
Schneechaos an der US-Ostküste: New York versinkt im schlimmsten Blizzard seit einem Jahrzehnt

Die Natur schlägt zurück – und sie tut es mit brachialer Gewalt. Ein gewaltiger Schneesturm hat die amerikanische Ostküste heimgesucht und die Millionenmetropole New York in eine weiße Geisterstadt verwandelt. Über 40 Millionen Menschen sind betroffen, Tausende Flüge gestrichen, Hunderttausende ohne Strom. Während die Wolkenkratzer der Wall Street hinter dichten Schneevorhängen verschwinden, stellt sich einmal mehr die Frage: Wie verwundbar sind selbst die mächtigsten Nationen gegenüber den Launen der Natur?
New York im Ausnahmezustand: Fahrverbote und gesperrte Brücken
Bürgermeister Zohran Mamdani griff zu drastischen Maßnahmen. Bereits am Sonntag verhängte er weitreichende Fahrverbote für sämtliche Straßen, Autobahnen und Brücken der Stadt. Nur systemrelevante Beschäftigte und Rettungsfahrzeuge durften sich noch durch die Schneemassen kämpfen. In Manhattan und Brooklyn türmte sich der Schnee am Montagmorgen auf bis zu 28 Zentimeter, auf Long Island waren es bereits 38 Zentimeter – und es schneite unaufhörlich weiter.
Einen derart heftigen Schneesturm habe die Stadt seit zehn Jahren nicht mehr erlebt, so Mamdani. Der Nationale Wetterdienst sprach von „extrem gefährlichen" Straßenverhältnissen und mahnte die Bevölkerung eindringlich, in ihren Wohnungen zu bleiben. Wer sich dennoch nach draußen wagte, tat dies auf eigene Gefahr.
Flugverkehr nahezu vollständig zum Erliegen gekommen
Die Auswirkungen auf den Luftverkehr waren verheerend. Seit Sonntag wurden nach Angaben der Plattform Flightaware mehr als 8.700 Flüge gestrichen. Die New Yorker Flughäfen JFK und LaGuardia traf es am härtesten, gefolgt von Boston, Newark und Philadelphia. In Boston fielen zeitweise rund 90 Prozent aller An- und Abflüge aus. Schon am Sonntag waren knapp 4.000 Flüge annulliert worden, und selbst für den Dienstag rechneten Experten mit weiteren 1.300 Streichungen. Ein logistischer Albtraum für Millionen Reisende – und ein Milliardenschaden für die ohnehin unter Druck stehende Luftfahrtbranche.
280.000 Haushalte ohne Strom
Doch nicht nur der Verkehr kollabierte. Nach Angaben der Webseite Poweroutage saßen am Montag rund 280.000 Haushalte im Dunkeln. Allein in New Jersey waren fast 120.000 Haushalte betroffen, in Delaware über 67.000. Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt eine potenziell lebensbedrohliche Situation – besonders für ältere und alleinstehende Menschen.
Gouverneurin Hochul warnt: „Das Schlimmste kommt erst noch"
Die Gouverneurin des Bundesstaates New York, Kathy Hochul, fand deutliche Worte. Das Schlimmste stehe noch bevor, warnte sie bereits am Sonntag. Die Bevölkerung solle sich mit Lebensmitteln, Medikamenten und Tierfutter eindecken – und dann schlicht zu Hause bleiben. Ihr Rat an die Bürger: ein Buch lesen, Nachrichten schauen, Verwandte anrufen. „Besonders Ihre Mütter", fügte sie mit einem Anflug von Humor hinzu, der die Dramatik der Lage kaum überdecken konnte.
Die Meteorologen prognostizierten auf dem Höhepunkt des Blizzards Schneefallraten von fünf bis acht Zentimetern pro Stunde. Insgesamt könnte die Neuschneedecke bis zu 60 Zentimeter erreichen, begleitet von eisigem Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern. Neben New York riefen auch Connecticut, Delaware, Massachusetts, New Jersey, Pennsylvania und Rhode Island den Notstand aus. In New Jersey wurde sogar der gesamte Bahnverkehr eingestellt.
Ein Déjà-vu mit tödlichen Folgen
Erst Ende Januar hatte ein schwerer Wintersturm mit eisigen Temperaturen weite Teile der USA heimgesucht. Mehr als hundert Menschen waren damals infolge des Unwetters ums Leben gekommen. Die Häufung solcher Extremwetterereignisse wirft Fragen auf – nicht zuletzt über die Belastbarkeit der amerikanischen Infrastruktur. Dass selbst das UN-Hauptquartier in Manhattan seine Pforten schließen und sämtliche Sitzungen verschieben musste, spricht Bände über das Ausmaß der Katastrophe.
Für Deutschland sollte dieses Szenario ein Weckruf sein. Auch hierzulande ist die Infrastruktur in vielen Bereichen marode, die Energieversorgung fragil. Statt Milliarden in ideologische Projekte zu pumpen, wäre es an der Zeit, in die Widerstandsfähigkeit unserer Grundversorgung zu investieren. Denn eines zeigt der Blizzard an der US-Ostküste mit aller Deutlichkeit: Wenn die Natur zuschlägt, helfen weder Sonntagsreden noch Klimagipfel. Dann zählt nur noch solide Vorbereitung – und die beginnt bei einer funktionierenden Infrastruktur.
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