Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
06.03.2026
15:05 Uhr

Straße von Hormus: Katars Energieminister warnt vor globalem Wirtschaftskollaps

Was sich derzeit in der Golfregion abspielt, hat das Potenzial, die Weltwirtschaft in ihren Grundfesten zu erschüttern. Katars Energieminister Saad al-Kaabi hat in einem Interview mit der Financial Times eine unmissverständliche Warnung ausgesprochen: Der eskalierende Konflikt am Persischen Golf könnte die Volkswirtschaften der Welt in den Abgrund reißen. Kein diplomatisches Säuseln, keine beschwichtigenden Floskeln – sondern blanke Realität.

Die Straße von Hormus: Nadelöhr der Weltwirtschaft steht still

Die Brent-Rohöl-Futures steuern auf ihren größten Wochengewinn seit den ersten Tagen der Corona-Pandemie zu. Der Anstieg von über 21 Prozent übertrifft sogar den 20-prozentigen Preissprung zu Beginn des russisch-ukrainischen Krieges. Die amerikanisch-israelische Luftkampagne gegen den Iran hat den Golf in eine Energiekrise gestürzt, den kommerziellen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus praktisch zum Erliegen gebracht und Teile der regionalen Öl- und Gasproduktion lahmgelegt.

Satellitenbilder des Schiffsverkehrs in der Meerenge zeigen ein erschreckendes Bild: Wo normalerweise ein stetiger Strom von Tankern die wichtigste Energieader der Welt passiert, herrscht gähnende Leere. Man muss sich das vor Augen führen – durch diese schmale Wasserstraße fließt ein erheblicher Teil der globalen Ölversorgung. Wenn dieser Kanal verstopft wird, gerät das gesamte Räderwerk der Weltwirtschaft ins Stocken.

Force Majeure: Wenn Exporteure die Notbremse ziehen

Al-Kaabi ließ keinen Zweifel daran, was bevorsteht. Alle Exporteure in der Golfregion, die noch nicht höhere Gewalt erklärt hätten, würden dies in den kommenden Tagen tun müssen, sollte der Konflikt andauern. Wer dies nicht tue, riskiere erhebliche rechtliche Haftungsansprüche. Katar selbst – immerhin der zweitgrößte LNG-Produzent der Welt – wurde bereits Anfang der Woche gezwungen, Force Majeure zu erklären, nachdem Drohnenangriffe der iranischen Revolutionsgarden die Ras-Laffan-Anlage getroffen hatten.

„Dies wird die Volkswirtschaften der Welt zu Fall bringen. Wenn dieser Krieg noch einige Wochen andauert, wird das BIP-Wachstum weltweit beeinträchtigt. Die Energiepreise werden für alle steigen. Es wird Engpässe bei bestimmten Produkten geben und eine Kettenreaktion von Fabriken, die nicht mehr liefern können."

Worte, die man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte. Denn sie kommen nicht von irgendeinem Marktschreier, sondern vom Energieminister eines der wichtigsten Förderländer der Welt. Brent-Rohöl könnte nach seiner Einschätzung auf über 150 Dollar pro Barrel steigen. Zur Erinnerung: Der bisherige Höchststand lag bei knapp 140 Dollar im Jahr 2008 – und schon damals taumelte die Weltwirtschaft.

Vier Wochen bis zum totalen Kontrollverlust

Der Energieökonom Anas Alhajji zeichnete in einem Webinar mit UBS-Analysten ein noch düstereres Bild. Sein Hauptszenario: Sollte die Krise vier Wochen andauern, wäre die Lage „völlig außer Kontrolle". Selbst wenn China beginnen würde, seine strategischen Ölreserven freizugeben, bestehe die Gefahr, dass Peking gleichzeitig Exportbeschränkungen verhänge – was bedeuten würde, dass dieses Öl dem Weltmarkt entzogen bliebe.

Die Fragen, die Alhajji aufwirft, sind dabei von fundamentaler Bedeutung: Geht es bei diesem Konflikt tatsächlich nur um das iranische Atomprogramm? Oder verbirgt sich dahinter eine weitaus größere geostrategische Neuordnung, die China, Handelskriege, den Panamakanal, das Rote Meer, Venezuela, Syrien und sogar Grönland umfasst? Beobachten wir einzelne Konflikte innerhalb eines viel größeren KONFLIKTS, bei dem verschiedene Akteure die Situation opportunistisch für ihre eigenen Ziele ausnutzen?

Die Kettenreaktion hat bereits begonnen

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Diesel-Futures sind allein in dieser Woche um 40 Prozent gestiegen. Zentralbanken warnen bereits vor einem möglichen Inflationsschub. Goldman-Sachs-Analysten hatten schon zu Wochenbeginn vor Rohölpreisen von 100 Dollar pro Barrel gewarnt – eine Prognose, die angesichts der aktuellen Entwicklung fast schon konservativ erscheint.

Besonders besorgniserregend ist die Abhängigkeit Asiens – und insbesondere Chinas – vom Golf-Öl. Sollte der Konflikt andauern, könnte Peking ein Schock bevorstehen, der sich zu einer ausgewachsenen Finanzkrise auswachsen könnte. Und was China trifft, trifft über die globalen Lieferketten unweigerlich auch Europa und Deutschland.

Was bedeutet das für Deutschland und Europa?

Für Deutschland, dessen Wirtschaft ohnehin am seidenen Faden hängt, könnte diese Entwicklung zum perfekten Sturm werden. Eine Volkswirtschaft, die sich gerade erst mühsam von den Folgen der Energiekrise nach dem Ukraine-Krieg erholt – wenn man überhaupt von Erholung sprechen kann –, wird nun mit der nächsten Preisexplosion bei fossilen Energieträgern konfrontiert. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat mit ihrem 500-Milliarden-Sondervermögen bereits die Weichen für eine massive Neuverschuldung gestellt. Steigende Energiepreise würden die Inflation weiter anheizen und die ohnehin fragile wirtschaftliche Erholung zunichtemachen.

Alhajji betonte zudem, dass selbst bei einem sofortigen Ende der Kampfhandlungen eine Rückkehr zur Normalität mindestens zwei Monate dauern würde – allein aufgrund logistischer und technischer Probleme. Hinzu komme ein eklatanter Mangel an internationaler Kooperation: Jedes Land kämpfe für sich allein. Eine Erkenntnis, die wenig überrascht in einer Welt, in der Trumps Zollpolitik bereits tiefe Gräben zwischen den Handelspartnern gerissen hat.

Berichte über einen Angriff der iranischen Revolutionsgarden auf einen US-eigenen Öltanker nahe Kuwait deuten darauf hin, dass eine Deeskalation in weiter Ferne liegt. Die Weltwirtschaft steht möglicherweise vor ihrer schwersten Energiekrise seit den Ölpreisschocks der 1970er Jahre. Wer in solchen Zeiten nicht auf physische Edelmetalle als Absicherung setzt, hat aus der Geschichte nichts gelernt. Gold und Silber haben sich in jeder großen Krise als verlässlicher Wertspeicher bewährt – und die aktuelle Lage schreit geradezu nach einer soliden Absicherung des eigenen Vermögens.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jeder Leser ist angehalten, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Handlungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen