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Kettner Edelmetalle
01.04.2026
16:45 Uhr

Straße von Hormus: USA und Iran verhandeln über Waffenstillstand – während Teherans Revolutionsgarden weiter feuern

Die geopolitische Lage im Persischen Golf spitzt sich in dramatischer Weise zu. Während Washington und Teheran offenbar hinter den Kulissen über einen möglichen Waffenstillstand verhandeln, hagelt es weiterhin Raketen auf Öltanker, Flughäfen und Militärbasen in der gesamten Region. Was sich derzeit im Nahen Osten abspielt, hat das Potenzial, die Weltwirtschaft in ihren Grundfesten zu erschüttern – und Europa schaut einmal mehr tatenlos zu.

Waffenstillstand gegen Öffnung der Meerenge?

Drei US-Beamte haben gegenüber dem Nachrichtenportal Axios bestätigt, dass zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran Gespräche über einen möglichen Deal stattfinden. Der Kern der Vereinbarung: Teheran würde die strategisch lebenswichtige Straße von Hormus wieder öffnen, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt. Im Gegenzug würden die USA ihre militärischen Operationen einstellen. Ob diese Gespräche direkt oder über Vermittler geführt werden, blieb unklar. Ebenso unsicher sei, ob überhaupt eine Einigung erzielt werden könne.

Präsident Trump hatte zuvor auf seiner Plattform Truth Social behauptet, der „neue Regime-Präsident" des Iran habe die USA um einen Waffenstillstand gebeten. Eine Behauptung, die gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert ist: Masoud Pezeshkian ist seit Juli 2024 iranischer Präsident – von einem „neuen" Staatsoberhaupt kann also keine Rede sein. Teherans Außenministerium wies die Darstellung denn auch umgehend und unmissverständlich zurück. Es gebe „keine Wahrheit" in Trumps Aussagen. Man akzeptiere keinen bloßen Waffenstillstand, sondern strebe ein „vollständiges Ende" des Krieges an.

Irans Oberster Führer bricht sein Schweigen – mit einer Kampfansage

Inmitten wilder Spekulationen über seinen Gesundheitszustand meldete sich der neue Oberste Führer Ayatollah Mojtaba Khamenei erstmals öffentlich zu Wort – allerdings nur schriftlich, über die Plattform X. Der 56-Jährige, der möglicherweise in den ersten Tagen der US-israelischen Angriffe verwundet wurde und seither nicht mehr persönlich in Erscheinung getreten ist, erklärte „nachdrücklich", dass die Politik der Islamischen Republik darin bestehe, den „Widerstand gegen den zionistisch-amerikanischen Feind" fortzusetzen. In einer separaten Erklärung lobte er die Hisbollah für ihre „Ausdauer, Standhaftigkeit und Geduld".

Von Friedensbereitschaft klingt das nicht. Und die Taten sprechen eine noch deutlichere Sprache: Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben erneut geschworen, mit „voller Intensität und Macht" weiterzukämpfen. Ihre jüngste Angriffswelle umfasste nach eigenen Angaben mehr als 100 schwere Raketen, Angriffsdrohnen und rund 200 kleinere Geschosse, die auf Ziele in Israel sowie auf US-Militärpositionen im Golf abgefeuert wurden.

Öltanker getroffen, Kuwaits Flughafen brennt – zum siebten Mal

Die Eskalation macht auch vor neutralen Staaten nicht halt. Am Mittwoch wurde ein von QatarEnergy gecharterter Öltanker in katarischen Gewässern von einer iranischen Marschflugkörper getroffen – nur 17 Seemeilen vor Ras Laffan, dem Standort der weltweit größten Gasanlage. Drei Raketen seien abgefeuert worden, zwei davon habe man abfangen können, die dritte traf die „Aqua 1". Verletzt wurde niemand, der Schaden blieb oberhalb der Wasserlinie. Doch die Botschaft ist unmissverständlich: Kein Schiff in dieser Region ist mehr sicher.

Seit Kriegsbeginn wurden laut der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO bereits 16 Angriffe auf Schiffe im Persischen Golf, der Straße von Hormus und dem Golf von Oman registriert. In Kuwait brach nach einem weiteren iranischen Angriff ein Großbrand an Treibstofftanks nahe dem internationalen Flughafen aus – es war bereits das siebte Mal, dass der Reiseknotenpunkt getroffen wurde. Beim letzten Mal benötigten die Löschkräfte über zwei Tage, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen.

Die Vereinigten Arabischen Emirate drängen an die Front

Eine besonders brisante Entwicklung zeichnet sich am Golf ab: Die Vereinigten Arabischen Emirate erwägen offenbar, als erstes Golfland direkt in den Krieg einzutreten. Laut dem Wall Street Journal drängt Abu Dhabi hinter den Kulissen auf eine Resolution des UN-Sicherheitsrats, die militärisches Handeln zur Öffnung der Straße von Hormus legitimieren würde. Gleichzeitig prüfe man eigene Beiträge – von Minenräumung bis hin zu logistischer und maritimer Unterstützung.

Doch die wahren Ambitionen reichen offenbar weiter. Golfquellen zufolge bringen die Emiratis eine weitaus aggressivere Idee ins Spiel: Die USA sollten strategische Inseln in der Meerenge besetzen, darunter Abu Musa – seit Jahrzehnten von Iran kontrolliert, aber von den VAE beansprucht. Kritiker merken allerdings an, dass die Realität hinter den Schlagzeilen nüchterner aussehe: Die VAE würden gerne amerikanische Soldaten in die Schusslinie schicken, während sie selbst „Unterstützungsdienste" leisteten. Ein Muster, das man aus der Region nur allzu gut kennt.

Trump erwägt NATO-Austritt – Europa in der Zuschauerrolle

Als wäre die Lage nicht bereits explosiv genug, hat Präsident Trump in einem Interview mit dem britischen Telegraph die NATO als „Papiertiger" bezeichnet und einen möglichen Austritt der USA aus dem Bündnis in Aussicht gestellt. Auf die Frage, ob er die amerikanische Mitgliedschaft überdenken würde, antwortete er: „Oh ja, ich würde sagen, das geht über ein Überdenken hinaus." Er sei wütend über die Weigerung der Verbündeten, sich an der Militärkampagne zur Öffnung der Straße von Hormus zu beteiligen.

Außenminister Marco Rubio sekundierte gegenüber Al Jazeera: Wenn die NATO nur bedeute, dass Amerika Europa verteidige, aber im Gegenzug nicht einmal Stützpunktrechte erhalte, sei das „keine gute Vereinbarung". All dies müsse „neu bewertet" werden.

Für Europa – und insbesondere für Deutschland – sollten diese Worte wie ein Alarmsignal wirken. Doch was tut die neue Große Koalition unter Friedrich Merz? Während die Welt in Flammen steht und die Energieversorgung Europas unmittelbar bedroht ist, beschäftigt man sich in Berlin lieber mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen und der Frage, wie man noch mehr Schulden auf künftige Generationen abwälzen kann. Die strategische Abhängigkeit Deutschlands von stabilen Energielieferungen scheint in der politischen Debatte bestenfalls eine Fußnote zu sein.

Ölpreis im Fieberwahn – und Gold glänzt heller denn je

Die Ölmärkte reagieren erwartungsgemäß nervös. Nach Trumps Waffenstillstands-Behauptung fielen die Preise zunächst, erholten sich aber rasch wieder – wohl angesichts der kriegerischen Rhetorik im zweiten Teil seiner Botschaft, in der er drohte, den Iran „zurück in die Steinzeit" zu bomben. Die Unsicherheit ist mit Händen zu greifen. Jeder Tanker, der durch die Straße von Hormus fährt, ist ein potenzielles Ziel. Jede Eskalation treibt die Energiepreise weiter nach oben – mit verheerenden Folgen für die ohnehin angeschlagene europäische Wirtschaft.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr der unschätzbare Wert physischer Edelmetalle als Krisenwährung. Während Aktienmärkte bei jeder neuen Schlagzeile zittern und Anleiherenditen von geopolitischen Schockwellen durchgeschüttelt werden, erweist sich Gold als das, was es seit Jahrtausenden ist: der ultimative sichere Hafen. Wer sein Vermögen in Zeiten globaler Instabilität schützen will, kommt an physischen Edelmetallen als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio kaum vorbei.

Diplomatie als Theaterstück?

Irans Außenminister Abbas Araghchi hat unterdessen erklärt, er habe „kein Vertrauen" in Gespräche mit Washington. Zwar seien Botschaften ausgetauscht worden, doch „Verhandlungen" fänden nicht statt. Das Pentagon verlegt derweil Tausende Marines, Spezialkräfte und Fallschirmjäger in die Region – nicht genug für eine vollständige Bodeninvasion, aber möglicherweise ausreichend für gezielte Operationen gegen iranische Inseln, darunter die strategisch bedeutsame Öl-Exportdrehscheibe Kharg Island.

Die Waffenstillstandsgespräche wirken vor diesem Hintergrund wie ein diplomatisches Schattentheater. Beide Seiten positionieren sich, drohen, dementieren – und feuern weiter. Die Welt hält den Atem an, während sich im Persischen Golf eine Krise entfaltet, deren Ausmaß und Konsequenzen noch kaum absehbar sind. Eines ist jedoch gewiss: Die Rechnung für diese Eskalation werden am Ende die Bürger zahlen – an der Tankstelle, bei der Heizkostenabrechnung und im Supermarkt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor Investitionsentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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