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Kettner Edelmetalle
14.06.2026
21:50 Uhr

Tank-Schock am Zapfhahn: Wenn der Sprit zum Luxusgut wird und der Bürger das Auto stehen lässt

Tank-Schock am Zapfhahn: Wenn der Sprit zum Luxusgut wird und der Bürger das Auto stehen lässt

Es ist ein stiller Aufschrei, der sich nicht auf den Straßen, sondern in den Garagen und Carports Deutschlands abspielt. Während die Politik weiterhin von Mobilitätswende und ach so wunderbaren Klimazielen schwärmt, treffen die Realitäten den Normalbürger dort, wo es am meisten schmerzt: an der Zapfsäule. Eine aktuelle Erhebung der Teambank fördert nun zutage, was viele längst am eigenen Geldbeutel spüren – nahezu ein Drittel der deutschen Autofahrer lässt das eigene Fahrzeug inzwischen häufiger stehen, weil die Spritpreise schlicht nicht mehr zu stemmen sind.

Die junge Generation trifft es besonders hart

Besonders bitter: Bei den unter 30-Jährigen verzichten laut Umfrage sogar 35 Prozent öfter auf das Auto. Wer einmal mit jungen Berufstätigen oder Pendlern spricht, dem dürfte klar sein, was das bedeutet. Es geht hier nicht um luxuriöse Wochenendausflüge, sondern um Mobilität im Alltag – um den Weg zur Arbeit, zur Ausbildung, zum Einkauf. Wenn ausgerechnet jene, die ohnehin am Anfang ihres Berufslebens stehen, sich das Tanken nicht mehr leisten können, dann läuft in diesem Land etwas gewaltig schief.

Für die repräsentative Erhebung befragte das Marktforschungsinstitut YouGov über 3.000 Menschen. Das Ergebnis ist eindeutig: 41 Prozent berichten, dass ihre frei verfügbaren Mittel nach Abzug der Fixkosten wie Miete und Strom innerhalb der vergangenen zwölf Monate spürbar geschrumpft seien.

Spritpreis als Gradmesser der gefühlten Inflation

Teambank-Chef Christian Polenz bringt es auf den Punkt. Die Spritpreise seien für viele Menschen der Gradmesser ihrer ganz persönlichen Inflation – und dieser Gradmesser schlage gerade kräftig aus, so der Bankchef. Auslöser sei unter anderem die Eskalation im Nahen Osten, der jüngste Krieg gegen den Iran, der die ohnehin angespannten Energiemärkte weiter aufschäumen lasse.

Spritpreise sind für viele Menschen der Gradmesser ihrer persönlichen Inflation – und dieser Gradmesser schlägt gerade aus.

Doch ehrlich gefragt: Ist der Iran-Krieg wirklich der alleinige Schuldige? Wer in Deutschland an der Zapfsäule steht und auf die Anzeige starrt, der zahlt vor allem eines – Steuern. Energiesteuer, CO2-Abgabe, Mehrwertsteuer auf die Steuer obendrauf. Der Staat verdient an jedem Liter prächtig mit, während er gleichzeitig den Bürger mit moralischen Appellen zum Verzicht erzieht. Die hausgemachte Belastung durch eine ideologisch getriebene Energie- und Klimapolitik wird in solchen Debatten gerne unter den Teppich gekehrt.

Wo gespart wird, wenn das Geld knapp wird

Aufschlussreich ist auch, wo die Menschen den Rotstift ansetzen würden. Auf die Frage, an welcher Stelle sie am ehesten 100 Euro im Monat einsparen würden, nennt jeder fünfte Befragte den Bereich Auto, Kraftstoff und Kfz-Versicherung. Bei den über 50-Jährigen ist die Sparbereitschaft in diesem Segment seit September 2025 um ganze sechs Prozentpunkte gestiegen – der deutlichste Anstieg über alle Altersgruppen hinweg.

Was uns diese Zahlen erzählen, ist eine Geschichte des schleichenden Wohlstandsverlusts. Das Auto, jahrzehntelang Inbegriff von Freiheit und Selbstbestimmung in diesem Land, wird zum Verzichtsobjekt. Nicht aus Überzeugung, sondern aus blanker Not. Und während Berlin sich für die vermeintlich gelungene Mobilitätswende auf die Schulter klopft, bezahlt der kleine Mann die Zeche.

Sachwerte als Schutz vor der schleichenden Geldentwertung

Wer die Inflation nicht nur an der Zapfsäule, sondern in der gesamten Lebenshaltung spürt, der stellt sich zu Recht die Frage, wie sich das eigene Vermögen überhaupt noch bewahren lässt. Wenn das Papiergeld an Kaufkraft verliert und der Staat immer neue Schuldenberge auftürmt – man denke nur an das 500-Milliarden-Sondervermögen –, dann gewinnen physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährter Anker zunehmend an Bedeutung. Sie haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie Krisen, Kriege und Geldentwertungen überdauern. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögensportfolio bieten sie genau jene Stabilität, die Papierwährungen in unsicheren Zeiten vermissen lassen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig ausreichend zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung. Bei finanziellen Fragen sollten Sie gegebenenfalls fachkundigen Rat einholen.

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