
Schwarzmarktpreise für Starlink-Terminals im Iran explodieren – Krieg und Zensur treiben die Nachfrage

Während sich die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran dramatisch zuspitzen, offenbart ein scheinbar unscheinbares technisches Gerät das ganze Ausmaß der Krise: Starlink-Terminals werden auf dem iranischen Schwarzmarkt mittlerweile für bis zu 4.000 US-Dollar gehandelt – ein Preisanstieg, der seinesgleichen sucht. Noch im vergangenen Sommer wechselten die Satelliten-Empfänger für 700 bis 1.000 Dollar den Besitzer.
Wenn das Internet zur Waffe wird
Der Grund für diese atemberaubende Preisexplosion ist so simpel wie erschreckend: Die iranische Regierung hat das Internet de facto als Kontrollwerkzeug gegen die eigene Bevölkerung instrumentalisiert. Erst im vergangenen Monat habe das Regime einen zweiwöchigen vollständigen Internet-Blackout verhängt, um Proteste und soziale Unruhen im Keim zu ersticken. Die Verbindung zur Außenwelt bleibt seither massiv gedrosselt, der gesamte Datenverkehr werde über ein streng überwachtes nationales Intranet geleitet.
Für Millionen Iraner sind die Starlink-Terminals von Elon Musks SpaceX daher eine der letzten Möglichkeiten, mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben. Menschenrechtsorganisationen bestätigen diese Einschätzung. Rund 50.000 Terminals sollen sich laut der Digitalrechte-Organisation Holistic Resilience bereits im Land befinden – und jedes einzelne davon ist illegal. Wer ein solches Gerät besitzt oder vertreibt, riskiert im Iran eine langjährige Gefängnisstrafe.
Trumps Ultimatum verschärft die Lage
Die Preise dürften nicht zuletzt deshalb durch die Decke gehen, weil US-Präsident Donald Trump dem iranischen Regime ein Ultimatum gestellt hat: Entweder Teheran einige sich auf einen „bedeutsamen Deal" bezüglich seines Atomprogramms, oder es drohe ein militärischer Konflikt mit den Vereinigten Staaten. Eine Drohkulisse, die man durchaus ernst nehmen sollte – schließlich hat Trump in seiner zweiten Amtszeit bereits gezeigt, dass er vor drastischen Maßnahmen nicht zurückschreckt, wie seine massiven Zollerhöhungen gegen China, die EU und andere Handelspartner eindrucksvoll belegen.
Brisant ist dabei eine weitere Enthüllung: Das Wall Street Journal berichtete, dass die Trump-Administration verdeckt 6.000 Starlink-Terminals in den Iran geschmuggelt habe – offenbar mit dem Ziel, Protestbewegungen auch während eines Internet-Blackouts online zu halten. SpaceX selbst habe zudem die Abonnementgebühren für Starlink im gesamten Iran aufgehoben. Millionen Iraner nutzten darüber hinaus von den USA finanzierte VPN-Dienste.
Ein Gerät für 4.000 Dollar – das im Westen ein paar Hundert kostet
Die Absurdität der Situation wird besonders deutlich, wenn man die Preise vergleicht: In den Vereinigten Staaten kostet ein Starlink-Terminal wenige Hundert Dollar. Im Iran hingegen zahlen verzweifelte Bürger das Zehn- bis Fünfzehnfache – auf einem Schwarzmarkt, der über verschlüsselte Telegram-Kanäle organisiert wird. Ein Starlink-Verkäufer bestätigte gegenüber Medien, dass die Geräte im Iran „extrem teuer" seien.
Was sich hier abzeichnet, ist weit mehr als ein technologisches Kuriosum. Es ist ein Lehrstück darüber, wie autoritäre Regime die digitale Infrastruktur als Unterdrückungsinstrument missbrauchen – und wie verzweifelt Menschen bereit sind, astronomische Summen zu zahlen, nur um ihr Grundrecht auf Information zu wahren. Dass ausgerechnet amerikanische Technologie zum Werkzeug des Widerstands wird, während Washington gleichzeitig mit militärischer Eskalation droht, verleiht der Situation eine fast schon tragische Ironie.
Für Anleger und Beobachter der geopolitischen Lage sollte diese Entwicklung ein weiteres Warnsignal sein. Die Spannungen im Nahen Osten – von der iranischen Nuklearfrage bis zum jüngsten israelischen Angriff auf iranische Atomanlagen – haben das Potenzial, die globalen Märkte massiv zu erschüttern. In solchen Zeiten der Unsicherheit erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung, der keinem Blackout und keiner Zensur unterliegt.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.
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