
Skandinavische Pensionsfonds stoßen US-Staatsanleihen ab – Gold erreicht historisches Allzeithoch

Was sich da gerade an den internationalen Finanzmärkten abspielt, sollte jeden deutschen Sparer aufhorchen lassen. Der schwedische Pensionsfonds Alecta, einer der größten institutionellen Anleger Skandinaviens, hat sich von einem erheblichen Teil seiner US-Staatsanleihen getrennt. Ein Schritt, der Bände spricht über das schwindende Vertrauen in die amerikanische Finanzpolitik.
Vertrauensverlust in den Dollar nimmt zu
Pablo Bernengo, Investmentchef bei Alecta, machte keinen Hehl aus den Gründen für diese Entscheidung. Das Risiko, das mit US-Staatsanleihen und dem Dollar verbunden sei, habe sich deutlich erhöht. Die „geringere Vorhersehbarkeit" der amerikanischen Politik und die explodierenden Staatsschulden hätten den Ausschlag gegeben. Bedenkt man, dass Alecta ein Vermögen von rund 143 Milliarden Dollar verwaltet und Ende 2024 noch US-Staatsanleihen im Wert von etwa 11 Milliarden Dollar hielt, wird das Ausmaß dieser Umschichtung deutlich.
Doch Schweden steht mit dieser Einschätzung nicht allein. Nur einen Tag zuvor hatte der dänische Pensionsfonds AkademikerPension ebenfalls den Verkauf seiner US-Staatsanleihen bekannt gegeben. Die Begründung? Die „schlechte Lage" der öffentlichen Finanzen in den Vereinigten Staaten. Wenn gleich zwei skandinavische Großinvestoren innerhalb kürzester Zeit dieselbe Schlussfolgerung ziehen, sollte das auch hierzulande als Warnsignal verstanden werden.
Washington beschwichtigt – doch die Fakten sprechen eine andere Sprache
US-Finanzminister Scott Bessent versuchte beim Weltwirtschaftsforum in Davos, die Wogen zu glätten. Vermutungen, europäische Länder könnten im Streit um Grönland als Vergeltungsmaßnahme US-Staatsanleihen abstoßen, wies er als unlogisch zurück. Doch die Realität zeigt ein anderes Bild: Die Verkäufe haben längst begonnen – und sie basieren nicht auf politischen Spielchen, sondern auf nüchterner Risikoanalyse.
Die amerikanische Staatsverschuldung hat mittlerweile astronomische Dimensionen erreicht. Unter der Trump-Administration wurden massive Steuersenkungen durchgesetzt, während gleichzeitig die Ausgaben kaum gebremst wurden. Diese fiskalische Sorglosigkeit rächt sich nun. Professionelle Anleger, die das Geld von Millionen Rentnern verwalten, können es sich schlicht nicht leisten, auf einem sinkenden Schiff zu bleiben.
Gold als sicherer Hafen erreicht Rekordmarken
Während das Vertrauen in Papierwährungen und Staatsanleihen bröckelt, erlebt Gold einen beispiellosen Höhenflug. Am gestrigen Handelstag wurde für eine Feinunze Gold der historische Rekordpreis von 4.847 US-Dollar gezahlt – ein Plus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vortag. Umgerechnet entspricht das einem Preis von 133,08 Euro pro Gramm. Auch dieser Wert markiert ein absolutes Allzeithoch.
Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr. In Zeiten, in denen selbst als bombensicher geltende Anlagen wie US-Staatsanleihen von institutionellen Investoren abgestoßen werden, besinnen sich Anleger auf das, was seit Jahrtausenden seinen Wert bewahrt hat: physisches Gold. Das Edelmetall kennt keine Staatsschulden, keine politische Unberechenbarkeit und keine Inflation, die seinen inneren Wert aushöhlt.
DAX reagiert nervös auf geopolitische Spannungen
Der deutsche Leitindex DAX schloss den Handelstag mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 24.561 Punkten. Einen kurzzeitigen Aufschwung erlebte der Index während der Rede von US-Präsident Trump in Davos, als dieser seine Drohungen gegenüber Dänemark bezüglich Grönland von einer militärischen Annexion auf ein vages „we will remember" abschwächte. Doch die grundsätzliche Nervosität an den Märkten bleibt bestehen.
Für deutsche Anleger ergibt sich aus dieser Gemengelage eine klare Lehre: Die Diversifikation des eigenen Portfolios mit physischen Edelmetallen wie Gold und Silber erscheint angesichts der aktuellen Entwicklungen sinnvoller denn je. Wenn selbst konservative Pensionsfonds das Vertrauen in vermeintlich sichere Staatsanleihen verlieren, sollte der private Anleger erst recht über eine Absicherung seines Vermögens nachdenken.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.
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