
Spritpreis von zwei Euro: Wie der Staat den Bürger an der Zapfsäule schröpft

Zwei Euro für den Liter. Diese Marke, so prognostiziert es der Tankstellenverband, dürfte künftig kein Ausreißer mehr sein, sondern bittere Normalität. Und während der Autofahrer fluchend den Schlauch in den Tank steckt, kassiert ein stiller Profiteur am kräftigsten mit: der Staat. Genau die Hälfte dieses Preises, ein voller Euro pro Liter, landet nicht beim Mineralölkonzern, sondern in der Schatulle des Finanzministeriums. Wer hier noch von Marktwirtschaft spricht, hat die Mechanik der modernen Abgabenmaschine nicht verstanden.
Steuern auf Steuern – das perfide Prinzip
Man muss sich die Konstruktion einmal vor Augen führen. Auf den eigentlichen Warenpreis schlägt der Fiskus zunächst die Energiesteuer und die CO₂-Abgabe. Doch damit nicht genug: Auf diese ohnehin schon aufgeblähte Zwischensumme wird anschließend noch die Mehrwertsteuer erhoben. Der Bürger zahlt also Steuern auf Steuern. Ein Mechanismus, den man in jeder kaufmännischen Buchführung als unredlich brandmarken würde, gilt im Behördendeutsch als völlig legitim.
Die andere Hälfte des Preises speist sich aus den Mitnahmegewinnen des Mineralölhandels – ebenso skandalös wie die noch viel höheren Mitnahmegewinne des Staates.
Wer Krisen wie den jüngsten Konflikt am Golf als bequeme Ausrede für Preissprünge vorschiebt, der verdient kaum mildernde Umstände. Konzerne wie Staat berufen sich gleichermaßen auf äußere Umstände, um die eigene Kasse zu füllen. Man darf beide getrost Profiteure der allgemeinen Verunsicherung nennen.
Der Gipfel der Reformverweigerung
Parallel zur Abzocke an der Tankstelle inszeniert sich die Große Koalition in Berlin als Reformkraft. Doch das jüngste Treffen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften endete erwartungsgemäß ergebnislos. Regierungssprecher Stefan Kornelius verkündete, man sei sich einig gewesen, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland vor großen Herausforderungen stehe und die Sozialsysteme reformiert werden müssten. Weitere Gespräche wurden vereinbart. Mehr nicht.
Übersetzt heißt das: Man hat über die Probleme gesprochen, sich über deren Existenz geeinigt und beschlossen, weiterzureden. Taten? Fehlanzeige. Der Mittelstand wurde wieder nicht eingeladen – immerhin hat er sich so die vergebliche Anreise erspart.
Die Industrie als Geisel des CO₂-Dogmas
Während die Politik Worthülsen produziert, steht die deutsche Schlüsselindustrie mit dem Rücken zur Wand. Daimler-Truck-Chefin Karin Radström warnte gegenüber einem Branchen-Newsletter, ihr Konzern müsse für jeden verfehlten Prozentpunkt bei den CO₂-Zielen 120 Millionen Euro zahlen – eine existenzielle Bedrohung. Ähnlich äußerte sich der Geschäftsführer von Renault-Trucks Deutschland, Maximilian von Löbbecke. Die Strafzahlungen könnten je Fahrzeug 300.000 Euro übersteigen.
Die nackten Zahlen entlarven die ideologische Realitätsferne: 2025 waren gerade einmal zwei Prozent aller schweren Lkw in Europa elektrisch unterwegs. Bis 2030 sollen die Hersteller jedoch 45 Prozent CO₂ einsparen. Die Ladeinfrastruktur dafür existiert schlicht nicht. Hier opfert Brüssel im Namen eines Dogmas eine Branche, die rund 50 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet und 100.000 Menschen beschäftigt. Wer sich diesem Diktat widerspruchslos beugt, wird die Quittung in Form von Werksschließungen und Arbeitsplatzverlusten erhalten.
Die leise Variante der Zensur
Doch es bleibt nicht beim wirtschaftlichen Aderlass. Kritische Medien berichten von massiven Reichweitenverlusten bei großen Suchplattformen. Artikel bleiben zwar abrufbar, verschwinden aber aus den Kanälen, über die neue Leser sie finden. Es ist keine Zensur mit Verbotsschild, sondern die subtilere Variante: Man lässt unbequeme Stimmen existieren, sorgt aber dafür, dass sie kaum noch jemand zu Gesicht bekommt. Meinungsfreiheit bedeutet eben nicht nur das Recht zu sprechen, sondern auch die faire Chance, gehört zu werden.
Was bleibt dem Bürger?
Die Botschaft dieser Gemengelage ist eindeutig: Der Staat sieht im Steuerzahler vor allem eine willkommene Einnahmequelle. Wer Tag für Tag zur Arbeit pendeln muss, wird an der Zapfsäule zur Kasse gebeten – nicht weil es der Markt verlangt, sondern weil hohe Preise politisch durchaus erwünscht sind, um den Verbrenner unattraktiv zu machen. Diese Form der Gängelung trifft die fleißige Mitte der Gesellschaft am härtesten.
In Zeiten, in denen Kaufkraft durch Steuern, Abgaben und eine schleichende Inflation verdampft, gewinnt eine alte Erkenntnis neue Aktualität: Wer Vermögen erhalten will, sollte nicht allein auf Papierwerte und staatlich gelenkte Anlageklassen vertrauen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie sich der direkten Verfügungsgewalt der Steuer- und Abgabenmaschinerie entziehen können. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie einen bewährten Schutz gegen die Entwertung des Ersparten.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist aufgefordert, eigenständig zu recherchieren und bei Bedarf einen qualifizierten Berater hinzuzuziehen. Für getroffene Anlageentscheidungen übernehmen wir keine Haftung.

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