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Kettner Edelmetalle
01.04.2026
18:45 Uhr

Steigende Benzinpreise als Damoklesschwert: US-Einzelhandel trotzt vorerst der Krise

Die amerikanischen Einzelhandelsumsätze legten im Februar so kräftig zu wie seit sieben Monaten nicht mehr – doch hinter den scheinbar robusten Zahlen lauert eine Gefahr, die Ökonomen zunehmend nervös macht. Der Krieg im Nahen Osten hat die globalen Ölpreise um mehr als 50 Prozent in die Höhe getrieben, und der durchschnittliche Benzinpreis an US-Tankstellen überschritt erstmals seit über drei Jahren die Marke von vier Dollar pro Gallone. Was das für die Weltwirtschaft und letztlich auch für den deutschen Verbraucher bedeutet, sollte niemanden kalt lassen.

Robuste Zahlen mit bitterem Beigeschmack

Das US-Handelsministerium meldete einen Anstieg der Einzelhandelsumsätze um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat – der stärkste Zuwachs seit Juli des Vorjahres. Autohäuser verzeichneten ein Plus von 1,2 Prozent, nachdem sie im Januar noch 0,7 Prozent eingebüßt hatten. Bekleidungsgeschäfte legten sogar um 2,0 Prozent zu, und der Online-Handel wuchs um 0,7 Prozent. Auf den ersten Blick also ein Bild wirtschaftlicher Stärke.

Doch der Teufel steckt im Detail. Ein erheblicher Teil des Umsatzanstiegs geht schlicht auf höhere Preise zurück – nicht auf gestiegenen Konsum. Die Benzinpreise kletterten bereits im Vorfeld des Nahostkonflikts, und die Umsätze an Tankstellen stiegen um 0,9 Prozent. Hinzu kommen die Auswirkungen von Trumps Zöllen, die Lebensmittel im Supermarkt verteuern. Der amerikanische Verbraucher zahlt also mehr, bekommt aber nicht unbedingt mehr dafür.

Steuerrückerstattungen als letzter Rettungsanker

Was die Konsumausgaben derzeit tatsächlich über Wasser hält, sind die üppigen Steuerrückerstattungen. Die durchschnittliche Erstattung lag bis zum 20. März satte 350 Dollar über dem Vorjahresniveau. Christopher Rupkey, Chefökonom bei FWDBONDS, brachte es auf den Punkt: Die Steuerrückerstattungen würden der Wirtschaft im ersten Quartal buchstäblich „den Speck retten". Aufgeblähte Konsumgüterpreise seien zumindest so lange erschwinglich, bis die Erstattungen aufgebraucht seien.

Eine bemerkenswert ehrliche Einschätzung, die zeigt, wie fragil das Fundament der amerikanischen Konjunktur in Wahrheit ist. Wenn eine Volkswirtschaft auf einmalige Steuerrückflüsse angewiesen ist, um den Konsum am Laufen zu halten, dann stimmt etwas Grundlegendes nicht.

Lieferketten unter Druck – Inflation auf dem Vormarsch

Parallel zu den Einzelhandelsdaten zeichnet der Industriesektor ein besorgniserregendes Bild. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg im März zwar auf 52,7 Punkte – den höchsten Stand seit August 2022 – und signalisiert damit weiterhin Expansion. Doch die Ursachen für den Anstieg sind alles andere als erfreulich. Der Index für Lieferzeiten schoss auf 58,9 Punkte hoch, was normalerweise auf eine boomende Nachfrage hindeutet. In diesem Fall jedoch spiegelt er vor allem gestörte Lieferketten wider – verursacht durch Schifffahrtsbeschränkungen in der Straße von Hormus und die Auswirkungen der Zollpolitik.

Die Konsequenzen sind bereits messbar: Der Preisindex für bezahlte Güter explodierte auf 78,3 Punkte – den höchsten Wert seit Juni 2022. Susan Spence, Vorsitzende des ISM-Umfragekomitees, berichtete, dass 64 Prozent aller Kommentare der befragten Unternehmen negativ ausgefallen seien. Rund 20 Prozent hätten Zölle als Problem benannt, etwa 40 Prozent den Krieg im Nahen Osten.

Inflation droht weiter zu steigen – Zinssenkungen in weiter Ferne

Die steigenden Produzentenpreise werden unweigerlich auf die Verbraucherpreise durchschlagen. Die Cleveland Federal Reserve prognostiziert für März einen Anstieg des Verbraucherpreisindex um 0,84 Prozent gegenüber dem Vormonat, was einer Jahresrate von 3,25 Prozent entspräche. Im Februar lag die Jahresinflation noch bei 2,4 Prozent. Ein derartiger Sprung wäre ein Schock für die Märkte – und ein Albtraum für die Federal Reserve, die ihren Leitzins zuletzt unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent beließ.

Einige Ökonomen gehen mittlerweile davon aus, dass die Fed in diesem Jahr überhaupt keine Zinssenkung mehr vornehmen wird. In ihren aktualisierten Projektionen erwarten die Notenbanker höhere Inflation und bestenfalls eine einzige Zinssenkung – allerdings erst 2026. Für Aktienanleger, die seit Monaten auf billigeres Geld spekulieren, ist das eine bittere Pille.

Was bedeutet das für Europa und Deutschland?

Die Entwicklungen jenseits des Atlantiks sollten auch hierzulande aufhorchen lassen. Steigende Ölpreise treffen Deutschland als exportabhängige Industrienation mit besonderer Härte. Die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft, die unter den Folgen einer verfehlten Energiepolitik und einer erdrückenden Bürokratie ächzt, kann sich weitere externe Schocks kaum leisten. Das von der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz geplante 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen mag als Investitionsprogramm gedacht sein – doch wenn gleichzeitig die Energiepreise durch geopolitische Konflikte explodieren, droht es zur reinen Schuldenfinanzierung zu verkommen, deren Zinslast kommende Generationen erdrückt.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig eine solide Vermögenssicherung ist. Während Aktienmärkte im März allein in den USA 3,2 Billionen Dollar an Wert verloren und der S&P 500 seinen stärksten Monatsrückgang seit einem Jahr verzeichnete, bewähren sich physische Edelmetalle als bewährter Krisenschutz. Gold und Silber kennen kein Gegenparteirisiko, keine Lieferkettenprobleme und keine Zollaufschläge. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen ergänzt, schafft sich ein Fundament, das auch den heftigsten geopolitischen Stürmen standhält.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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