
Russische Drohne über Schweden: Provokation nahe französischem Flugzeugträger
Was sich in den schwedischen Gewässern vor Malmö abspielte, liest sich wie das Drehbuch eines Kalten-Kriegs-Thrillers – nur dass es bittere Realität ist. Eine verdächtige Drohne wurde in unmittelbarer Nähe des französischen Flugzeugträgers „Charles de Gaulle" gesichtet, der im Hafen von Malmö vor Anker lag. Schwedische Abwehrsysteme griffen ein und störten den Flugkörper in seinem Betrieb. Der schwedische Verteidigungsminister Pal Jonson ließ wenig Zweifel an der Herkunft des ungebetenen Gastes: Die Drohne sei „wahrscheinlich" russischen Ursprungs gewesen.
Ein russisches Kriegsschiff als stummer Zeuge
Die Begründung für diese Einschätzung ist so simpel wie beunruhigend. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls habe sich ein russisches Militärschiff in der „unmittelbaren Umgebung" befunden. „Aller Wahrscheinlichkeit nach gibt es eine starke Verbindung zwischen dem russischen Militärschiff und dieser Drohne", erklärte Jonson im schwedischen Fernsehsender SVT. Die Drohne sei dabei vermutlich sogar in den schwedischen Luftraum eingedrungen – ein Vorgang, der in früheren Zeiten als klarer Akt der Provokation gewertet worden wäre. Und genau das ist er auch heute.
Schweden, das erst 2024 der NATO beigetreten ist, sieht sich damit einer neuen Dimension russischer Dreistigkeit ausgesetzt. Dass Moskau offenbar keinerlei Hemmungen hat, einen NATO-Verbündeten in seinen eigenen Hoheitsgewässern auszuspionieren – und das ausgerechnet in der Nähe eines der mächtigsten Kriegsschiffe Europas –, spricht Bände über den Zustand der internationalen Sicherheitsarchitektur.
Massiver Raketenangriff auf die Ukraine
Während sich die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges intensivieren, fährt Russland seine militärische Brutalität unvermindert fort. In der Nacht zum Donnerstag überzog Moskau die Ukraine mit einem wahren Hagel aus 420 Drohnen und 39 Raketen verschiedener Bauart, darunter elf ballistische Raketen. Präsident Selenskyj berichtete, dass kritische Infrastruktur und Wohngebiete in acht Regionen des Landes getroffen worden seien. Dutzende Menschen wurden verletzt – darunter auch Kinder.
Allein in der Region Charkiw erlitten mindestens 14 Menschen Verletzungen, unter ihnen ein siebenjähriger Junge. In Saporischschja meldeten die Behörden sieben Verletzte. Auch die Hafenanlagen in Odessa wurden attackiert, wobei Lagerhäuser, Lebensmittelcontainer und Ausrüstung beschädigt wurden. Der ukrainische Seekorridor im Schwarzen Meer, über den jährlich 176 Millionen Tonnen Fracht – darunter über 150 Millionen Tonnen Getreide – umgeschlagen werden, blieb jedoch nach Angaben des stellvertretenden Ministerpräsidenten Olexij Kuleba betriebsbereit.
Kiew unter Beschuss – Luftverteidigung im Dauereinsatz
Auch die ukrainische Hauptstadt Kiew wurde von Explosionen erschüttert. Kampfdrohnen und ballistische Raketen zwangen die Bevölkerung erneut in die Schutzräume. Bemerkenswert ist allerdings die Einschätzung von Beobachtern vor Ort: Offenbar habe die Ukraine in jüngster Zeit Flugabwehrraketen in deutlich größerem Umfang erhalten, was die Abfangquote erheblich verbessert habe. Ein kleiner Lichtblick inmitten des Schreckens – doch er ändert nichts an der grundsätzlichen Verwundbarkeit eines Landes, das seit über drei Jahren unter permanentem Beschuss steht.
Diplomatisches Ringen: Dreier-Gipfel in Abu Dhabi geplant
Parallel zum militärischen Inferno laufen die diplomatischen Drähte heiß. Nach Gesprächen zwischen ukrainischen und amerikanischen Unterhändlern in Genf – darunter der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow sowie die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner – soll bereits Anfang März ein trilaterales Treffen mit russischer Beteiligung in Abu Dhabi stattfinden. Selenskyj erklärte, nun müsse „alles, was für echte Sicherheitsgarantien erreicht wurde", finalisiert werden.
US-Präsident Donald Trump drängt offenbar massiv auf eine schnelle Lösung. Nach einem 30-minütigen Telefonat mit Selenskyj soll Trump den Wunsch geäußert haben, den Krieg bereits bis Ende März zu beenden und ein Friedensabkommen noch vor dem Sommer anzustreben. Man darf gespannt sein, ob dieser ambitionierte Zeitplan auch nur annähernd realistisch ist – oder ob er eher dem Trumpschen Hang zur großen Geste entspringt als einer nüchternen Lageanalyse.
Selenskyj selbst gab sich wenig optimistisch, was die russische Verhandlungsbereitschaft betrifft. Putin stoppe seine „Kriegsmaschine" nicht, im Gegenteil: Er bereite sich darauf vor, weiterzukämpfen. „Die Welt muss bereit sein, Druck auf Russland auszuüben, damit sich dies ändert", mahnte der ukrainische Präsident. Ein Gipfeltreffen der Staatschefs könne helfen, „Schlüsselfragen" zu lösen – gerade bei einem „so personalisierten Regime" wie dem russischen.
IWF bewilligt Milliarden-Kredit – und Europa streitet weiter
Der Internationale Währungsfonds hat derweil einen neuen Kredit über 8,1 Milliarden Dollar für die Ukraine bewilligt, der über vier Jahre laufen soll. 1,5 Milliarden Dollar würden sofort ausgezahlt. Dieses Paket ist Teil einer internationalen Unterstützung in Höhe von insgesamt 136,5 Milliarden Dollar – eine astronomische Summe, die letztlich auch den westlichen Steuerzahler belastet.
Innerhalb der EU sorgt unterdessen Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán für Unruhe. Er schlug eine Untersuchungsmission zur beschädigten Druschba-Ölpipeline in der Ukraine vor und verknüpfte dies geschickt mit der Aussicht auf ein Ende seiner Blockade neuer Ukraine-Hilfen. Budapest hatte aus Protest gegen den Stopp russischer Öllieferungen neue Sanktionen und einen EU-Kredit für Kiew blockiert. Orbán zeigt damit einmal mehr, dass er als einer der wenigen europäischen Staatschefs bereit ist, unbequeme Fragen zu stellen und nationale Interessen über den Brüsseler Konsens zu stellen.
Großbritannien provoziert mit Truppenentsendungs-Fantasien
Für zusätzliche Spannungen sorgte der britische Verteidigungsminister John Healey mit seiner Aussage, er wolle derjenige sein, der „britische Truppen in die Ukraine entsendet – denn das wird bedeuten, dass dieser Krieg endlich vorbei ist." Moskau reagierte prompt und scharf. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, warnte, eine solche Entsendung würde den Konflikt nicht beenden, sondern verlängern und das Risiko einer „groß angelegten militärischen Konfrontation unter Beteiligung vieler weiterer Staaten" erhöhen.
Man muss kein Militärstratege sein, um zu erkennen, dass derartige Säbelrasselei aus London wenig hilfreich ist. Was Europa und insbesondere Deutschland braucht, ist eine nüchterne, an den eigenen Sicherheitsinteressen orientierte Außenpolitik – keine rhetorischen Eskalationen, die den Kontinent näher an den Abgrund eines großen Krieges rücken. Die Frage, die sich der deutsche Bürger stellen muss, lautet: Wer vertritt eigentlich unsere Interessen in diesem gefährlichen Spiel der Großmächte?
Russland-Embargo: Durchsuchungen in Hamburg
Auch auf deutschem Boden hat der Krieg seine Spuren hinterlassen – wenn auch anderer Art. In Hamburg steht der Geschäftsführer dreier Firmen im Verdacht, in mehr als 900 Fällen gegen das Russland-Embargo verstoßen zu haben. Waren im Wert von über vier Millionen Euro sollen mittelbar aus Russland eingeführt worden sein. Das Zollfahndungsamt Essen führte Durchsuchungen durch, machte aber aufgrund laufender Ermittlungen noch keine Angaben zur Art der Waren. Ein Fall, der zeigt, dass die Sanktionspolitik zwar auf dem Papier streng ist, in der Praxis aber offenbar erhebliche Lücken aufweist.
Die Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg verdeutlichen einmal mehr, wie fragil die europäische Sicherheitsordnung geworden ist. Russische Drohnen über NATO-Gewässern, massive Raketenangriffe auf Zivilisten, diplomatisches Tauziehen und wirtschaftliche Verwerfungen – all das sind Symptome einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. In solchen Zeiten der Unsicherheit erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als bewährte Krisenwährung ihren festen Platz in einem breit aufgestellten Vermögensportfolio verdienen. Wer sein Erspartes vor den Unwägbarkeiten geopolitischer Verwerfungen und inflationärer Geldpolitik schützen möchte, tut gut daran, auf zeitlose Werte zu setzen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











