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Kettner Edelmetalle
19.02.2026
10:29 Uhr

Tödlicher Angriff auf rechten Aktivisten in Lyon: Linksextreme Verstrickungen reichen bis ins französische Parlament

Was sich zunächst wie ein tragischer Einzelfall darstellte, entwickelt sich zunehmend zu einem politischen Skandal, der die französische Linke in ihren Grundfesten erschüttert. Nach dem tödlichen Überfall auf den rechten Aktivisten Quentin Deranque in Lyon wurde nun ein zweiter parlamentarischer Mitarbeiter des Linkspartei-Abgeordneten Raphaël Arnaut festgenommen. Die Zahl der Inhaftierten ist damit auf elf gestiegen – und die Frage, wie tief die Verbindungen zwischen linksextremer Gewalt und dem politischen Establishment tatsächlich reichen, wird mit jedem Tag drängender.

Ein junger Mann stirbt – und die Politik duckt sich weg

Quentin Deranque wurde am vergangenen Donnerstag mutmaßlich von einer Gruppe Linksextremisten angegriffen. Er erlag später im Krankenhaus einer schweren Hirnblutung. Der junge Mann hatte als Sicherheitskraft für die islamkritische Frauengruppierung Némésis gearbeitet, die gegen einen Auftritt der LFI-Politikerin Rima Hassan protestierte. Hassan gilt als antiisraelische Hardlinerin, die in der Vergangenheit den Terror der radikalislamischen Hamas legitimiert haben soll. Ein Umfeld also, das bereits für sich genommen Fragen aufwirft.

Doch es kommt noch schlimmer. Der Angriff soll nach Angaben von Némésis von Personen aus dem Umfeld der mittlerweile offiziell aufgelösten, aber offenbar keineswegs inaktiven LFI-nahen Gruppierung „La Jeune Garde" ausgegangen sein. Eine „junge Garde", die ihrem martialischen Namen offenbar alle Ehre macht.

Zwei Mitarbeiter eines Abgeordneten – beide im Visier der Ermittler

Bereits wenige Tage nach der Tat war mit Jacques-Élie Favrot ein erster parlamentarischer Mitarbeiter des LFI-Abgeordneten Arnaut in Gewahrsam genommen worden. Nun folgte die Festnahme von Robin Chalendard, der im parlamentarischen Betrieb auch unter dem Namen Robin Michel geführt werde. Beide sollen der Gruppierung „La Jeune Garde" angehört haben. Chalendard zähle zwar nicht zum Kreis der Hauptverdächtigen, werde aber wegen möglicher Beihilfe vernommen – ein Umstand, der die Brisanz des Falls keineswegs mindert.

Man stelle sich nur einen Moment lang das mediale Erdbeben vor, das losbrechen würde, wenn zwei Mitarbeiter eines rechten Abgeordneten in einen tödlichen Angriff auf einen linken Aktivisten verwickelt wären. Die Schlagzeilen würden wochenlang nicht abreißen, Sondersendungen würden das Programm dominieren, und Verbotsforderungen wären schneller auf dem Tisch als man „Doppelmoral" buchstabieren kann.

Die „moralische Mitverantwortung" – ein Euphemismus der Extraklasse

Regierungssprecherin Maud Bregeon sprach kurz nach der Tat mit Blick auf die kämpferische Rhetorik der Partei La France insoumise lediglich von einer „moralischen Mitverantwortung". LFI wies selbst diese vorsichtig formulierten Vorwürfe vehement zurück. Doch angesichts der Tatsache, dass nun gleich zwei parlamentarische Mitarbeiter eines einzigen Abgeordneten in die Ermittlungen verstrickt sind, wirkt diese Zurückhaltung geradezu grotesk. Von „moralischer Mitverantwortung" zu sprechen, wenn das eigene Personal mutmaßlich an einem tödlichen Angriff beteiligt war, ist ein Euphemismus, der seinesgleichen sucht.

Ein Muster, das auch Deutschland kennt

Der Fall in Frankreich sollte auch hierzulande aufhorchen lassen. Denn das Muster ist bekannt: Linksextreme Gewalt wird verharmlost, relativiert oder schlicht ignoriert, während jede noch so marginale Verfehlung im rechten Spektrum zum Staatsnotstand aufgeblasen wird. In Deutschland erleben wir seit Jahren eine ähnliche Schieflage. Während der Verfassungsschutz seine Ressourcen auf die Beobachtung demokratisch legitimierter Parteien konzentriert, gedeihen linksextreme Netzwerke weitgehend unbehelligt.

Die Gewalt gegen Andersdenkende – ob in Lyon oder in deutschen Städten – ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis einer politischen Kultur, die jahrelang mit zweierlei Maß gemessen hat. Wenn Parteien wie LFI oder ihre ideologischen Verwandten in Deutschland eine Rhetorik pflegen, die den politischen Gegner zum Feind erklärt, dann darf man sich nicht wundern, wenn irgendwann die Fäuste fliegen. Oder Schlimmeres.

Der Tod von Quentin Deranque ist eine Mahnung. Eine Mahnung daran, dass politische Gewalt von links kein Randphänomen ist, sondern ein systemisches Problem, das bis in die Parlamente hineinreicht. Es bleibt zu hoffen, dass die französische Justiz diesem Fall mit der gebotenen Konsequenz nachgeht – und dass auch in Deutschland endlich ein Umdenken stattfindet. Denn wer bei linksextremer Gewalt beide Augen zudrückt, macht sich mitschuldig an der Erosion unserer demokratischen Grundordnung.

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