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Kettner Edelmetalle
21.05.2026
07:26 Uhr

Rente mit 70: Wie der Staat die junge Generation in die Altersarmut schickt

Es ist die nächste schallende Ohrfeige für Millionen fleißiger Beitragszahler: Die von der Bundesregierung eingesetzte Alterssicherungskommission denkt offenbar laut darüber nach, das gesetzliche Renteneintrittsalter schrittweise auf 70 Jahre anzuheben. Gleichzeitig soll das Rentenniveau weiter abgesenkt werden. Wer geglaubt hatte, der Sozialstaat deutscher Prägung sei eine Konstante, der wird nun eines Besseren belehrt. Das politische Versagen mehrerer Jahrzehnte wird auf den Schultern der Jüngeren abgeladen – ganz so, als hätten diese nicht ohnehin schon genug zu tragen.

Ein Stufenmodell der Enttäuschung

Wie die Bild unter Berufung auf das Umfeld der Kommission berichtet, soll Ende Juni ein Reformpaket präsentiert werden, das es in sich hat. Anfang der 2040er-Jahre wäre demnach Schluss mit der Rente mit 67 – es ginge hoch auf 68 Jahre. Ein Jahrzehnt später folgte die Anhebung auf 69 Jahre, und ab 2061/62 soll dann die magische Schwelle von 70 Jahren erreicht sein. Wer heute Mitte zwanzig ist, darf sich also schon einmal mental darauf einstellen, fast bis zur Bahre zu schuften, bevor er in den verdienten Ruhestand wechseln darf.

Den Vorsitz der Kommission teilen sich die Sozialrechtsprofessorin Constanze Janda und der ehemalige Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise. Offiziell arbeite das Gremium unabhängig und weisungsfrei, heißt es aus Regierungskreisen. Doch wer politische Prozesse in Berlin kennt, weiß: Solche Kommissionen liefern selten Ergebnisse, die nicht zumindest in groben Zügen erwünscht sind.

Rentenniveau auf der Rutschbahn nach unten

Doch damit nicht genug. Die Experten erwägen offenbar, das Rentenniveau nach 2031 von derzeit 48 auf 46 Prozent abzusenken. Bis 2031 wurde die sogenannte Haltelinie mit dem aktuellen Rentenpaket politisch fixiert – danach jedoch beginnt freier Fall. Für künftige Rentner bedeutet das: Im Verhältnis zum durchschnittlichen Lohn wird die Rente spürbar magerer ausfallen. Eine schleichende Entwertung der Lebensleistung, kaschiert hinter technokratischen Formulierungen.

Mütterrente und Rente mit 63 auf dem Prüfstand

Auch die beiden sozialpolitischen Säulen Mütterrente und „Rente mit 63" sollen offenbar nicht unangetastet bleiben. Beide gelten der Kommission als zu teuer. Gerade die Mütterrente, erst kürzlich erweitert, sodass auch für vor 1992 geborene Kinder drei Jahre Kindererziehungszeit angerechnet werden, war ein längst überfälliger Akt der Anerkennung familiärer Lebensleistung. Wer Kinder großgezogen hat, hat dem Staat seine künftigen Beitragszahler geschenkt – ein Beitrag, der in unserer kinderarmen Gesellschaft gar nicht hoch genug bewertet werden kann. Doch ausgerechnet hier soll nun der Rotstift kreisen.

Beamte? Bloß nicht behelligen!

Besonders pikant: Die Frage, ob künftig auch Beamte in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen sollen, wird in der Kommission offenbar mit einem deutlichen „Nein" beantwortet. Eine Mehrheit zeichne sich dafür nicht ab, heißt es. Man wundert sich nicht: Politiker und Staatsdiener sichern sich ihre Pensionsprivilegien, während dem normalen Arbeitnehmer zugemutet wird, drei Jahre länger an der Werkbank, im Krankenhaus oder auf der Baustelle zu stehen. Die Argumentation, zusätzliche Beitragszahler brächten kurzfristig Einnahmen, aber langfristig neue Leistungsansprüche, ist juristisch korrekt, gerechtigkeitspolitisch jedoch ein Hohn.

Demografie als bequeme Ausrede

Natürlich verweist die Politik gebetsmühlenartig auf die demografische Entwicklung. Die geburtenstarken Jahrgänge gingen in Rente, weniger Beitragszahler rückten nach – so die Standarderzählung. Doch wer hat denn jahrzehntelang verschlafen, eine echte Familienpolitik zu betreiben, die junge Paare ermutigt, Kinder zu bekommen? Wer hat es versäumt, eine kapitalgedeckte Vorsorge nach schwedischem oder norwegischem Vorbild aufzubauen, während andere Länder Staatsfonds in Billionenhöhe ansparten? Die Antwort liegt auf der Hand: dieselben politischen Akteure, die nun mit der Brechstange Reformen erzwingen wollen.

Die drei Säulen-Illusion

Die Kommission will ihren Vorschlag offenbar in ein Drei-Säulen-Modell einbetten: gesetzliche Rente, betriebliche Altersvorsorge und private Vorsorge. In zehn bis fünfzehn Jahren, so die hoffnungsfrohe Botschaft, könne die Gesamtversorgung höher liegen als heute. Doch wer soll diese private Vorsorge stemmen, wenn Inflation, explodierende Lebenshaltungskosten und immer höhere Steuern und Abgaben die Sparquote vieler Haushalte längst auf null gedrückt haben? Und auf welche Produkte sollen sich die Menschen verlassen – auf Aktienfonds, deren Werte in Krisenzeiten erodieren, oder auf staatlich geförderte Vorsorgevehikel wie Riester, deren Bilanz blamabel ist?

Sachwerte als Anker in stürmischen Zeiten

In einer Zeit, in der das staatliche Rentenversprechen mehr und mehr zur Makulatur verkommt, gewinnen Sachwerte als Baustein der Altersvorsorge erheblich an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg ihre Funktion als Wertspeicher bewiesen – unabhängig von politischen Mehrheiten, Reformkommissionen und Haushaltsentscheidungen. Wer sich nicht allein auf das Wohlwollen künftiger Politikergenerationen verlassen möchte, tut gut daran, einen Teil seines Vermögens in krisenfeste Sachwerte zu diversifizieren. Eine breit gestreute Vermögensstruktur, in der physische Edelmetalle eine sinnvolle Beimischung darstellen, kann gerade in Zeiten staatlicher Vertrauenskrisen ein wichtiger Anker sein.

Fazit: Politik auf Kosten der Jugend

Ob die Vorschläge der Kommission tatsächlich Gesetz werden, bleibt abzuwarten. Bundesregierung und Bundestag müssen daraus erst konkrete Gesetzesvorhaben formen. Doch die Richtung ist klar: Die junge Generation, ohnehin schon belastet mit dem 500-Milliarden-Schuldenpaket der Großen Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz, soll auch noch das demografische Versagen der Politik schultern. Drei Jahre länger arbeiten, weniger Rente bekommen, mehr Beiträge zahlen – das ist die bittere Bilanz für all jene, die heute jung sind und morgen das Land tragen sollen. Wer Vertrauen in den Staat verloren hat, dem bleibt nur eines: selbst vorzusorgen, und zwar in Werten, die kein Politiker mit einem Federstrich entwerten kann.

Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen stellen ausschließlich die Meinung unserer Redaktion dar und sind keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Leser ist verpflichtet, sich selbst eingehend zu informieren und gegebenenfalls qualifizierten Rat einzuholen. Anlageentscheidungen liegen ausschließlich in der Verantwortung des Anlegers selbst.

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