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Kettner Edelmetalle
11.08.2026
04:20 Uhr
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Sprengstoff-Drohne in Leipzig: Mehrheit will Abschussrecht für Private

Sprengstoff-Drohne in Leipzig: Mehrheit will Abschussrecht für Private
Symbolbild: KI-generiert

Eine Drohne mit Sprengsatz zwischen geparkten Frachtflugzeugen – und Deutschlands Abwehr merkte nichts. Nach dem Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle zieht die Bevölkerung Konsequenzen: Laut einer Forsa-Erhebung im Auftrag von "Stern" und RTL sprechen sich 51 Prozent dafür aus, dass private Betreiber kritischer Infrastruktur Drohnen künftig selbst abschießen dürfen. 44 Prozent lehnen das ab, fünf Prozent sind unentschieden.

Das Monopol wackelt – zumindest in den Köpfen

Bislang darf nur die Polizei ein unbemanntes Flugobjekt vom Himmel holen. Genau dieses staatliche Monopol stellt inzwischen eine knappe Mehrheit infrage. Der Befund ist bemerkenswert: Es geht nicht um Ideologie, sondern um schlichtes Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates.

Die Geografie der Skepsis ist dabei aufschlussreich. Im Osten befürworten 52 Prozent mehr Rechte für Betreiber, im Westen nur 44 Prozent. Bei den Anhängern von CDU/CSU sind es 55 Prozent, bei jenen der AfD 58 Prozent. Selbst unter Grünen-Sympathisanten überwiegt die Zustimmung knapp (50 zu 43 Prozent).

Deutlich zurückhaltender zeigen sich die Anhänger von SPD (54 Prozent dagegen) und Linken (66 Prozent dagegen). Ausgerechnet die Kanzlerpartei-Basis des Koalitionspartners bremst also am stärksten.

Ein faustgroßes Paket Semtex

Auslöser der Debatte ist ein Vorfall, der Medienberichten zufolge weit knapper war als zunächst bekannt. In der Nacht zum Mittwoch entdeckten Flughafenmitarbeiter eine Drohne, die zwischen zwei ukrainischen Antonov-Frachtmaschinen in geringer Höhe schwebte. An ihr sei ein Sprengsatz befestigt gewesen.

Berichten über interne Ermittlungsunterlagen zufolge handelte es sich wahrscheinlich um Semtex – ein hochbrisanter Sprengstoff, der militärisch wie industriell genutzt wird. Entschärfer des LKA Sachsen sollen den Zünder entfernt haben. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einer "neuen Gefahrenqualität" und einem "hybriden Anschlagsszenario".

Die Drohne sei von den Tätern vermutlich so modifiziert worden, dass Abwehrsysteme gezielt umgangen werden konnten.

Besonders unangenehm für die Sicherheitsbehörden: Eine am Flughafen vorhandene Sensorik zur Drohnenabwehr habe das Fluggerät nicht erkannt. Auf Kameraaufnahmen sei die Drohne bereits Stunden zuvor eingeflogen und gelandet. Wer dahintersteckt, ist offen; US-Medien sehen Berichten zufolge Hinweise auf eine russische Herkunft. Die Bundesanwaltschaft ermittelt.

Wenn Technik versagt, wächst der Ruf nach Selbsthilfe

Nach dem Fund wurde der Flugverkehr gestoppt. Eine aus Marseille kommende DHL-Frachtmaschine musste durchstarten und soll dabei bei rund 500 km/h auf Zaunhöhe mit einem Gegenstand kollidiert sein – ein biologischer Abstrich fiel negativ aus, Vogelschlag gilt damit als unwahrscheinlich. Das beschädigte Flugzeug wurde nach Hannover umgeleitet.

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart der Fall vor allem eines: Deutschland hat jahrelang über Drohnenabwehr geredet und zu wenig geliefert. Wenn Bürger mehrheitlich dafür plädieren, Betreibern eigene Abwehrrechte zu geben, ist das kein Ruf nach dem Wilden Westen – sondern ein Misstrauensvotum gegen behördliche Langsamkeit. Kritiker warnen zugleich, das Gewaltmonopol dürfe nicht leichtfertig ausgehöhlt werden.

Sicher ist: Hybride Bedrohungen sind längst Alltag. Wer Infrastruktur, Versorgung und Vermögen absichern will, denkt daher zunehmend in Krisenszenarien – physische Edelmetalle gelten vielen als bewährte Beimischung zur Vermögenssicherung.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt unsere Einschätzung auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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