
Söders Atom-Vorstoß: Wenn ideologische Scheuklappen den Blick auf die Realität verstellen
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat mit seiner erneuten Forderung nach dem Bau moderner Mini-Atomkraftwerke im Freistaat einen Nerv getroffen – und zwar genau den richtigen. Doch wie zu erwarten war, reagieren die üblichen Verdächtigen mit reflexhafter Ablehnung. Grüne und SPD überbieten sich in ihrer Empörung, als hätte Söder vorgeschlagen, das Grundgesetz abzuschaffen. Dabei geht es um nichts weniger als die Zukunft der deutschen Energieversorgung.
Grüne und SPD im Abwehrmodus
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Julia Verlinden, bezeichnete das Vorhaben als „eine besonders teure und riskante Technologie, die kein einziges Problem löst, sondern neue schafft". Stattdessen seien erneuerbare Energien die Antwort auf alle Fragen – „das weiß jedes Kind", so Verlinden. Man fragt sich unwillkürlich, ob die Grünen-Politikerin auch weiß, was passiert, wenn in einer kalten, windstillen Januarnacht Millionen Deutsche ihre Heizungen aufdrehen und die Sonne partout nicht scheinen will.
Noch schärfer fiel die Reaktion der SPD aus. Die energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Nina Scheer, nannte Söders Vorschläge schlicht „absurd" und sprach von einer „Geisterfahrt". Ein Wiedereinstieg in die Atomenergie verstoße gegen geltendes Recht, weshalb die SPD an einer entsprechenden Gesetzesänderung nicht mitwirken werde. Atomenergie sei die teuerste Form der Energiegewinnung und nur mit massiven staatlichen Subventionen möglich, so Scheer weiter.
Die Mär von den unbezahlbaren Atomkraftwerken
Besonders bemerkenswert ist das Kostenargument, das beide Parteien ins Feld führen. Ausgerechnet jene politischen Kräfte, die Hunderte Milliarden Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien pumpen, die gigantische Subventionen für Windräder und Solaranlagen durchgesetzt haben und die mit dem EEG-Umlagesystem den deutschen Strompreis auf europäische Spitzenwerte getrieben haben – ausgerechnet diese Parteien warnen vor den Kosten der Kernenergie. Die Ironie könnte kaum größer sein.
Scheer verwies zudem darauf, dass Pilotprojekte zu kleinen Atomkraftwerken in den USA wegen zu hoher Kosten und Bauverzögerungen eingestellt worden seien. Was sie dabei geflissentlich verschweigt: In zahlreichen anderen Ländern – von Frankreich über Südkorea bis hin zu den Vereinigten Arabischen Emiraten – wird die Kernenergie massiv ausgebaut. Die Welt dreht sich weiter, nur Deutschland steht still.
Sicherheitsbedenken oder ideologische Blockade?
Kleine Atomkraftwerke seien noch risikoreicher als große, behauptete die SPD-Politikerin, da sie „an noch mehr Orten Sicherheitsvorkehrungen benötigen und zudem ein Vielfaches an Atommüll erzeugen" würden. Angesichts sich weltweit zuspitzender militärischer Konflikte seien Atomenergiepläne auch sicherheitspolitisch eine „wahnwitzige Geisterfahrt". Ein Argument, das bei näherer Betrachtung in sich zusammenfällt: Moderne Small Modular Reactors (SMR) verfügen über passive Sicherheitssysteme, die einen GAU physikalisch nahezu unmöglich machen. Doch solche technischen Details stören offenbar nur die ideologische Erzählung.
Deutschland isoliert sich selbst
Während Frankreich seinen Atomstrom günstig produziert und exportiert, während Polen neue Kernkraftwerke plant und selbst das grüne Schweden auf Atomenergie setzt, hat sich Deutschland mit dem hastigen Atomausstieg in eine energiepolitische Sackgasse manövriert. Die Strompreise für Industrie und Verbraucher gehören zu den höchsten weltweit. Unternehmen wandern ab, die Deindustrialisierung schreitet voran. Und die Antwort von Grünen und SPD? Noch mehr Windräder, noch mehr Solarparks, noch mehr Subventionen.
Söder hat mit seinem Vorstoß zumindest eine Debatte angestoßen, die in diesem Land dringend geführt werden muss. Ob die neue Große Koalition unter Friedrich Merz den Mut aufbringt, sich gegen die ideologischen Betonköpfe durchzusetzen, bleibt allerdings fraglich. Die SPD als Koalitionspartner hat bereits unmissverständlich klargemacht, dass sie an der energiepolitischen Geisterfahrt – nur eben in die andere Richtung – festhalten will. Der deutsche Bürger, der am Ende die Zeche in Form explodierender Stromrechnungen zahlt, dürfte sich derweil fragen, wie lange er sich diese ideologiegetriebene Energiepolitik noch leisten kann und will.
„Erneuerbare Energien sind bereits heute die günstigste Form der Energiegewinnung", behauptete SPD-Politikerin Scheer. Eine Aussage, die angesichts der deutschen Rekordstrompreise wie blanker Hohn klingt.
Es wäre an der Zeit, dass Deutschland seine energiepolitischen Scheuklappen ablegt und sich der Realität stellt. Technologieoffenheit statt Ideologie – das wäre ein Paradigmenwechsel, den dieses Land bitter nötig hätte. Doch solange grüne Dogmen und sozialdemokratische Blockadepolitik den Diskurs bestimmen, wird sich an der deutschen Energiemisere wenig ändern. Zum Schaden aller.

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