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Kettner Edelmetalle
15.08.2026
15:59 Uhr
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Steuerhammer auf Zigaretten: „Dann blüht der Schwarzmarkt“

Steuerhammer auf Zigaretten: „Dann blüht der Schwarzmarkt“
Symbolbild: KI-generiert

Die neue Deutschland-Chefin von Philip Morris, Özlem Dikmen, warnt vor den Folgen der geplanten Tabaksteuer-Erhöhung. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Focus“ erklärte sie am Samstag, zu steile Preissprünge trieben die Raucher in den Schwarzmarkt. Gleichzeitig sagte die Managerin einen Satz, den man von einer Tabakmanagerin so nicht erwartet.

Die Zigaretten-Chefin, die keine Zigaretten mehr will

„Wir müssen den Menschen das Rauchen abgewöhnen“, sagte Dikmen dem Magazin. Und weiter: „Rauchen ist schädlich.“ Sie arbeite darauf hin, den Tag zu erleben, an dem die letzte Marlboro angezündet werde.

Sie hoffe sehr, dass dieser Tag komme, auch wenn die Zahlen das leider nicht zeigten – und schneller, als man heute glaube. Sie selbst habe früher geraucht, allerdings nur „als Sozialraucherin, beim Ausgehen“. Der Umstieg auf Tabakerhitzer sei ihr schwergefallen, weil sie lange den Geruch von echtem Tabak bevorzugt habe.

Klingbeils Griff in die Raucher-Tasche

Der Hintergrund ist handfest fiskalisch. Die Pläne von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sehen Berichten zufolge eine jährliche Anhebung um 40 Cent pro Schachtel bis 2030 vor – der Durchschnittspreis stiege damit von rund acht Euro auf knapp zwölf Euro. Auch die Spirituosensteuer soll demnach um 20 Prozent klettern.

Dem Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), reicht das noch nicht. Die Erhöhung dürfe nicht „so kleckerweise“ kommen, sagte er der „Rheinischen Post“. Er verwies auf 131.000 tabakbedingte Todesfälle jährlich und volkswirtschaftliche Kosten von rund 97 Milliarden Euro – denen etwa 15,6 Milliarden Euro Tabaksteuereinnahmen gegenüberstünden.

Wenn der Nachbar billiger ist

Dikmen widerspricht nicht grundsätzlich, fordert aber Maß: Steuern sollten „planbar, schrittweise und verhältnismäßig“ steigen. Deutschland sei schließlich keine Insel.

„Die Erfahrung lehrt: Steigen die Preise für Zigaretten zu steil, blüht der Schwarzmarkt.“

Ihre Zahlen sind bemerkenswert: 17 Prozent des hierzulande gerauchten Zigarettenvolumens stammten bereits heute aus dem Ausland. In Frankreich sei etwa jede zweite Zigarette illegal – mit organisierter Kriminalität, Drogenhandel und Problemen beim Jugendschutz im Schlepptau.

Bei erhitztem Tabak liege der Auslandsanteil laut Dikmen sogar bei 34 Prozent, vor allem aus Polen, Tschechien und Österreich. In einzelnen ostdeutschen Postleitzahlgebieten würden bis zu 90 Prozent der Sticks in Polen gekauft, in Berlin je nach Bezirk 43 bis 57 Prozent.

Erziehung per Steuerbescheid?

Streeck hatte zuvor öffentlich beklagt, von der Tabaklobby regelrecht verfolgt zu werden – er sprach von einer Art Stalking. Dikmen distanzierte sich: Das sei „sicher nicht mein Verständnis von Interessenvertretung“. Sie wolle Positionen transparent vertreten und würde sich über ein persönliches Gespräch mit Streeck freuen.

Bleibt die unbequeme Frage, die in Berlin selten gestellt wird: Geht es wirklich um Gesundheit – oder um Löcher im Haushalt? Eine Verbrauchsteuer, die vor allem Geringverdiener trifft, ist ein bequemes Instrument. Aus Sicht unserer Redaktion zeigt der Vorgang, wie schnell aus Fürsorge Bevormundung wird, während der Schmuggel über offene Grenzen fröhlich weiterläuft.

Wer sein Vermögen gegen den stetig wachsenden Zugriff des Staates und schleichenden Kaufkraftverlust absichern will, setzt traditionell auch auf physische Edelmetalle als Beimischung im breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser trifft seine Entscheidungen eigenverantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

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