
Schüsse an der University of Iowa: Amerikas Waffenwahn fordert erneut Opfer

Es ist ein Sonntagmorgen wie so viele in den Vereinigten Staaten – und doch einer, der wieder einmal die ganze Tragik einer Nation offenbart, die sich weigert, ihr tödlichstes Problem anzupacken. Im US-Bundesstaat Iowa fielen in den frühen Morgenstunden des 19. April Schüsse im Umfeld der University of Iowa. Die Hochschule bestätigte, dass es „bestätigte Opfer" gebe. Nähere Angaben zu deren Anzahl oder Zustand machte die Universität zunächst nicht.
Nachtleben wird zum Schauplatz des Schreckens
Gegen 2:00 Uhr Ortszeit – 9:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit – veröffentlichte die in Iowa City gelegene Universität eine Warnmeldung auf ihrer Website. Rettungskräfte seien vor Ort, die Bevölkerung solle den betroffenen Bereich meiden und „wachsam bleiben". Die Schüsse seien demnach in einem Viertel gefallen, das für sein Nachtleben bekannt ist. Die Polizei von Iowa City habe die Ermittlungen aufgenommen.
Was genau geschah, wer die Schüsse abfeuerte und wie viele Menschen verletzt oder gar getötet wurden – all das blieb zunächst im Dunkeln. Ein Zustand, der in Amerika fast schon zur Routine geworden ist. Erst schießen, dann schweigen, dann vergessen. Bis zum nächsten Mal.
Ein Land, das an seinen eigenen Waffen erstickt
Die Vereinigten Staaten besitzen mehr Schusswaffen als Einwohner. Man muss sich diesen Satz auf der Zunge zergehen lassen: Mehr als 330 Millionen Menschen, noch mehr Waffen. Die Gesetzgebung? Lax, um es diplomatisch auszudrücken. Geradezu fahrlässig, um es ehrlich zu sagen. Während Präsident Donald Trump in seiner zweiten Amtszeit massive Zölle gegen die halbe Welt verhängt und sich als Beschützer amerikanischer Interessen inszeniert, sterben im eigenen Land Woche für Woche Menschen durch Schusswaffen – an Schulen, in Einkaufszentren, in Nachtclubs und nun wieder an einer Universität.
Die Debatte um schärfere Waffengesetze ist in den USA so alt wie das Land selbst – und ebenso festgefahren. Der zweite Zusatzartikel der Verfassung, das berüchtigte „Right to bear arms", wird von der mächtigen Waffenlobby wie ein heiliges Sakrament verteidigt. Jeder Versuch einer Reform scheitert verlässlich an den politischen Realitäten in Washington.
Was Deutschland daraus lernen sollte
Für uns in Deutschland mag der Blick über den Atlantik wie ein Blick in eine andere Welt wirken. Doch auch hierzulande steigt die Gewalt – wenn auch mit anderen Mitteln. Messerangriffe, Überfälle, eine Kriminalität auf Rekordniveau: Die Parallelen mögen auf den ersten Blick gering erscheinen, doch der gemeinsame Nenner ist derselbe. Es fehlt an politischem Willen, die Sicherheit der Bürger konsequent zu schützen. Ob in Iowa City oder in deutschen Innenstädten – wenn der Staat versagt, zahlen die Bürger den Preis. Und dieser Preis wird immer höher.
Der Vorfall an der University of Iowa reiht sich ein in eine endlose Liste amerikanischer Schusswaffentragödien. Ob sich an der politischen Landschaft in den USA jemals etwas ändern wird, darf bezweifelt werden. Sicher ist nur eines: Der nächste Vorfall kommt bestimmt. Die Frage ist nicht ob, sondern wann – und wie viele Opfer er fordern wird.
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