Kostenlose Beratung
07930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
23.08.2026
06:15 Uhr
KI-generiert

Salvini blockt ab: Kein einziger Migrant kehrt nach Italien zurück

Salvini blockt ab: Kein einziger Migrant kehrt nach Italien zurück
Symbolbild: KI-generiert

Rom lässt Berlin auflaufen. Italiens Vize-Regierungschef Matteo Salvini hat am Samstag bei einem Parteitreffen im norditalienischen Trient erklärt, sein Land werde vorerst keine Migranten aus Deutschland zurücknehmen — trotz der seit Juni geltenden neuen EU-Asylregeln. Sein Argument: die deutschen Rettungsschiffe im Mittelmeer.

Der Lega-Chef, in der Koalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Verkehrsminister, wurde deutlich:

Deutschland hat kein Recht, uns auch nur einen einzigen illegalen Einwanderer zurückzuschicken, solange deutsche NGO-Schiffe im Mittelmeer unterwegs sind, um Tausende illegaler Einwanderer in Italien und Europa an Land zu bringen.

Der Pakt gilt — nur hält sich niemand daran

Seit dem 12. Juni 2026 ist das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) anwendbar. Es sollte die Lasten der Migration endlich gerechter verteilen. Kern bleibt die Dublin-Logik: Zuständig ist grundsätzlich jener Staat, den ein Schutzsuchender zuerst betreten hat.

Die Praxis sieht anders aus. Seit Inkrafttreten des Pakets hat Rom nach den vorliegenden Angaben keinen einzigen Migranten aus Deutschland zurückgenommen. Und schon seit 2023 wies Italien offiziellen Angaben zufolge rund 80.000 Rücknahmeersuchen anderer Staaten ab — Begründung: das eigene Aufnahmesystem sei komplett überlastet.

Streit um eine 22-Jährige aus Somalia

Zum Symbol des Konflikts wurde Medienberichten zufolge eine 22-jährige Somalierin, die im März in Italien an Land ging und nach Deutschland weiterreiste. Berlin wollte sie überstellen. Inzwischen soll sie sich nach Angaben einer kirchlichen Flüchtlingshilfsorganisation in Nürnberg im Kirchenasyl befinden.

Dahinter steckt ein juristischer Grabenkampf: Muss Italien auch Fälle übernehmen, die vor Mitte Juni nach Deutschland gelangten? Oder nur jene, die seither über Italien einreisen? Rom spricht Berichten zufolge von einer „Altfallregelung" — Berlin sieht das anders.

Zahlen, die das Versagen sichtbar machen

Wie wenig das System funktioniert, zeigt die Statistik. Im ersten Halbjahr 2026 stellte Deutschland laut Auswertungen amtlicher Daten 11.745 Übernahmeersuchen an andere Dublin-Staaten — tatsächlich überstellt wurden 1.698 Personen. Umgekehrt kamen im selben Zeitraum 2.261 Menschen nach Deutschland zurück.

Anders gesagt: Deutschland nimmt mehr auf, als es abgibt. Zum Stichtag Ende 2025 hielten sich demnach über 16.000 Personen im Land auf, für die eigentlich ein anderer Mitgliedstaat zuständig wäre. Die größte Gruppe der Ausreisepflichtigen darunter müsste nach Italien.

Wahlkampf auf beiden Seiten der Alpen

Beobachter verweisen auf den politischen Kalender. In Italien wird im kommenden Jahr das Parlament gewählt, in Deutschland stehen im Herbst Landtagswahlen an. Ein Politikwissenschaftler aus Rom vermutet in einer ARD-Analyse, beide Regierungschefs zeigten deshalb demonstrative Härte, um am rechten Rand keine Stimmen zu verlieren.

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart der Streit vor allem eines: Die deutsche Asylpolitik hat sich jahrelang auf europäische Zusagen verlassen, die niemand durchsetzt. Ein Rechtsrahmen, den jeder Partner nach Belieben ignorieren kann, ist kein Rahmen — sondern eine Illusion.

Italienischen Medienberichten zufolge soll es demnächst ein Gespräch zwischen den Innenministern Matteo Piantedosi und Alexander Dobrindt geben. Ob daraus mehr wird als ein freundliches Foto, muss sich zeigen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen