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Kettner Edelmetalle
08.04.2026
06:32 Uhr

Russland und China blockieren Hormus-Resolution: Welthandel bleibt Geisel iranischer Machtspiele

Es ist ein diplomatisches Trauerspiel, das sich im UN-Sicherheitsrat abgespielt hat – und eines, das die Ohnmacht der internationalen Gemeinschaft in aller Schärfe offenlegt. Mit elf Ja-Stimmen und lediglich zwei Nein-Stimmen ist ein Resolutionsentwurf zur Freigabe der vom Iran blockierten Straße von Hormus gescheitert. Zwei Nein-Stimmen. Doch diese zwei Stimmen kamen von Russland und China – den beiden Vetomächten, die einmal mehr bewiesen haben, dass ihnen geopolitisches Kalkül wichtiger ist als die Sicherheit des Welthandels.

Ein „falsches Signal an die Welt"

Bahrains Außenminister Abdullatif bin Raschid al-Sajani fand deutliche Worte. Das Veto Moskaus und Pekings sende ein „falsches Signal an die Welt", erklärte er nach der Abstimmung – und sprach dabei nicht nur für sein eigenes Land, sondern auch im Namen von Katar, Saudi-Arabien, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jordanien. Die Botschaft, die von diesem Veto ausgehe, sei verheerend: Bedrohungen gegen internationale Seewege würden offenbar keine entschiedenen Maßnahmen seitens jener Organisation hervorrufen, die eigentlich für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit zuständig sei.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt – durch die in normalen Zeiten rund ein Fünftel des globalen Ölhandels fließt – wird seit Wochen vom Iran weitgehend blockiert, und die Vereinten Nationen schaffen es nicht, auch nur eine Resolution dagegen zu verabschieden. Willkommen in der multipolaren Weltordnung des 21. Jahrhunderts.

Verwässerter Entwurf – und trotzdem gescheitert

Besonders pikant: Der jüngste Resolutionsentwurf war bereits erheblich abgeschwächt worden. Von einer ausdrücklichen Autorisierung militärischer Gewalt zum Schutz der Meerenge war keine Rede mehr. Stattdessen rief der Text die Staaten lediglich dazu auf, ihre „defensiven" Bemühungen zu koordinieren und zur Sicherheit der Schifffahrt beizutragen – etwa durch die Begleitung von Handelsschiffen. Gleichzeitig forderte der Entwurf den Iran auf, seine Angriffe auf Handelsschiffe zu beenden und jeden Versuch zu unterlassen, den Transitverkehr oder die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu behindern.

Selbst diese diplomatisch weichgespülte Fassung war Russland und China offenbar zu viel. Teheran hatte den Sicherheitsrat im Vorfeld der Abstimmung vor „provokanten Handlungen" gewarnt – und Moskau sowie Peking folgten brav der iranischen Linie. Eine Allianz, die sich in den vergangenen Jahren immer deutlicher abzeichnet und die den Westen vor gewaltige Herausforderungen stellt.

Trumps Ultimatum und die iranische Verweigerung

Seit dem Beginn des Irankriegs Ende Februar ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weitgehend zum Erliegen gekommen. US-Präsident Trump hatte dem Iran ein Ultimatum gestellt, das in der Nacht zum Mittwoch auslaufen sollte – allerdings wurde die Frist bereits mehrfach verschoben und sei nun offenbar auf Mittwochnacht 02.00 Uhr MESZ festgelegt. Trump drohte der iranischen Führung mit massiven Angriffen auf die Infrastruktur des Landes, sollte die Meerenge nicht für den Schiffsverkehr freigegeben werden.

Die Antwort aus Teheran? Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, neue Regelungen für die Passage vorbereitet zu haben. Eine vollständige Öffnung der Meerenge schlossen sie jedoch kategorisch aus. Man fragt sich unwillkürlich, was für „Regelungen" das sein mögen – vermutlich solche, die dem Iran maximale Kontrolle über eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt sichern.

Die Folgen für Deutschland und Europa

Für Deutschland und Europa könnte die Eskalation am Persischen Golf kaum zu einem ungünstigeren Zeitpunkt kommen. Die Energiepreise steigen bereits, die Ölpreise reagieren nervös auf jede Nachricht aus der Region. In einem Land, das ohnehin unter einer schwächelnden Wirtschaft, steigender Inflation und einer erdrückenden Abgabenlast ächzt, wirkt die Hormus-Krise wie ein weiterer Brandbeschleuniger. Die neue Große Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen bereits die Weichen für eine massive Neuverschuldung gestellt – zusätzliche Energiepreisschocks dürften die ohnehin fragile wirtschaftliche Erholung weiter gefährden.

Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet die ostdeutschen Regierungschefs bereits ein Aussetzen der CO2-Abgabe auf Benzin fordern. Die Bürger spüren die Belastung längst am eigenen Geldbeutel. Während die Politik in Berlin über Klimaneutralität bis 2045 philosophiert und diese sogar im Grundgesetz verankert, kämpfen Millionen Deutsche mit explodierenden Lebenshaltungskosten.

Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten

In Zeiten geopolitischer Verwerfungen wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Vermögenssicherung unverzichtbar sind. Wenn internationale Institutionen versagen, Handelsrouten blockiert werden und die Energiepreise durch die Decke gehen, bieten Gold und Silber jenen Schutz, den weder Papiergeld noch digitale Versprechen gewährleisten können. Wer sein Portfolio klug diversifiziert und auf bewährte Wertanlagen setzt, ist für solche Krisen deutlich besser gerüstet als jene, die blind auf die Stabilität eines zunehmend dysfunktionalen internationalen Systems vertrauen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Finanzberaters getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der in diesem Artikel enthaltenen Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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