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Kettner Edelmetalle
20.01.2026
16:09 Uhr

Taiwans Rekordaufträge: Symptom einer gefährlichen KI-Blase?

Taiwans Rekordaufträge: Symptom einer gefährlichen KI-Blase?

Die Zahlen klingen beeindruckend, fast schon berauschend: 743,73 Milliarden Dollar an Exportaufträgen verzeichnete Taiwan im vergangenen Jahr – ein historischer Rekord. Der Anstieg von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr wird nahezu ausschließlich dem unstillbaren Hunger nach Künstlicher Intelligenz zugeschrieben. Doch während die Börsen jubeln und Analysten von einer goldenen Zukunft schwärmen, drängt sich eine unbequeme Frage auf: Erleben wir hier den Beginn einer nachhaltigen technologischen Revolution – oder die Vorboten einer gewaltigen Spekulationsblase?

Euphorie ohne Grenzen: Die Zahlen im Detail

Allein im Dezember explodierten die Bestellungen um 43,8 Prozent – weit über den ohnehin optimistischen Erwartungen der Analysten, die lediglich mit 36,3 Prozent gerechnet hatten. Es war bereits der elfte monatliche Anstieg in Folge. Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC, gewissermaßen das Herzstück der globalen Halbleiterindustrie, vermeldete einen Gewinnsprung von 35 Prozent im vierten Quartal. Das taiwanische Wirtschaftsministerium rechnet damit, dass sich diese Dynamik bis weit ins Jahr 2026 fortsetzen könnte.

Besonders bemerkenswert: Die Aufträge für Telekommunikationsprodukte schossen um sagenhafte 88,1 Prozent in die Höhe. Elektronische Produkte verzeichneten ein Plus von 39,9 Prozent. Die Bestellungen aus den USA stiegen um 55,3 Prozent, aus Europa um 47 Prozent. Selbst China, trotz aller geopolitischen Spannungen, erhöhte seine Nachfrage um 15 Prozent.

Historische Parallelen: Haben wir nichts gelernt?

Wer sich an die Dotcom-Blase der späten 1990er Jahre erinnert, dem dürfte bei diesen Zahlen ein kalter Schauer über den Rücken laufen. Auch damals wurden Technologieunternehmen mit Bewertungen überhäuft, die jeglicher wirtschaftlicher Realität spotteten. Das Narrativ war ähnlich verlockend: Eine neue Ära bricht an, die alten Regeln gelten nicht mehr, wer jetzt nicht investiert, verpasst den Anschluss. Das Ende ist bekannt – Billionen an Börsenwert lösten sich in Luft auf.

Die aktuelle KI-Euphorie weist beunruhigende Parallelen auf. Unternehmen investieren Milliarden in KI-Infrastruktur, ohne dass klar wäre, ob und wann sich diese Investitionen jemals rentieren werden. Die Nachfrage nach Hochleistungschips ist real, keine Frage. Doch die Frage, ob die darauf aufbauenden Geschäftsmodelle tatsächlich die prognostizierten Gewinne abwerfen werden, bleibt weitgehend unbeantwortet.

Geopolitische Risiken als Brandbeschleuniger

Als wäre die wirtschaftliche Unsicherheit nicht genug, schwebt über Taiwan das Damoklesschwert eines möglichen Konflikts mit China. Peking betrachtet die Insel als abtrünnige Provinz und schließt eine militärische Eroberung nicht aus. Das Berliner Mercator Institut für Chinastudien warnt eindringlich vor den Konsequenzen auch für Deutschland: Die Straße von Taiwan gehört zu den wichtigsten Wasserstraßen für die globale Containerschifffahrt. Ein Konflikt würde weltweite Lieferketten unterbrechen – mit verheerenden Folgen für die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft.

Tausende deutsche Unternehmen sind in China präsent, Hunderte in Taiwan. Sie alle wären im Ernstfall von massiven Unterbrechungen ihrer Geschäftstätigkeit betroffen. Die Abhängigkeit von taiwanischen Chips ist dabei besonders kritisch: Ohne TSMC stünden weite Teile der globalen Elektronik- und Automobilindustrie still.

Die Stimme der Vernunft: Gold als Stabilitätsanker

In Zeiten derartiger Unsicherheit – ob nun durch platzende Spekulationsblasen oder geopolitische Konflikte – erweist sich physisches Edelmetall einmal mehr als verlässlicher Stabilitätsanker. Während digitale Vermögenswerte und Technologieaktien dramatischen Schwankungen unterliegen können, hat Gold über Jahrtausende seinen Wert bewahrt. Eine Beimischung physischer Edelmetalle zu einem breit gestreuten Anlageportfolio erscheint angesichts der aktuellen Risiken mehr als sinnvoll.

„Jegliche politische, wirtschaftliche oder sogar militärische Eskalation in der Region und speziell um Taiwan könnte der deutschen Wirtschaft erheblich schaden."

Diese Warnung des Mercator Instituts sollte jeden Anleger zum Nachdenken anregen. Die KI-Revolution mag real sein – doch die Bewertungen, die derzeit aufgerufen werden, könnten sich als gefährliche Illusion erweisen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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