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24.02.2026
19:57 Uhr

Schwedens gefeierte Frauenförderin vermittelte junge Frauen an Sexualstraftäter Epstein

Es ist eine Geschichte, die fassungslos macht – und zugleich ein erschütterndes Schlaglicht auf die moralische Verkommenheit gewisser Elitennetzwerke wirft. Die schwedisch-amerikanische Geschäftsfrau Barbro Ehnbom, jahrelang als Vorkämpferin für Frauen in männerdominierten Branchen gefeiert, soll über mehr als ein Jahrzehnt hinweg junge Frauen aus ihrem Mentoring-Programm dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zugeführt haben. Hunderte E-Mails, die vom US-Justizministerium freigegeben wurden, zeichnen das Bild einer zutiefst verstörenden Geschäftsbeziehung.

Fotos, Beschreibungen und ein perfides Auswahlverfahren

Die Korrespondenz zwischen Ehnbom und Epstein beziehungsweise dessen Assistentin Lesley Groff liest sich wie ein Katalog des Grauens. Ehnbom schickte dem Financier Fotos junger Frauen, versehen mit Kommentaren zu deren Aussehen: „kleines hübsches dunkelhaariges Mädchen", „SEHR ATTRAKTIV", „kleines blondes Mädchen im rosa Kleid … sie ist sehr hübsch, finde ich … mir fällt auf, dass Sie einen ähnlichen Geschmack zu haben scheinen". Manchmal notierte sie das Alter – „wird heute 22!!" – und gelegentlich auch berufliche Qualifikationen. Epstein wählte dann aus, wen er treffen wollte. Diese Art von Nachrichten setzte sich auch nach seiner Verurteilung wegen der Anstiftung zur Prostitution einer Minderjährigen im Jahr 2008 fort.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass die von Ehnbom vorgeschlagenen Frauen minderjährig waren oder von Epstein missbraucht wurden. Doch das Muster, das sich aus den E-Mails ergibt, ist dennoch zutiefst beunruhigend. Zwischen Mai 2005 und Juli 2016 organisierte Ehnbom rund zehn Zusammenkünfte ihrer „BBBs" – so nannte sie die Teilnehmerinnen ihres Programms „Barbro's Best and Brightest" – in Epsteins New Yorker Stadthaus. Champagner und Häppchen inklusive.

Geld gegen Zugang: Eine toxische Symbiose

Was die E-Mails besonders entlarvend macht, ist die offenkundige Transaktionsnatur dieser Beziehung. Ehnbom teilte Epstein unverblümt mit, dass sie finanziell von ihm abhängig sei, um ihre Projekte in Schweden weiterzuführen. Dazu gehörten der Swedish-American Life Science Summit, eine exklusive Veranstaltung für Unternehmen, Wissenschaftler und Investoren, sowie ihr Mentoring-Netzwerk und das Stipendium „Female Economist of the Year". Epstein überwies offenbar regelmäßig 25.000 Dollar an mit Ehnbom verbundene Organisationen, und es gibt Hinweise auf eine Spende von 100.000 Dollar.

Er schickte Geld. Sie schlug Frauen vor, die er treffen sollte. So einfach, so erschreckend. In einer E-Mail vom August 2012 fragte Epstein: „Wer ist deine Frau-Wahl dieses Jahr?" Ehnbom antwortete mit einem angehängten Foto: „Sie ist die Eine!" In einer anderen Mail mit dem schlichten Betreff „JE girl?" bot Epstein an, eine Frau aus Schweden nach Paris einfliegen zu lassen, um ihn zu treffen.

Loyalität selbst während der Haftstrafe

Besonders verstörend ist Ehnboms Verhalten nach Epsteins Verurteilung. Als die Ermittlungen gegen ihn liefen, schrieb sie im September 2007: „Warum gehen die nicht stattdessen gegen diese Frau da unten vor??!! … es tut mir so leid, dass du diesen ganzen Mist durchmachen musst." Während seiner 13-monatigen Haftstrafe hielt sie den Kontakt aufrecht, schickte ihm weiterhin Fotos junger Frauen aus ihren Programmen und bekundete ihre Unterstützung. „Bist du immer draußen??? Wow, fast ein ganzes Jahr jetzt..?!! Wie fühlst du dich jetzt?" schrieb sie im Juni 2009, als Epstein im Rahmen seiner großzügigen Hafterleichterungen tagsüber sein Büro aufsuchen durfte. Ihre E-Mails endeten häufig mit der Bemerkung, dass sie ihn vermisse.

In einer E-Mail Anfang 2009, also während seiner Haftzeit, fragte sie: „Hat dir die junge [geschwärzt] gefallen, die ich dir letzte Woche geschickt habe?" Was genau damit gemeint war, bleibt unklar. Doch allein die Formulierung lässt einem das Blut in den Adern gefrieren.

Mysteriöse „Jobs" und verdächtige Stellenbeschreibungen

Ein weiteres beunruhigendes Kapitel in dieser Korrespondenz betrifft vermeintliche Stellenangebote. Ehnbom schlug Epstein wiederholt Frauen für eine nicht näher definierte „Assistenten"-Tätigkeit oder einen unspezifizierten „Job" vor. Epstein prüfte deren Fotos und Lebensläufe und schlug dann Skype-Gespräche vor. „Barbro hat angerufen … sie fragt, ob Sie eine Stellenbeschreibung für einen Job haben … sie hat 2 weitere Mädchen, die sie für gut hält für Sie", notierte seine Assistentin Groff im März 2013.

Einer Bewerberin schrieb Epstein direkt: „Barbro hat vorgeschlagen, dass ich Sie wegen eines Jobs in NY kontaktiere. Könnten Sie mir bitte Ihren Lebenslauf schicken." Die Frau antwortete, sie habe in ihrem Leben leider nicht viel gearbeitet, werde im Sommer 28 und sei zuvor als Fotomodell tätig gewesen. Epsteins Reaktion: „Sind Sie organisiert? Computerkenntnisse? Skype morgen?" Die gewünschten Qualifikationen für diese ominösen Positionen lauteten laut Epstein: „Anfang zwanzig, mehrsprachig, gebildet und organisiert."

Die Stockholmer Wirtschaftshochschule zog die Reißleine – zu spät

Die Stockholm School of Economics, an der Ehnbom Wirtschaftsrecht und Ethik lehrte – man beachte die bittere Ironie –, trennte sich 2015 von ihr, nachdem die Nachrichtenagentur Reuters die Hochschule darüber informiert hatte, dass sie Empfängerin von Epstein-Spenden war. Zwei Stiftungen, die mit Epstein in Verbindung standen, hatten an den von Ehnbom kontrollierten „Barbro Ehnbom Fund" gespendet. Die Hochschule räumte ein, dass ihre internen Kontrollen bezüglich der Spender „unzureichend" gewesen seien, und distanzierte sich nachdrücklich von allem, was durch die veröffentlichten Akten ans Licht gekommen sei.

Ehnboms Reaktion? Sie stellte sich auf Epsteins Seite und bezeichnete den Dekan der Hochschule als „Idioten", weil dieser das BBB-Programm beendet hatte. In einer anschließenden E-Mail an Epstein schrieb sie: „Riesigen Dank, dass du BBB eine weitere Chance gibst!!" – als Reaktion auf eine erneute Geldüberweisung.

Die hohlen Rechtfertigungen einer Entlarvten

Ehnbom, mittlerweile 80 Jahre alt, reagierte auf keine der zahlreichen Anfragen um Stellungnahme. In einem schwedischsprachigen LinkedIn-Beitrag erklärte sie sich jedoch „zutiefst empört" über den Missbrauch, dem Mädchen ausgesetzt worden seien, und äußerte ihren „Ekel" darüber, „jeglichen Kontakt" mit einer Person gehabt zu haben, die „posthum für Handlungen entlarvt wurde, die keinerlei Verteidigung zulassen". Sie betonte, stets mit „voller Transparenz" gegenüber Partnern und Bildungseinrichtungen gearbeitet zu haben.

In einem weiteren Beitrag behauptete sie, „systematisch Ungenauigkeiten, Unterstellungen und Behauptungen gesammelt und dokumentiert" zu haben, die „auf einer Erzählung statt auf verifizierten Fakten" beruhten. Mehrere Fälle würden derzeit vom Medienombudsmann bearbeitet. Ihr Engagement habe „immer nur darin bestanden, Frauen Türen zu Macht, Kapital und Netzwerken zu öffnen – nichts anderes".

Nichts anderes? Die E-Mails erzählen eine andere Geschichte. Sie erzählen von einer Frau, die sich als Förderin junger Talente inszenierte, während sie gleichzeitig einem verurteilten Sexualstraftäter junge Frauen auf dem Silbertablett präsentierte – komplett mit Fotos, Altersangaben und Bewertungen ihrer Attraktivität. Und das nicht etwa aus Unwissenheit, sondern in vollem Bewusstsein seiner Verurteilung.

Ein Spiegel der moralischen Verwahrlosung der Eliten

Der Fall Ehnbom ist mehr als eine individuelle Verfehlung. Er ist symptomatisch für eine globale Elite, die sich hinter Philanthropie und progressiven Schlagworten versteckt, während hinter den Kulissen ein ganz anderes Spiel gespielt wird. Frauenförderung als Fassade, Networking als Deckmantel – das ist die bittere Wahrheit, die diese E-Mails offenbaren. Wie viele solcher Netzwerke existieren noch im Verborgenen? Wie viele selbsternannte Wohltäter nutzen ihre Position, um Zugang zu vulnerablen Menschen zu verschaffen?

Es ist bezeichnend, dass eine ehemalige BBB-Teilnehmerin namens Camilla Wagner auf LinkedIn schrieb, man solle die Geschichte nicht „ohne Kontext" beurteilen, und betonte, BBB sei „kein Netzwerk für ‚hübsche Frauen'", sondern eines für „kompetente Frauen". Der Beitrag ist inzwischen nicht mehr sichtbar. Vielleicht, weil der Kontext, den die E-Mails liefern, eine ganz andere Sprache spricht als die wohlklingenden Phrasen der Selbstverteidigung.

Dieser Fall sollte uns alle wachrütteln. Er zeigt, wie leicht sich Menschen von Geld, Status und dem Glanz vermeintlicher Wohltätigkeit blenden lassen. Er zeigt, wie gefährlich es ist, wenn Institutionen – von Hochschulen bis hin zu Wirtschaftskammern – ihre Sorgfaltspflichten vernachlässigen, solange die Schecks stimmen. Und er zeigt einmal mehr, dass die lautesten Verfechter progressiver Werte nicht selten die größten Heuchler sind.

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