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Kettner Edelmetalle
01.04.2026
05:49 Uhr

Spritpreise auf Jahreshoch: Tankstellen drehen vor neuer Preisregel noch kräftig an der Schraube

Was für ein Timing. Ausgerechnet in den Stunden vor dem Inkrafttreten der neuen Spritpreis-Bremse der Bundesregierung haben Deutschlands Tankstellen die Preise noch einmal kräftig nach oben geschraubt. Super E10 erreichte am Montag einen Tagesdurchschnittspreis von 2,087 Euro je Liter – der höchste Stand des gesamten Jahres. Diesel lag bei stolzen 2,295 Euro. Am Dienstagmorgen, wenige Stunden vor der Mitternachtsfrist, kletterten die Preisspitzen sogar auf 2,159 Euro für E10 und 2,368 Euro für Diesel. Man könnte fast meinen, die Branche habe sich noch einmal ordentlich die Taschen vollgestopft, bevor der Staat den Deckel drauflegt.

Die neue Regel: Einmal hoch, beliebig oft runter

Seit Mittwoch gilt nun das neue Maßnahmenpaket der Bundesregierung: Tankstellen dürfen ihre Preise für Benzin und Diesel nur noch einmal täglich erhöhen, und zwar um 12 Uhr mittags. Preissenkungen hingegen bleiben jederzeit möglich. Zusätzlich erhält das Bundeskartellamt erweiterte Befugnisse, um den Markt schärfer zu überwachen. Klingt auf dem Papier vernünftig – doch ob der deutsche Autofahrer davon tatsächlich profitieren wird, darf bezweifelt werden.

Die Mineralölbranche jedenfalls gibt sich wenig beeindruckt. Thomas Perkmann, Vorstandsvorsitzender der Westfalen AG, die ein eigenes Tankstellennetz vor allem in Nordrhein-Westfalen betreibt, erklärte im Nachrichtensender WELT, man erwarte weder sinkende noch niedrigere Spritpreise für die Verbraucher. Stattdessen rechne man mit höheren Bürokratiekosten für die Unternehmen. Eine Aussage, die den geplagten Autofahrer kaum trösten dürfte.

Der Postbote und die schlechte Nachricht

Besonders bemerkenswert war Perkmanns Versuch, den Vorwurf der Preistreiberei von sich zu weisen. Die Tankstellenbetreiber seien lediglich am Ende der Wertschöpfungskette und kauften selbst raffinierte Kraftstoffe ein. Ihnen einen Vorwurf zu machen, sei so, als würde man den Postboten für eine schlechte Nachricht verantwortlich machen. Ein hübsches Bild – das allerdings den bitteren Beigeschmack nicht vertreibt, den Millionen Deutsche an der Zapfsäule verspüren.

Weitergehende Eingriffe wie einen staatlichen Höchstpreis, wie er etwa in Luxemburg oder Belgien existiert, lehnte der Branchenvertreter kategorisch ab. Stattdessen verwies er auf die enorme Steuer- und Abgabenlast, die auf jedem Liter Kraftstoff liegt. Und tatsächlich: Bei einem Literpreis von zwei Euro für E10 fließen allein 0,65 Euro Energiesteuer, 0,32 Euro Mehrwertsteuer und 0,16 Euro CO₂-Abgabe an den Staat. Das sind zusammen mehr als die Hälfte des Preises. Die Produktkosten und die Marge der Händler und Ölkonzerne belaufen sich auf gerade einmal 0,87 Euro.

Klimaschutz als Argument für hohe Preise?

Geradezu zynisch mutet an, was Perkmann dann als strategische Logik Deutschlands bezeichnete: Man wolle fossile Kraftstoffe Jahr für Jahr teurer machen – und das sei auch gut so, weil es die Energiewende ermögliche. Höhere Preise seien demnach kein Problem, sondern ein Anreiz für den Klimaschutz. Man fragt sich unwillkürlich, ob der Mann jemals mit einer alleinerziehenden Mutter gesprochen hat, die täglich 40 Kilometer zur Arbeit pendeln muss, oder mit dem Handwerker, dessen Existenz am Dieselpreis hängt. Für diese Menschen ist die sogenannte Energiewende kein abstraktes Klimaziel, sondern eine ganz konkrete finanzielle Belastung.

Hier offenbart sich einmal mehr das fundamentale Problem der deutschen Energiepolitik: Während die politische Klasse und ihre Verbündeten in der Wirtschaft den Bürgern predigen, höhere Preise seien der Preis des Fortschritts, können sich immer mehr Familien das Autofahren schlicht nicht mehr leisten. Die CO₂-Abgabe, die unter der Ampelregierung eingeführt und stetig erhöht wurde, trifft vor allem die arbeitende Mitte – jene Menschen also, die das Land am Laufen halten.

Geopolitische Eskalation als Preistreiber

Verschärft wird die Lage durch die geopolitischen Verwerfungen. Seit dem Beginn des Iran-Konflikts Ende Februar sind die Spritpreise massiv gestiegen. Diesel kostete am Montag knapp 55 Cent mehr als vor dem Angriff der USA und Israels auf den Iran, Super E10 war rund 31 Cent teurer. Die Eskalation im Nahen Osten wirkt wie ein Brandbeschleuniger auf ohnehin überhitzte Energiemärkte – und der deutsche Verbraucher steht am Ende der Kette und zahlt die Zeche.

Dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz nun mit einer Preisregel reagiert, die bestenfalls kosmetischer Natur ist, dürfte viele Bürger kaum beruhigen. Statt an den eigentlichen Stellschrauben zu drehen – etwa einer spürbaren Senkung der Energiesteuer oder einer Aussetzung der CO₂-Abgabe in Krisenzeiten –, beschränkt man sich auf regulatorische Kleinstmaßnahmen, die der Branche selbst kaum Sorgen bereiten. Deutschland braucht keine Preisregeln, die den Anstieg um ein paar Stunden verzögern. Deutschland braucht eine Energiepolitik, die den Bürger nicht als Melkkuh betrachtet.

In Zeiten, in denen die Kaufkraft der Deutschen ohnehin unter Druck steht und die Inflation durch das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen weiter angeheizt zu werden droht, wirken explodierende Spritpreise wie ein weiterer Sargnagel für den Wohlstand der Mittelschicht. Wer sein Vermögen in diesen unsicheren Zeiten schützen möchte, sollte über physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährte Absicherung gegen Kaufkraftverlust nachdenken – Werte, die seit Jahrtausenden ihren Bestand haben, ganz gleich welche politischen Experimente gerade en vogue sind.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der dargestellten Informationen übernehmen wir keine Haftung.

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