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Kettner Edelmetalle
12.03.2026
12:03 Uhr

Starbucks-Gründer flieht nach Florida: Washingtons neue Reichensteuer vertreibt Milliardäre

Es ist ein Schauspiel, das sich in den Vereinigten Staaten mit geradezu ermüdender Regelmäßigkeit wiederholt – und doch jedes Mal aufs Neue die fundamentale Dummheit sozialistischer Steuerpolitik offenbart: Ein weiterer Milliardär kehrt seinem von Demokraten regierten Bundesstaat den Rücken. Diesmal ist es kein Geringerer als Howard Schultz, der legendäre Gründer und ehemalige CEO von Starbucks, der Washington State verlässt und nach Miami, Florida, übersiedelt.

Flucht im Schatten der Abstimmung

Das Timing könnte kaum entlarvender sein. Nur wenige Stunden nachdem das Repräsentantenhaus des Bundesstaates Washington eine neue Millionärssteuer verabschiedet hatte, verkündete der 72-jährige Schultz auf LinkedIn, dass er und seine Frau Sheri nach Südflorida ziehen würden – „für unser nächstes gemeinsames Abenteuer", wie er es diplomatisch formulierte. Man genieße den Sonnenschein und die Nähe zu den Kindern an der Ostküste, die dort ihre eigenen Familien gründeten. Eine rührende Begründung, die freilich niemanden täuschen dürfte.

Denn der wahre Grund hat einen Namen: SB 6346. Dieses Gesetz sieht vor, dass Einwohner mit einem Jahreseinkommen von über einer Million Dollar ab 2029 eine Steuer von 9,9 Prozent auf jeden darüber hinausgehenden Dollar entrichten müssen. Die Abstimmung im demokratisch kontrollierten Repräsentantenhaus fiel mit 51 zu 46 Stimmen denkbar knapp aus – nach einer Debatte, die sich über mehr als 24 Stunden hinzog. Der Gouverneur Bob Ferguson hat bereits angekündigt, das Gesetz unterzeichnen zu wollen.

Die Ironie der „Umverteilung"

Gouverneur Ferguson feierte den Beschluss auf der Plattform X als „historischen Fortschritt bei der Neuausrichtung unseres ungerechten Systems". Die geschätzten vier Milliarden Dollar an jährlichen Mehreinnahmen sollen dazu dienen, andere Steuern zu senken und den sogenannten Working Families Tax Credit auf rund 460.000 zusätzliche Haushalte auszuweiten. Klingt wunderbar – auf dem Papier.

Doch wer auch nur rudimentäre Kenntnisse der Wirtschaftsgeschichte besitzt, weiß, was als Nächstes passiert. Die Wohlhabenden gehen. Einer nach dem anderen. Und mit ihnen verschwinden die Steuereinnahmen, auf die man so großzügig spekuliert hat. Es ist das immer gleiche Muster: Erst werden die Reichen geschröpft, dann fliehen sie, und am Ende zahlt die Mittelschicht die Zeche. Frankreich hat diese bittere Lektion unter Präsident Hollande gelernt, als die berüchtigte 75-Prozent-Steuer einen regelrechten Exodus der Vermögenden auslöste. Gelernt hat die politische Linke daraus – nichts.

Seattle: Vom Technologie-Mekka zum urbanen Albtraum

Was Schultz in seinem höflichen Abschiedspost wohlweislich verschwieg, spricht Bände. Seattle, einst stolze Heimat von Starbucks, Amazon und Microsoft, hat sich unter jahrelanger progressiver Führung in eine Stadt verwandelt, die von offenen Drogenszenen, einer explodierenden Obdachlosenkrise und einer Fentanyl-Epidemie gezeichnet ist. Eine weiche Kriminalpolitik hat dafür gesorgt, dass sich ganze Straßenzüge in rechtsfreie Räume verwandelt haben. Schultz selbst lobte zwar pflichtschuldig die Menschen im pazifischen Nordwesten, die Starbucks zu einer Weltmarke gemacht hätten, und äußerte die „Hoffnung", dass Washington ein Ort für Unternehmertum und Wirtschaft bleiben möge. Doch seine Füße sprachen eine andere Sprache als seine Worte.

Florida und Tennessee: Die Gewinner des Steuer-Exodus

Schultz' geschätztes Vermögen beläuft sich laut Forbes auf rund 4,3 Milliarden Dollar. In Florida wird er davon deutlich mehr behalten können – der Sunshine State erhebt bekanntlich keine Einkommensteuer. Es ist kein Zufall, dass auch Starbucks als Unternehmen seinen Blick gen Südosten richtet: Erst kürzlich wurde bekannt, dass der Konzern seine Unternehmenspräsenz nach Nashville, Tennessee, ausweiten will. Auch Tennessee besticht durch ein unternehmerfreundliches Steuerklima. Die Konzernzentrale verbleibt zwar nominell in Seattle, doch die Richtung ist unmissverständlich.

Was wir hier beobachten, ist nichts weniger als eine stille Abstimmung mit den Füßen. Während progressive Politiker ihre Umverteilungsphantasien feiern, stimmen die Leistungsträger ab – indem sie gehen. Und man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass Schultz nicht der Letzte sein wird.

Eine Warnung auch für Deutschland

Für deutsche Beobachter sollte dieses Schauspiel ein mahnendes Beispiel sein. Auch hierzulande wird regelmäßig über Vermögensteuern, Reichensteuern und ähnliche Instrumente diskutiert. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen bereits die Weichen für eine massive Schuldenexpansion gestellt, deren Kosten über Generationen hinweg durch Steuern und Abgaben finanziert werden müssen. Wer glaubt, dass vermögende Deutsche nicht genauso reagieren würden wie Howard Schultz, der lebt in einer gefährlichen Illusion. Kapital ist mobil – und es geht dorthin, wo es respektiert wird.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und politischer Fehlsteuerung erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber zu den wenigen Anlageklassen gehören, die unabhängig von der Steuerpolitik einzelner Staaten ihren Wert bewahren. Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, tut gut daran, einen Teil davon in reale, greifbare Werte zu investieren, die keiner politischen Willkür unterliegen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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