
Sommer in Deutschland: Wenn der Sprungturm zur Machtprobe wird
Es ist ein Bild, das sich Jahr fĂŒr Jahr wiederholt, sobald die Temperaturen steigen und die FreibĂ€der ihre Tore öffnen. Doch was frĂŒher ein Ort familiĂ€rer Erholung war, verkommt vielerorts zur BĂŒhne fĂŒr Aggression und Respektlosigkeit. Im bayerischen Cham lieferte ein 21-jĂ€hriger Syrer am vergangenen Sonntag ein Musterbeispiel dafĂŒr, wie sehr sich das Klima in unseren SchwimmbĂ€dern verĂ€ndert hat.
Zehn gegen zwei â und die Bademeister ohne AutoritĂ€t
Gegen 17 Uhr sei eine zehnköpfige MĂ€nnergruppe am Sprungturm aufgefallen, so die Darstellung der Stadt. Man habe sich âĂ€uĂerst aggressivâ verhalten und ohne jede RĂŒcksicht auf andere BadegĂ€ste ins Wasser gesprungen. Als ein Mitarbeiter des Bades die Gruppe zur MĂ€Ăigung aufforderte, eskalierte die Situation. Einer der Beteiligten habe einen Schwimmmeister angepöbelt â mit SĂ€tzen wie âWer bist du? Was willst du?â, wie der stellvertretende Betriebsleiter der stĂ€dtischen BĂ€der zitiert wurde.
Um eine ungleiche Konfrontation von zwei Mitarbeitern gegen zehn MĂ€nner zu verhindern, blieb dem Personal nur ein Ausweg: der Anruf bei der Polizei. Und die musste, man höre und staune, gleich mit mehreren Streifenwagen anrĂŒcken. Ein simpler Freibadbesuch, der einen GroĂeinsatz der OrdnungskrĂ€fte erforderlich macht â ist das noch das Deutschland, das wir kennen?
âWir haben die Stadt bei der Durchsetzung des Hausrechts unterstĂŒtztâ, erklĂ€rte ein Sprecher der Polizei Cham.
Hausverbot â aber wie lange schĂŒtzt uns das?
Die Gruppe verlieĂ das GelĂ€nde letztlich ohne weiteren Widerstand. Alle Beteiligten erhielten Hausverbot. Doch was bleibt, ist ein fader Beigeschmack. Denn der stellvertretende Betriebsleiter beeilte sich, die ĂŒbliche Beschwichtigungsformel nachzuschieben: Solche VorfĂ€lle gebe es angeblich auch bei deutschen Jugendlichen.
Man fragt sich unwillkĂŒrlich: In welchem VerhĂ€ltnis? In welchem AusmaĂ? Diese reflexartige Relativierung, mit der jede unbequeme Wahrheit sofort weichgespĂŒlt wird, kennt inzwischen jeder BĂŒrger. Sie schĂŒtzt vor allem eines: den Sprecher selbst vor dem Vorwurf, âder Böseâ zu sein.
Wenn AutoritÀt nichts mehr gilt
Bemerkenswert ehrlich war hingegen eine andere Aussage des Betriebsleiters: Der Status des Bademeisters zĂ€hle âeigentlich nicht mehrâ. Wer heute ein Kind ermahne, nicht vom Beckenrand zu springen, sei schnell selbst der Schuldige â gerade bei den Eltern. Genau hier liegt das GrundĂŒbel einer Gesellschaft, in der jede Form von AutoritĂ€t und Ordnung systematisch untergraben wird.
Dass ein GroĂteil der Bevölkerung diese ZustĂ€nde nicht lĂ€nger hinnehmen will, ist lĂ€ngst kein Geheimnis mehr. Es ist nicht allein die Meinung unserer Redaktion, sondern das tĂ€gliche Empfinden unzĂ€hliger Familien, die einfach nur unbehelligt einen Sommertag genieĂen wollen. Was es braucht, ist eine Politik, die den Schutz der eigenen BĂŒrger wieder in den Mittelpunkt stellt â und nicht das ewige Wegschauen und Schönreden zur StaatsrĂ€son erhebt.
Was uns wirklich Sicherheit gibt
In Zeiten, in denen selbst ein Freibadbesuch zur Nervenprobe wird und Vertrauen in staatliche Ordnung schwindet, wĂ€chst bei vielen Menschen der Wunsch nach BestĂ€ndigkeit. Nicht ohne Grund besinnen sich immer mehr BĂŒrger auf handfeste Werte â im ĂŒbertragenen wie im wörtlichen Sinn. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber gelten seit Jahrtausenden als verlĂ€sslicher Anker in unsicheren Zeiten und können ein sinnvoller Baustein zur Vermögenssicherung innerhalb eines breit gestreuten Portfolios sein.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die dargelegten Inhalte geben ausschlieĂlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist fĂŒr seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenstĂ€ndig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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