
Strompreis-Schock: Deutschland zahlt fast viermal so viel wie Frankreich – die bittere Quittung für den Atomausstieg
Was jahrelang von Kritikern prophezeit und von der politischen Klasse als Panikmache abgetan wurde, ist nun in nackten Zahlen an der Strombörse ablesbar: Deutschland steuert sehenden Auges in eine Strompreiskatastrophe, die ihresgleichen sucht. An der Leipziger Strombörse EEX wurden Mai-Kontrakte zuletzt bei 86,80 Euro je Megawattstunde gehandelt. In Frankreich? Gerade einmal 22,06 Euro. Man muss kein Mathematikprofessor sein, um zu erkennen, dass hier etwas fundamental schiefläuft.
Ein Preisabstand, der Bände spricht
Fast das Vierfache dessen, was der französische Nachbar für seinen Strom bezahlt – das ist keine statistische Anomalie, kein vorübergehender Ausreißer. Es ist die logische Konsequenz einer Energiepolitik, die ideologische Wunschvorstellungen über physikalische und ökonomische Realitäten gestellt hat. Während Frankreich seine Stromversorgung auf dem soliden Fundament der Kernenergie aufgebaut hat und diese durch erneuerbare Quellen ergänzt, hat Deutschland seinen gesamten Kernkraftwerkspark im April 2023 abgeschaltet – mitten in einer Energiekrise, wohlgemerkt.
Der unmittelbare Auslöser für die jüngste Preisexplosion ist die dramatische Eskalation im Nahen Osten, die massive Auswirkungen auf die globale Gasversorgung hat. Doch dieser geopolitische Schock trifft auf ein deutsches Stromsystem, das seit dem Atomausstieg verwundbarer ist als je zuvor. Es ist, als hätte man einem Patienten erst das Immunsystem zerstört und wundere sich dann, dass ihn jede Erkältung niederstreckt.
Die strukturelle Achillesferse des deutschen Strommarkts
Das Problem ist so simpel wie verheerend: Wind und Sonne liefern zwar inzwischen beachtliche Strommengen – aber eben nicht dann, wenn man sie am dringendsten braucht. Abends, wenn die Sonne untergeht und der Wind nachlässt, klafft eine gewaltige Lücke in der Erzeugung. Diese Lücke müssen Gas- und Kohlekraftwerke füllen. Und genau hier schlägt die Verteuerung fossiler Brennstoffe mit voller Wucht durch.
Yiannis Papamikrouleas, Handelschef bei DEPA Commercial SA, brachte es auf den Punkt: Der Trend sei bereits vorhanden gewesen, die aktuelle geopolitische Prämie beschleunige und verstärke ihn lediglich. Mit anderen Worten: Die Krise hat das Problem nicht geschaffen – sie hat es nur schonungslos offengelegt.
Kohle als letzter Strohhalm?
In ihrer Not versuchen deutsche Versorger, die Erzeugung teilweise von importiertem Gas zurück auf Kohle zu verlagern. Doch auch dieser Ausweg erweist sich zunehmend als Sackgasse. Im Zuge des politisch gewollten Kohleausstiegs wurden bereits so viele Kraftwerke stillgelegt, dass der verbleibende Spielraum erschreckend gering ist. Man hat sich systematisch aller Alternativen beraubt – und steht nun mit leeren Händen da.
Dass die Bundesregierung unter Friedrich Merz nun ernsthaft erwägt, Kohlekraftwerke aus der Reserve zurückzuholen oder sogar stillgelegte Blöcke zu reaktivieren, spricht Bände über den Ernst der Lage. Was politisch als überwunden galt, wird plötzlich wieder zur Option. Die Realität hat die Ideologie eingeholt – wie so oft mit erheblicher Verspätung und zu einem Preis, den am Ende der Bürger zahlt.
Frankreich profitiert doppelt
Zusätzlich verschärft wird die Situation durch Netzengpässe an den europäischen Grenzen. Der französische Netzbetreiber RTE hat in früheren Frühjahrsphasen grenzüberschreitende Stromflüsse im Osten begrenzt. Die Folge: Überschüsse bleiben in Frankreich und drücken dort die Preise, während in den Nachbarstaaten – allen voran Deutschland – billiger Importstrom fehlt und die Kosten weiter steigen. Ein Mechanismus, der den ohnehin grotesken Preisabstand noch weiter aufbläht.
Der Rekordabstand beim Mai-Strompreis ist daher weit mehr als eine abstrakte Börsennotiz. Er markiert eine neue Eskalationsstufe der europäischen Energiekrise und stellt eine existenzielle Bedrohung für den Industriestandort Deutschland dar. Energieintensive Unternehmen, die bereits unter den hohen Energiekosten ächzen, dürften sich ernsthaft fragen, ob eine Produktion in Deutschland noch wirtschaftlich tragbar ist.
Die Zeche zahlt der Bürger
Und natürlich trifft es am Ende wieder den normalen Bürger. Höhere Strompreise an der Börse schlagen mit Verzögerung auf die Endkundenpreise durch. In einem Land, in dem die Energiekosten ohnehin zu den höchsten in Europa gehören, ist das eine weitere Belastung für Millionen von Haushalten, die bereits jetzt jeden Euro zweimal umdrehen müssen.
Es wäre an der Zeit, dass die politisch Verantwortlichen endlich die Konsequenzen aus diesem energiepolitischen Desaster ziehen. Der Atomausstieg war ein historischer Fehler – das zeigen die Zahlen an der Strombörse mit einer Deutlichkeit, die keinen Interpretationsspielraum mehr lässt. Frankreich macht vor, wie es geht. Deutschland sollte den Mut aufbringen, aus ideologischen Sackgassen umzukehren, statt immer tiefer in sie hineinzulaufen.
In Zeiten derartiger wirtschaftlicher Unsicherheit und galoppierender Energiekosten suchen viele Anleger nach Möglichkeiten, ihr Vermögen vor Kaufkraftverlust zu schützen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung in einem breit gestreuten Anlageportfolio darstellen.

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