Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
12.02.2026
14:21 Uhr

Silbermarkt 2026: Sechstes Defizitjahr in Folge – und kein Ende in Sicht

Was sich am Silbermarkt abspielt, gleicht einem tektonischen Beben, das die Finanzwelt in ihren Grundfesten erschüttert. Erstmals in der Geschichte durchbrach der Silberpreis die magische Marke von 100 US-Dollar je Unze – ein Meilenstein, den viele Analysten noch vor wenigen Jahren für utopisch gehalten hätten. Und obwohl eine scharfe Korrektur folgte, die den Preis wieder unter 80 Dollar drückte, zeigt sich das weiße Edelmetall bemerkenswert widerstandsfähig. Die Botschaft ist unmissverständlich: Silber ist zurück – und zwar mit einer Wucht, die selbst hartgesottene Marktbeobachter staunen lässt.

Das Silver Institute bestätigt: Der Markt bleibt strukturell unterversorgt

Der jüngst veröffentlichte Ausblick des renommierten Silver Institute für das Jahr 2026 zeichnet ein Bild, das Anleger aufhorchen lassen sollte. Zum sechsten Mal in Folge – man lese und staune – werde die globale Nachfrage das verfügbare Angebot übersteigen. Das prognostizierte Defizit beläuft sich auf 67 Millionen Unzen. Seit 2021 klafft diese Lücke nun schon, und sie wird notdürftig durch die Auflösung oberirdischer Barrenbestände gestopft. Ein Vorgang, der an das Aufbrauchen strategischer Reserven erinnert – irgendwann sind auch diese erschöpft.

Die Analyse basiert auf Daten von Metals Focus, die auch den umfassenden Jahresbericht „World Silver Survey 2026" erstellen, dessen Veröffentlichung für den 15. April angekündigt sei. Die Kernaussage lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Die fundamentalen Treiber, die Silber bereits 2025 zum stärksten Jahresanstieg seit 1979 verholfen haben, wirken unvermindert fort.

Geopolitische Unsicherheit als Katalysator

Was den Silberpreis antreibt, ist ein toxischer Cocktail aus geopolitischen Verwerfungen und wirtschaftspolitischer Unsicherheit. Die knappe physische Verfügbarkeit in London, das wechselhafte geopolitische Umfeld, die aggressive Zollpolitik der Trump-Administration mit 20 Prozent auf EU-Importe und 34 Prozent auf chinesische Waren sowie grundlegende Zweifel an der Unabhängigkeit der Federal Reserve – all diese Faktoren schaffen ein Umfeld, in dem Edelmetalle als sicherer Hafen geradezu alternativlos erscheinen.

Das Gold-Silber-Verhältnis fiel zeitweise unter 50 – ein Niveau, das zuletzt 2012 erreicht wurde. Für Kenner der Materie ein unmissverständliches Signal: Silber holt gegenüber seinem großen Bruder Gold massiv auf. Wer die Geschichte der Edelmetallmärkte kennt, weiß, dass solche Phasen oft von erheblicher Dynamik geprägt sind.

Investmentnachfrage explodiert – Schmuck und Industrie schwächeln

Besonders bemerkenswert ist die Verschiebung innerhalb der Nachfragestruktur. Während die physische Investmentnachfrage nach Barren und Münzen um satte 20 Prozent auf 227 Millionen Unzen steigen soll – ein Dreijahreshoch –, zeigen sich andere Segmente deutlich schwächer. Die industrielle Verarbeitung werde voraussichtlich um 2 Prozent auf rund 650 Millionen Unzen zurückgehen, was einem Vierjahrestief entspräche.

Als zentraler Belastungsfaktor gilt ausgerechnet die Photovoltaikbranche. Zwar würden die globalen Solarinstallationen weiter wachsen, doch durch sparsamere Verwendung – im Fachjargon „Thrifting" – und teilweise Substitution sinke der Silberbedarf der PV-Industrie. Eine ironische Wendung: Ausgerechnet jene Branche, die von der Politik mit Milliarden subventioniert wird und als Zukunftstechnologie gepriesen wird, braucht immer weniger von dem Edelmetall, das sie einst zum Wachstumstreiber der Silbernachfrage machte.

Strukturelle Wachstumsfelder gebe es dennoch: Der Ausbau von Rechenzentren, Anwendungen im Bereich Künstlicher Intelligenz sowie die Automobilindustrie sollen den industriellen Silberverbrauch teilweise stützen.

Schmucknachfrage bricht ein – nur China trotzt dem Trend

Dramatisch fällt der Rückgang bei Schmuck und Tafelsilber aus. Die Schmucknachfrage soll 2026 zum zweiten Mal in Folge sinken – um mehr als 9 Prozent auf 178 Millionen Unzen, den niedrigsten Wert seit 2020. Hohe Preise seien der Hauptgrund, wobei insbesondere Indien als preisempfindlicher Markt herausgestellt werde. Bei Silberwaren werde sogar ein Einbruch von rund 17 Prozent erwartet.

China bilde eine bemerkenswerte Ausnahme. Dort könnte die Nachfrage dank Produktinnovationen und der zunehmenden Beliebtheit vergoldeter Silber-Schmuckstücke sogar leicht zulegen. Ein Befund, der einmal mehr zeigt, wie unterschiedlich die Dynamiken in den großen Volkswirtschaften verlaufen.

Angebotsseite: Mehr Produktion, aber immer noch nicht genug

Auf der Angebotsseite rechne der Bericht mit einem moderaten Wachstum von 1,5 Prozent auf insgesamt 1,05 Milliarden Unzen – ein Zehnjahreshoch. Die Minenproduktion soll um 1 Prozent auf 820 Millionen Unzen steigen, getrieben durch höhere Ausstöße bestehender Betriebe sowie neue Projekte in Mexiko, China, Kanada und Marokko. Auch das Recycling soll einen spürbaren Sprung von 7 Prozent verzeichnen und erstmals seit 2012 wieder die Marke von 200 Millionen Unzen überschreiten.

Doch all diese Zuwächse reichen schlicht nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Das strukturelle Defizit bleibt bestehen – und das bereits im sechsten Jahr in Folge. Eine Situation, die in der jüngeren Geschichte des Silbermarktes beispiellos ist.

Was bedeutet das für Anleger?

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Ein Markt, der seit sechs Jahren mehr verbraucht als produziert wird, dessen oberirdische Bestände kontinuierlich schrumpfen und in dem die Investmentnachfrage regelrecht explodiert – das sind Rahmenbedingungen, die man als Anleger nicht ignorieren sollte. Bis zum 9. Februar 2026 sei der Silberpreis im laufenden Jahr bereits um 11 Prozent gestiegen, die globalen ETP-Bestände würden auf rund 1,31 Milliarden Unzen geschätzt.

In Zeiten, in denen Papiergeld durch die Notenpresse entwertet wird, in denen Regierungen – auch die neue Große Koalition in Berlin mit ihrem 500-Milliarden-Sondervermögen – Schulden in historischem Ausmaß aufhäufen und in denen geopolitische Risiken von der Ukraine bis zum Nahen Osten die Welt in Atem halten, erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Wertspeicher. Silber, das sowohl als Edelmetall als auch als unverzichtbarer Industrierohstoff fungiert, nimmt dabei eine besondere Stellung ein.

Wer sein Portfolio klug diversifizieren und gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Welt absichern möchte, kommt an physischen Edelmetallen kaum vorbei. Gold und Silber in physischer Form gehören als Fundament in jedes breit gestreute Anlageportfolio – nicht als Spekulation, sondern als Versicherung gegen genau jene Verwerfungen, die wir derzeit erleben.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen und spiegeln die Einschätzung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung. Konsultieren Sie im Zweifel einen unabhängigen Finanzberater.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen