Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
16.03.2026
12:39 Uhr

Straße von Hormus blockiert: Deutsche Chemieindustrie steht vor dem Abgrund

Während sich die geopolitische Lage im Nahen Osten weiter zuspitzt, erreichen die wirtschaftlichen Schockwellen nun mit voller Wucht die deutsche Industrie. Die Chemieindustrie – eine der tragenden Säulen des deutschen Wirtschaftsstandorts – schlägt Alarm. Und der Countdown tickt gnadenlos.

Sechs bis acht Wochen, dann wird es ernst

Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), bringt die Dramatik auf den Punkt: Was jetzt nicht mehr bestellt werden könne, werde in sechs bis acht Wochen fehlen. Der Iran-Krieg hat den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus – jene maritime Lebensader, durch die ein gewaltiger Teil des globalen Rohstoffhandels fließt – praktisch zum Erliegen gebracht. Lieferungen aus China benötigen in der Regel bis zu zwei Monate. Die Uhr tickt also bereits.

Für den deutschen Verbraucher sind die Auswirkungen längst spürbar. An den Zapfsäulen klettern Benzin- und Dieselpreise auf Rekordniveau. Doch das ist erst der Anfang. Fachleute gehen davon aus, dass die Preissteigerungen bald auch die Supermarktregale erreichen werden – eine Entwicklung, die Millionen Haushalte in einem ohnehin von Inflation geplagten Land zusätzlich belasten dürfte.

Eine Branche am Limit

Die Chemieindustrie befand sich bereits vor der Eskalation im Nahen Osten in einer desaströsen Verfassung. „Die Jahresbilanz der Chemie ist unterirdisch – Produktion, Umsatz und Preise sind im roten Bereich", so Große Entrup. Und nun kommt der Iran-Krieg als zusätzlicher Brandbeschleuniger hinzu. Der VCI warnt vor ernsten, zunehmenden Versorgungsengpässen bei essenziellen Rohstoffen wie Ammoniak, Phosphat, Helium und Schwefel. Erste Anzeichen für Störungen in den globalen Lieferketten seien bereits sichtbar.

Besonders dramatisch trifft es den Mittelstand – jenes Rückgrat der deutschen Wirtschaft, das ohnehin seit Jahren unter steigenden Energiekosten, bürokratischer Überregulierung und politischer Planlosigkeit ächzt. Die Signale aus den kleinen und mittleren Unternehmen seien „dramatisch", so der VCI-Chef. Es gehe längst nicht mehr nur um Preise, sondern um die schiere Verfügbarkeit von Rohstoffen.

Schwefel: Die Hälfte des Welthandels läuft durch die Krisenzone

Ein besonders eindrückliches Beispiel liefert der Rohstoff Schwefel, ein unverzichtbarer Grundstoff für die Düngemittelproduktion. Die Hälfte des weltweiten Seehandels mit Schwefel passiert die Straße von Hormus. Die Konsequenz liegt auf der Hand: Düngerpreise sind bereits deutlich gestiegen, und mit zunehmender Kriegsdauer dürfte sich die Lage weiter verschärfen. Hohe Kosten und fehlende Planungssicherheit bringen viele Unternehmen an den Rand ihrer Belastbarkeit. „Strategische Planung ist immer weniger möglich. Stattdessen fahren die Unternehmen auf Sicht", beschreibt Große Entrup die prekäre Situation.

China dreht den Hahn zu

Als wäre die Blockade der Straße von Hormus nicht genug, kommt eine weitere bedrohliche Entwicklung hinzu: China fährt seine Rohstoffexporte zurück. Die Volksrepublik, deren eigene Öl- und Gasversorgung zu einem erheblichen Teil ebenfalls über die Straße von Hormus läuft, priorisiert derzeit die Deckung des eigenen Bedarfs. Exporte wichtiger Rohstoffe würden laut VCI entweder gedrosselt oder ganz eingestellt.

Man muss sich diese Situation einmal vor Augen führen: Deutschland, das sich über Jahrzehnte in eine fatale Abhängigkeit von ausländischen Rohstofflieferanten manövriert hat, steht nun vor den Konsequenzen dieser strategischen Kurzsichtigkeit. Statt in Zeiten relativer Stabilität Vorsorge zu treffen, Lagerbestände aufzubauen und Lieferketten zu diversifizieren, hat die Politik lieber ideologische Projekte vorangetrieben. Die Quittung kommt jetzt – und sie wird teuer.

Ein Weckruf, der längst überfällig war

Die aktuelle Krise offenbart schonungslos, wie verwundbar der Industriestandort Deutschland geworden ist. Hohe Energiekosten, eine überbordende Bürokratie, eine marode Infrastruktur und nun auch noch gerissene Lieferketten – die Liste der Belastungsfaktoren wird immer länger. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der Herausforderung, nicht nur kurzfristig Schadensbegrenzung zu betreiben, sondern endlich die strukturellen Weichen für eine resilientere Wirtschaft zu stellen. Ob das mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen gelingt, das letztlich nichts anderes als neue Schulden auf Kosten künftiger Generationen darstellt, darf bezweifelt werden.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, Vermögenswerte zu besitzen, die nicht von fragilen Lieferketten, politischen Entscheidungen oder geopolitischen Verwerfungen abhängig sind. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als krisenfester Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn Inflation steigt, Währungen unter Druck geraten und die Weltwirtschaft ins Wanken kommt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wertvollen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen