angesichts des in den USA entstehenden Überwachungsapparats – oder befürworten ihn gar. Palantirs ELITE, Mega-Datenbanken, Zero-Click-Hacks, Predictive Policing und behördenübergreifende Zusammenführung von Finanz-, Gesundheits- und Standortdaten erstellen Echtzeit-Digitalprofile von Bürgern, ohne dass ein sichtbarer "Score" nötig wäre.
Pre-Crime ist bereits Realität
Palantirs Predictive Policing wurde bereits in einkommensschwachen Vierteln getestet. Rechtliche Rahmenwerke ermöglichen Festnahmen basierend auf Social-Media-Hinweisen. Programme zielten darauf ab, "neuropsychiatrische Gewalt" online vorherzusagen. In Gaza getestete KI-Technologien werden nun auch in den USA eingesetzt.
Die Auswirkungen sind bereits spürbar: FBI-Agenten klopfen wegen Social-Media-Posts an Türen. Eine Frau in Miami erhielt Besuch, weil sie einen Abgeordneten kritisiert hatte. Die Agenten warnten, dass solche Posts "andere anstiften" könnten – ein deutliches Beispiel präventiver Einschüchterung.
"Ohne Plattformmoderation verlieren wir die totale Kontrolle."
Diese Worte von Hillary Clinton offenbaren die wahre Agenda hinter dem Überwachungsapparat. Es geht nicht um Sicherheit – es geht um Kontrolle.
Der Panoptikum-Effekt: Selbstzensur durch ständige Überwachung
Das perfide an diesem System ist sein psychologischer Effekt. Ständige Überwachung erzeugt Selbstzensur. Menschen beginnen, ihre Gedanken zu filtern, bevor sie sie äußern. Sie meiden bestimmte Themen, bestimmte Kontakte, bestimmte Orte. Der Käfig wird nicht von außen aufgezwungen – er wird verinnerlicht.
Fehler bei der Gesichtserkennung verschärfen das Problem zusätzlich. ICEs Mobile Fortify identifizierte eine Frau zweimal falsch, galt aber dennoch als "definitiv". Die Verträge für Handy-Entsperrungstechnologien steigen explosionsartig. Spyware-Missbrauch richtet auch in der europäischen Zivilgesellschaft bereits Schaden an.
Ein Warnsignal auch für Deutschland
Was in den USA geschieht, sollte auch hierzulande die Alarmglocken schrillen lassen. Die Technologien, die dort eingesetzt werden, machen nicht an Landesgrenzen halt. Europäische Regierungen zeigen sich zunehmend empfänglich für ähnliche Überwachungsinstrumente – stets unter dem Deckmantel von "Sicherheit" und "Effizienz".
Die Verschmelzung von Tech-Milliardären, Geheimdiensten und künstlicher Intelligenz zu einem einheitlichen Kontrollsystem ist keine Verschwörungstheorie mehr – sie ist dokumentierte Realität. Privatsphäre, Meinungsfreiheit und das Recht auf freies Denken stehen auf dem Spiel. Einmal verloren, sind diese Grundrechte für alle verloren.
In Zeiten zunehmender staatlicher Überwachung und digitaler Kontrolle gewinnt der Schutz des eigenen Vermögens eine neue Dimension. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bieten hier einen entscheidenden Vorteil: Sie existieren außerhalb digitaler Systeme, können nicht per Mausklick eingefroren werden und bewahren ihren Wert unabhängig von staatlichen Eingriffen. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.
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