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Kettner Edelmetalle
05.07.2026
13:57 Uhr

Runder Tisch für die Autoindustrie: Wenn die Symptome bekämpft werden statt der Ursachen

Runder Tisch für die Autoindustrie: Wenn die Symptome bekämpft werden statt der Ursachen

Die deutsche Automobilindustrie, einst der ganze Stolz einer Exportnation, taumelt. Und was tut man, wenn die Fundamente wanken? Man ruft nach einem runden Tisch. So zumindest die Idee von Frank Sell, dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden von Bosch Mobility, der gegenüber dem "Spiegel" eine gemeinsame Kraftanstrengung von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Politik forderte. Man könne nicht so weitermachen wie bisher, ließ er verlauten.

Die Diagnose stimmt – doch die Therapie bleibt fraglich

In einem Punkt hat der Betriebsratschef zweifellos recht: So kann es nicht weitergehen. Doch die spannende Frage lautet, warum es überhaupt so weit kommen musste. Wer die Zeichen ehrlich lesen möchte, kommt an einer unbequemen Wahrheit nicht vorbei: Die Krise der deutschen Autoindustrie ist hausgemacht. Jahrelange ideologische Vorgaben aus Berlin und Brüssel, ein überhasteter Verbrenner-Ausstieg, explodierende Energiepreise und eine Bürokratie, die jeden Unternehmergeist erstickt, haben das Fundament ausgehöhlt.

Sell fordert eine Taskforce, die sich erst wieder trenne, wenn sie tragfähige Lösungen für die Zukunft der Branche erarbeitet habe. Ein löblicher Wunsch. Nur droht ein solches Gremium schnell zur nächsten Schwatzbude zu verkommen, in der man sich gegenseitig die Verantwortung zuschiebt, ohne den eigentlichen Elefanten im Raum zu benennen.

Heißer Sommer und Herbst: Die Fronten verhärten sich

Der Konflikt entzündet sich vor allem an einer Frage: Arbeitszeit und Sparprogramme. Am vergangenen Freitag protestierten Tausende Mercedes-Beschäftigte vor der Konzernzentrale in Stuttgart-Untertürkheim. Der Anlass? Konzernchef Ola Källenius und Personalvorständin Britta Seeger hatten die Belegschaft aufgefordert, künftig für das gleiche Geld mehr zu arbeiten.

Wem nichts anderes einfalle, als nach der 40-Stunden-Woche zu schreien, habe die Zeichen der Zeit nicht erkannt, kritisierte BMW-Betriebsratschef Martin Kimmich.

Die IG Metall wiederum kündigte einen "heißen Sommer und Herbst" an und stellte weitere Proteste in Aussicht – auch bei Volkswagen, wo Vorstandschef Oliver Blume dem Aufsichtsrat einen radikalen Spar- und Umbauplan präsentieren wollte. Man sieht: Zwischen Vorständen, die den Rotstift ansetzen, und Belegschaften, die um ihren Wohlstand fürchten, klafft ein tiefer Graben.

Wer schützt eigentlich den Standort Deutschland?

Bemerkenswert ist, worüber im Zuge dieser Debatte kaum gesprochen wird: die Rahmenbedingungen, die diese Misere erst herbeigeführt haben. Statt sich gegenseitig über Wochenarbeitsstunden zu zerfleischen, müssten Arbeitgeber und Gewerkschaften gemeinsam gegen jene Politik aufbegehren, die Deutschland als Industriestandort systematisch demontiert hat. Denn was nützt der schönste runde Tisch, wenn die Politik weiterhin an den Stellschrauben dreht, die den Motor abwürgen?

Es ist die bittere Ironie unserer Zeit: Man kämpft um die Verteilung eines Kuchens, der immer kleiner wird, statt zu fragen, wer ihn eigentlich schrumpfen lässt. Diese Sichtweise teilt nicht nur unsere Redaktion, sondern zunehmend ein großer Teil jener Bürger, die täglich sehen, wie einer der letzten Trümpfe der deutschen Wirtschaft aus der Hand gegeben wird.

Was der kluge Anleger daraus lernt

Wenn selbst Schwergewichte wie Mercedes, BMW und Volkswagen ins Wanken geraten, sollte das jedem Sparer zu denken geben. Denn wo die reale Wirtschaft schwächelt, verlieren Papierwerte und Aktienportfolios schnell an Substanz. In solch stürmischen Zeiten haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrhunderten als Fels in der Brandung bewährt – als Wertspeicher, der weder von Vorstandsentscheidungen noch von politischen Fehltritten abhängt. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie das, was Aktien in Krisenzeiten oft vermissen lassen: echte Sicherheit.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist selbst verpflichtet, sich umfassend zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen eigenständig.

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