Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
09.04.2026
05:36 Uhr

Super El Niño und Iran-Krieg: Doppelschlag droht die globalen Lebensmittelpreise zu explodieren

Während die Welt gebannt auf die geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten starrt, braut sich am Horizont eine zweite, nicht minder bedrohliche Krise zusammen. Meteorologen warnen vor einem außergewöhnlich starken El-Niño-Ereignis, das sich in der zweiten Jahreshälfte 2026 formieren könnte – und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Folgen des Iran-Krieges bereits Düngemittel- und Energiepreise in schwindelerregende Höhen getrieben haben. Die Kombination beider Faktoren könnte eine Nahrungsmittelkrise auslösen, wie sie die Welt seit dem Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine nicht mehr erlebt hat.

Was ein „Super El Niño" bedeutet – und warum er diesmal besonders gefährlich wäre

El Niño – auf Spanisch „der kleine Junge" – bezeichnet die natürliche Erwärmung der Meeresoberflächentemperaturen im tropischen Ostpazifik, die alle paar Jahre auftritt. Von einem El Niño spricht man offiziell, wenn die Wassertemperaturen dort mindestens 0,5 Grad Celsius über dem langfristigen Durchschnitt liegen. Ein sogenannter „Super El Niño" hingegen – eine Kategorie, die wissenschaftlich nicht formell definiert ist – beschreibt eine Phase, in der die Temperaturen um mindestens 2 Grad Celsius über dem Normalwert liegen. Die Folgen sind verheerend: Dürren in Südostasien und Australien, Überschwemmungen in Südamerika, Ernteausfälle rund um den Globus.

US-amerikanische Meteorologen schätzen die Wahrscheinlichkeit eines starken El-Niño-Ereignisses im Zeitraum Oktober bis Dezember derzeit auf eins zu drei. Europäische Klimamodelle gehen sogar von einer noch höheren Wahrscheinlichkeit eines sehr starken oder „Super El Niño" aus – wenngleich die sogenannte Frühjahrsbarriere solche Prognosen mit erheblicher Unsicherheit behaftet.

Der Iran-Krieg als Brandbeschleuniger

Die geopolitische Lage könnte kaum ungünstiger sein. Seit die USA und Israel am 28. Februar Luftangriffe auf den Iran gestartet haben, ist der Schiffsverkehr durch die strategisch lebenswichtige Straße von Hormus praktisch zum Erliegen gekommen. Dieser schmale Wasserweg zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt – rund ein Drittel des globalen Seetransports von Düngemitteln passiert normalerweise diese Meerenge.

Die Konsequenzen sind bereits jetzt dramatisch spürbar. Öl- und Gaspreise sind in die Höhe geschossen, und mit ihnen die Kosten für Düngemittel, deren Herstellung extrem energieintensiv ist. Erdgas wird zur Produktion wichtiger chemischer Grundstoffe benötigt – steigt der Gaspreis, steigt unweigerlich auch der Preis für Stickstoffdünger. Und das ausgerechnet zu Beginn der amerikanischen Pflanzsaison, was bei US-Farmern die Alarmglocken schrillen lässt.

Zwar begrüßten Weltpolitiker Mitte der Woche die Ankündigung eines vorübergehenden Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran. Doch Experten warnen, dass dieses Abkommen keinen klaren Weg zum Frieden biete und die durch wochenlange Angriffe verursachten Störungen langfristige Auswirkungen haben würden.

Kakao, Reis, Zucker – die Preistreiber von morgen

Besonders anfällig für die Auswirkungen eines El Niño sind Rohstoffe wie Kakao, Speiseöle, Reis und Zucker. Darüber hinaus bestehen erhebliche Risiken für tropische Produkte wie Bananen, Tee, Kaffee, Schokolade und sojabasiertes Fleisch. Länder wie Indien, Australien, Brasilien und Argentinien wären aus unterschiedlichen Gründen besonders stark betroffen. Die Europäische Union warnte bereits Anfang des Monats, dass ein El-Niño-Ereignis im nordwestlichen Äthiopien, im Südsudan und im Sudan trockene Bedingungen verursachen könnte, die ein „erhebliches Risiko für die landwirtschaftliche Hauptsaison" darstellten.

Hungersnot als reale Gefahr

Die Zahlen des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) lesen sich wie ein Albtraum. Die Zahl der von Ernährungsunsicherheit betroffenen Menschen könnte demnach Niveaus erreichen, wie sie zuletzt zu Beginn der russischen Vollinvasion in die Ukraine Anfang 2022 verzeichnet wurden. Sollte der Iran-Krieg über den Juni hinaus andauern und die Ölpreise über 100 Dollar pro Barrel verharren, könnte die Zahl der akut hungernden Menschen um 45 Millionen ansteigen – zusätzlich zu den bereits 318 Millionen Menschen weltweit, die schon jetzt unter Ernährungsunsicherheit leiden.

„Ich war wegen Russland-Ukraine in Bezug auf die Lebensmittelinflation nicht wirklich besorgt. Diesmal bin ich deutlich besorgter – wegen der Auswirkungen auf Stickstoff, Düngemittelproduktion und -verfügbarkeit."

So die unmissverständliche Einschätzung eines Co-Portfoliomanagers für globale Rohstoffstrategien bei einem internationalen Vermögensverwalter. Und weiter: Sollten zwei negative Faktoren wie der Iran-Krieg und ein starker El Niño zusammentreffen, „könnte es wirklich hart werden".

Deutschland im Auge des Sturms

Was bedeutet das alles für den deutschen Verbraucher? Die Antwort ist so einfach wie beunruhigend: steigende Lebensmittelpreise, und zwar deutlich. Die Lebensmittelkosten werden, wie ein Analyst treffend formulierte, „von beiden Seiten in die Zange genommen" – durch Klimaextreme, die die Produktion in wichtigen Anbauregionen stören, und durch ein Ernährungssystem, das nach wie vor von fossilen Brennstoffen abhängig sei und daher Preisspitzen bei Gas, Düngemitteln, Transport und Verpackung ausgesetzt bleibe.

Für ein Land wie Deutschland, das ohnehin unter einer schleichenden Inflation leidet und dessen neue Bundesregierung unter Friedrich Merz gerade ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg gebracht hat – finanziert durch Schulden, die kommende Generationen belasten werden –, sind das keine guten Nachrichten. Die Kaufkraft der Bürger wird weiter erodieren, während die Politik sich in ideologischen Debatten über Klimaneutralität bis 2045 verliert, statt pragmatische Lösungen für die drängenden Probleme der Gegenwart zu finden.

Gold als Schutzschild gegen die Inflation

In Zeiten, in denen geopolitische Krisen und Naturphänomene die Preise für Grundnahrungsmittel in die Höhe treiben und die Kaufkraft des Geldes schwindet, erweist sich einmal mehr die zeitlose Weisheit einer Absicherung durch physische Edelmetalle als vorausschauend. Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg ihren Wert bewahrt – unabhängig davon, ob El Niño tobte, Kriege wüteten oder Regierungen die Notenpresse anwarfen. Wer sein Vermögen breit streuen und gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Welt absichern möchte, sollte physische Edelmetalle als festen Bestandteil seines Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen