Kostenlose Beratung
07930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
24.08.2026
07:31 Uhr
KI-generiert

Schüsse und Sprengsatz in Steglitz: Berlins Angst-Serie geht weiter

Schüsse und Sprengsatz in Steglitz: Berlins Angst-Serie geht weiter
Symbolbild: KI-generiert

In der Nacht zum Montag haben Unbekannte in Berlin-Steglitz mehrfach auf ein Geschäft geschossen. Vor der Tür fanden die Einsatzkräfte zusätzlich einen selbstgebauten Spreng- beziehungsweise Brandsatz, der nicht ausgelöst hatte. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand.

Wie die Berliner Polizei am Montagmorgen über die Plattform X mitteilte, war die Kriminaltechnik vor Ort im Einsatz. Die Osdorfer Straße wurde zwischen Ostpreußendamm und Blankertzweg in beide Richtungen gesperrt. Die Ermittlungen führt die Sondereinheit „BAO Ferrum“ des Landeskriminalamts.

Ein Zufall? Kaum

Ein Ladenlokal, mehrere Schüsse, ein Sprengsatz an der Eingangstür – das ist kein Nachbarschaftsstreit, das ist eine Botschaft. Und es ist längst kein Einzelfall mehr. Berlin erlebt seit Monaten eine Serie von Angriffen auf Gewerbebetriebe: Bäckereien, Werkstätten, Fahrschulen, Bars, Sneaker-Läden.

Medienberichten zufolge vermuten die Ermittler hinter vielen dieser Taten mutmaßlich Schutzgelderpressungen sowie Revierkämpfe im Drogen- und Waffenmilieu. Betroffen seien vor allem Gewerbetreibende türkischer Herkunft. Bei den Tatverdächtigen soll es sich demnach um Akteure der Organisierten Kriminalität handeln – Schuld darf ohnehin erst ein Gericht feststellen.

Die Zahlen sind eine Ohrfeige für die Politik

Die Berliner Polizei richtete „Ferrum“ – Latein für „Eisen“ – im November 2025 ein, nachdem die Schusswaffengewalt in der Hauptstadt drastisch zugenommen hatte. Rund neun Monate später, Stand 13. August, hatte die Einheit bereits über 600 Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Aus einer Antwort der Senatsinnenverwaltung, über die Medien berichteten, geht zudem hervor: Bis Mitte Juli seien 263 vorläufige Freiheitsentziehungen und 61 Haftbefehle erwirkt worden. Sichergestellt worden seien

  • 56 scharfe Schusswaffen,
  • 21 Schreckschuss- und Gaspistolen,
  • dazu Munition und Fahrzeuge.

Bei der Staatsanwaltschaft bearbeitet die Ermittlungsgruppe „Telum“ – Latein für „Angriffswaffe“ – ausschließlich die Verfahren der „BAO Ferrum“. Zwei Sondereinheiten, hunderte Verfahren, Spuren bis nach Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und in die Türkei. Man arbeite mit dem Bundeskriminalamt und Europol zusammen.

Wenn der Staat nur noch hinterherermittelt

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart diese Bilanz zwei Dinge gleichzeitig: Die Polizei arbeitet unter Hochdruck – und sie kommt der Entwicklung dennoch nicht zuvor. Denn jede Sondereinheit ist im Kern ein Eingeständnis, dass die normalen Strukturen überrollt wurden.

Besonders bitter für die Betroffenen: Laut den Angaben der Innenverwaltung sollen die Täter Informationen über ihre Opfer unter anderem aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Social-Media-Auftritten der Betriebe gezogen haben, ergänzt um gezielte Ausspähversuche. Wer in Berlin ein Geschäft aufbaut, macht sich damit möglicherweise selbst zur Zielscheibe.

Für viele Bürger ist das der eigentliche Skandal. Nicht die Sperrung einer Straße in Steglitz-Zehlendorf, sondern die Gewissheit, dass Handwerker, Händler und Gastronomen mittlerweile Schutz brauchen – vor Kriminellen, die offenbar mit Sprengsätzen kalkulieren wie andere mit Werbeflyern.

Die Frage, die niemand gerne stellt

Wie viele Schüsse braucht es, bis Innen- und Justizpolitik nicht mehr über Statistiken, sondern über Konsequenzen sprechen? Kritiker der bisherigen Sicherheits- und Migrationspolitik sehen in der Berliner Lage das Ergebnis jahrelanger Versäumnisse bei Strafverfolgung, Abschiebepraxis und Ausstattung der Polizei.

Eines ist klar: Ein Rechtsstaat, der die Kontrolle über einzelne Straßenzüge erst per Sonderkommission zurückerobern muss, hat ein Vertrauensproblem. Und Vertrauen lässt sich nicht per Pressemitteilung wiederherstellen – nur durch Ergebnisse.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen