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Kettner Edelmetalle
28.02.2026
15:53 Uhr

Seltene Waffenruhe am Atomkraftwerk Saporischschja: Wenn der Krieg vor der nuklearen Katastrophe pausiert

Es ist ein winziger Lichtblick inmitten eines Konflikts, der Europa seit über vier Jahren in Atem hält: Russland und die Ukraine haben sich auf eine lokale, von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vermittelte Waffenruhe rund um das Kernkraftwerk Saporischschja geeinigt. Der Grund ist so dringend wie beunruhigend – die Wiederherstellung der Notstromversorgung des größten Atomkraftwerks Europas.

Eine Feuerpause aus purer Notwendigkeit

Die IAEA bestätigte am Freitag, dass beide Kriegsparteien die Kampfhandlungen im Umfeld der Anlage eingestellt hätten, um Reparaturteams den Zugang zur beschädigten 330-Kilovolt-Reserveleitung zu ermöglichen. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi erklärte, dass derzeit Minenräumungsarbeiten durchgeführt würden, um den Reparaturmannschaften einen sicheren Zugang zu gewährleisten. Allein diese Tatsache verdeutlicht, unter welch extremen Bedingungen die Techniker dort arbeiten müssen.

Das Kraftwerk operierte seit dem 19. Februar nur noch über eine einzige externe Stromleitung, nachdem die Reserveleitung bereits am 10. Februar infolge militärischer Aktivitäten in der Nähe der Schaltanlage ausgefallen war. Ein Zustand, der jeden Nuklearexperten erschaudern lässt.

Vier Jahre auf dem nuklearen Pulverfass

Saporischschja ist nicht irgendein Kraftwerk. Es gehört zu den zehn größten Nuklearanlagen weltweit und steht seit Beginn der russischen Invasion im März 2022 unter russischer Kontrolle. Seitdem September 2022 sind IAEA-Inspektoren dauerhaft vor Ort stationiert – ein Umstand, der die permanente Gefährdungslage unterstreicht. Ukrainische Fachkräfte mit technischer Expertise betreiben die Anlage weiterhin im Tagesgeschäft, während ringsum der Krieg tobt.

In der Vergangenheit wurde das Gelände wiederholt durch Drohneneinschläge und Artilleriebeschuss getroffen. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, eine nukleare Kontamination Europas zu riskieren. Die IAEA hat bereits zahlreiche Warnungen ausgesprochen, dass die Anlage gefährlich nahe an einem Unfall oder einem gezielten Angriff stehe.

Ein Modell für weitere Waffenruhen?

Was diese lokale Feuerpause bemerkenswert macht, ist weniger ihr begrenzter Umfang als vielmehr die Tatsache, dass sie überhaupt zustande kam. Dass sich zwei Kriegsparteien, die ansonsten keinerlei Bereitschaft zu Verhandlungen zeigen, auf eine – wenn auch zeitlich und räumlich eng begrenzte – Kampfpause einigen können, zeigt zumindest eines: Beide Seiten sind sich der nuklearen Risiken bewusst. Die IAEA deutete vorsichtig an, dass dieses Arrangement als Modell für ähnliche lokale Waffenruhen entlang der Kontaktlinie dienen könnte.

Ob daraus tatsächlich weitergehende Schritte erwachsen, bleibt freilich höchst ungewiss. Der Konflikt verschlingt weiterhin täglich Menschenleben, und eine umfassende diplomatische Lösung scheint nach wie vor in weiter Ferne. Doch in einem Krieg, der Europa destabilisiert, Energiepreise in die Höhe treibt und die geopolitische Ordnung des Kontinents fundamental erschüttert, ist selbst eine temporäre Feuerpause um ein Atomkraftwerk eine Nachricht, die Beachtung verdient. Denn die Alternative – ein nuklearer Zwischenfall mitten in Europa – wäre eine Katastrophe, deren Ausmaß sich niemand ausmalen möchte.

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