Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
03.03.2026
07:23 Uhr

Straße von Hormus: Droht der Welt ein Ölpreis-Schock historischen Ausmaßes?

Während die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten nach den US-Angriffen auf den Iran am Wochenende einen neuen Siedepunkt erreichen, richtet sich der bange Blick der Weltmärkte auf eine der verwundbarsten Engstellen des globalen Handels: die Straße von Hormus. Was dort geschieht – oder geschehen könnte – hat das Potenzial, die Weltwirtschaft in ihren Grundfesten zu erschüttern.

Die Achillesferse der globalen Energieversorgung

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Rund 13 Millionen Barrel Rohöl pro Tag passieren im Jahr 2025 diese schmale Meerenge zwischen dem Oman und dem Iran – das entspricht etwa 31 Prozent aller weltweiten Öltransporte auf dem Seeweg. Saudi-Arabien, der Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Iran selbst sind auf diese Route angewiesen, um ihre Exporte in die Welt zu bringen. Ein Nadelöhr, das zum Pulverfass werden könnte.

Bereits am Samstag berichtete Reuters, dass ein Vertreter der EU-Marinemission Aspides bestätigt habe, kommerzielle Schiffe hätten über Funk Warnungen der iranischen Revolutionsgarden empfangen: Kein Schiff dürfe die Straße von Hormus passieren. Teheran habe eine formelle Schließung der Wasserstraße zwar nicht offiziell bestätigt – doch allein die Drohung genügt, um die Nervosität an den Märkten in schwindelerregende Höhen zu treiben.

Analysten warnen vor dreistelligen Ölpreisen

Die Szenarien, die Energieexperten derzeit durchspielen, lesen sich wie ein Drehbuch für den wirtschaftlichen Ernstfall. Vandana Hari, Chefin der Energieforschungsfirma Vanda Insights, sprach von einem „vollumfänglichen militärischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran", dessen Verlauf unmöglich vorherzusagen sei. Sollte die Auseinandersetzung über Tage andauern und der Iran mit seinen Stellvertretern in vollem Umfang zurückschlagen, stünden die schlimmsten Szenarien für den Ölmarkt bevor – einschließlich einer massiven Unterbrechung der Ölflüsse durch den gesamten Nahen Osten.

Saul Kavonic, Leiter der Energieforschung bei MST Marquee, zeichnete ein noch düstereres Bild. Sollte der Iran die Straße von Hormus tatsächlich blockieren, könnte dies ein Szenario heraufbeschwören, das dreimal so schwerwiegend wäre wie das arabische Ölembargo und die iranische Revolution in den 1970er Jahren. Ölpreise im dreistelligen Bereich und LNG-Preise auf dem Rekordniveau von 2022 wären die Folge. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Brent-Rohöl schloss am Freitag bei 72,48 Dollar – und könnte sich im Extremfall mehr als verdoppeln.

Die entscheidende Frage: Wie lange dauert der Konflikt?

Bob McNally, Präsident der Rapidan Energy Group, der seinen Kunden bereits seit Wochen eine Konfliktwahrscheinlichkeit von 75 Prozent prognostiziert hatte, betonte, dass die Dauer der Auseinandersetzung der entscheidende Faktor sei. Ein kurzer, begrenzter Schlagabtausch würde die Märkte zwar erschüttern, aber verkraftbar bleiben. Eine wochenlange Eskalation hingegen, bei der Golf-Infrastruktur angegriffen und Tankerrouten dauerhaft blockiert würden, hätte katastrophale Konsequenzen für die globale Energieversorgung.

Andy Lipow von Lipow Oil Associates schätzte die Wahrscheinlichkeit des absoluten Worst-Case-Szenarios – eines Angriffs auf saudische Ölinfrastruktur gefolgt von einer vollständigen Schließung der Straße von Hormus – auf immerhin 33 Prozent. Der Iran könnte sich in die Enge getrieben fühlen und zu verzweifelten Maßnahmen greifen.

Europa und Deutschland: Besonders verwundbar

Was bedeutet das für Deutschland und Europa? Die Antwort ist so simpel wie beunruhigend: nichts Gutes. Eine Verdopplung oder gar Verdreifachung der Energiepreise würde die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft mit voller Wucht treffen. Die Inflation, die durch das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der neuen Bundesregierung bereits befeuert wird, könnte vollends außer Kontrolle geraten. Und während Berlin sich mit ideologisch motivierter Energiepolitik beschäftigt hat – Stichwort Atomausstieg und überhastete Energiewende –, rächt sich nun die strategische Kurzsichtigkeit vergangener Regierungen auf brutalste Weise.

Die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten aus politisch instabilen Regionen ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis jahrelanger politischer Fehlentscheidungen. Wer Kernkraftwerke abschaltet, heimische Gasförderung verteufelt und gleichzeitig auf Importe aus dem Nahen Osten setzt, der darf sich über die Konsequenzen nicht wundern.

Gold und Edelmetalle: Der sichere Hafen in stürmischen Zeiten

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Vermögenssicherung unverzichtbar sind. Geopolitische Krisen, explodierende Energiepreise und galoppierende Inflation – das ist exakt das Umfeld, in dem Gold und Silber ihre Stärke als krisenfeste Wertanlage ausspielen. Während Aktienmärkte bei jeder Eskalationsmeldung nervös zucken und Anleiherenditen von der Inflationsentwicklung zerrieben werden, bieten Edelmetalle jene Stabilität, die in einem zunehmend chaotischen Weltgeschehen dringend benötigt wird.

Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen, ob die Welt am Rande eines historischen Energieschocks steht – oder ob die Diplomatie doch noch einen Ausweg findet. Die Märkte jedenfalls bereiten sich auf das Schlimmste vor. Und wer klug ist, tut das auch.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen