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13.01.2026
20:32 Uhr

Russland-Ukraine-Krieg übertrifft Dauer des sowjetischen Kampfes gegen Nazi-Deutschland

Russland-Ukraine-Krieg übertrifft Dauer des sowjetischen Kampfes gegen Nazi-Deutschland

Ein düsterer Meilenstein wurde in dieser Woche erreicht, der die historische Dimension des andauernden Konflikts in Osteuropa schonungslos offenbart: Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat am Tag 1.419 offiziell die gesamte Dauer des sowjetischen Feldzuges gegen das nationalsozialistische Deutschland überschritten. Jener historische Kampf, der von Juni 1941 bis Mai 1945 tobte, dauerte exakt 1.418 Tage.

Ein Krieg ohne absehbares Ende

Während die Rote Armee einst die Wehrmacht vom Wolgaufer bis nach Berlin zurückdrängte und die deutsche Hauptstadt einnahm, präsentiert sich der aktuelle Konflikt als zermürbender Stellungskrieg. Beide Seiten haben mutmaßlich Hunderttausende Soldaten verloren – eine ganze Generation junger Männer wird auf den Schlachtfeldern der Ostukraine regelrecht ausgelöscht.

Russland hält derzeit die Oberhand auf dem Schlachtfeld, doch der Vormarsch gestaltet sich quälend langsam. Wie die Times of London berichtet, belaufen sich die russischen Geländegewinne in der Region Donezk trotz monatelanger Kämpfe auf lediglich etwa 50 Kilometer von den ursprünglichen Positionen.

Der Westen als Lebensader Kiews

Die ukrainischen Streitkräfte werden maßgeblich durch Milliarden an Waffenlieferungen, Ausbildungsprogrammen und Finanzhilfen der NATO und westlicher Unterstützer am Leben gehalten. Eine aktuelle Studie des russischen BBC-Dienstes und Mediazona beziffert die russischen Gefallenen auf mindestens 160.000 – wobei die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen könnte. Gleichzeitig dürften die ukrainischen Verluste nach internationalen Schätzungen ein Vielfaches davon betragen.

Die Europäische Union hat kürzlich zugesagt, der Ukraine 90 Milliarden Euro – etwa 105 Milliarden Dollar – zu leihen, um eine drohende Finanzkrise in Kiew abzuwenden.

Europas größte Armee entsteht

Der Krieg hat die Ukraine zur größten Militärmacht Europas geformt. Mit 800.000 Soldaten unter Waffen verfügt das Land über mehr Kampferfahrung als sämtliche europäischen Verbündeten zusammen. Die Frage, wie diese gewaltige Streitmacht nach Kriegsende finanziert und unterhalten werden soll, stellt eine der größten Herausforderungen für die ukrainische Regierung dar.

Die versäumte Diplomatie des Westens

Westliche Politiker betonen unermüdlich ihre Unterstützung für die Ukraine und beschuldigen Moskau, den Konflikt in die Länge zu ziehen. Doch nur wenige haben bislang anerkannt, dass Russlands Sicherheitsbedenken hinsichtlich der NATO-Osterweiterung durchaus legitim sein könnten. Präsident Trump hat gelegentlich Verständnis für Moskaus Position signalisiert, gleichzeitig jedoch hinter den Kulissen eskaliert – etwa durch die Genehmigung amerikanischer Geheimdienstunterstützung für ukrainische Drohnenangriffe tief im russischen Territorium.

Die Friedensbemühungen der Trump-Administration sind bislang gescheitert, wenngleich die Kommunikationskanäle zwischen Washington und Moskau weiterhin offen bleiben. Ukrainische Offizielle warnen derweil vor neuen russischen Offensiven im Norden, während der Kreml den Konflikt nach wie vor lediglich als "militärische Spezialoperation" bezeichnet – ein Euphemismus, der eine vollständige gesellschaftliche Mobilisierung bislang vermeidet.

Die Tragödie dieses Krieges liegt nicht zuletzt darin, dass eine nüchterne Analyse der Ursachen und eine ehrliche Diplomatie von Anfang an möglicherweise Hunderttausende Menschenleben hätten retten können.

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