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23.02.2026
19:16 Uhr

Rente mit 70 vom Tisch? Bas beschwichtigt – doch die demografische Bombe tickt weiter

Rente mit 70 vom Tisch? Bas beschwichtigt – doch die demografische Bombe tickt weiter

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hat in einem Fernsehinterview eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre für die laufende Legislaturperiode kategorisch ausgeschlossen. Was auf den ersten Blick wie eine beruhigende Nachricht für Millionen deutscher Arbeitnehmer klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als das, was es ist: ein politisches Manöver, das die eigentlichen Probleme unseres maroden Rentensystems elegant umschifft.

Versprechen mit Verfallsdatum

In der ntv-Sendung „Pinar Atalay" erklärte die SPD-Vorsitzende auf die direkte Frage, ob sie eine Rente mit 70 ausschließen könne: „Für diese Legislatur? Ja." Man beachte die feine Einschränkung. Für diese Legislatur. Was danach kommt, steht offenbar auf einem ganz anderen Blatt. Es ist das altbekannte Spiel der deutschen Politik: Versprechen werden nicht gebrochen – sie bekommen lediglich ein Ablaufdatum.

Bas versuchte sich in der Sendung an einer rhetorischen Neuausrichtung der Debatte. Es müsse nicht immer an einem konkreten Lebensalter festgemacht werden, so die Ministerin. Stattdessen solle man fragen, wie langjährig Versicherte „irgendwann rausgehen können" und welche Beitragsdauer nötig sei, um eine angemessene Rente zu erhalten. Klingt vernünftig. Klingt nach Aufbruch. Klingt aber auch verdächtig nach dem Versuch, eine unbequeme Zahl – die 70 – durch wolkige Formulierungen zu ersetzen, ohne am Grundproblem auch nur einen Millimeter zu rütteln.

Die Alterssicherungskommission als Zeitspiel

Derzeit würden diese Fragen in einer sogenannten Alterssicherungskommission diskutiert, erklärte Bas. Man kennt das Prozedere: Wenn die Politik nicht handeln will, gründet sie eine Kommission. Diese tagt, berät, erstellt Gutachten – und am Ende passiert wenig bis nichts. Währenddessen tickt die demografische Zeitbombe unerbittlich weiter.

Die Fakten sind brutal und lassen sich durch keine noch so geschickte Rhetorik wegdiskutieren. Die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer-Generation gehen in den kommenden Jahren massenhaft in Rente. Gleichzeitig schrumpft die Zahl der Beitragszahler dramatisch. Das Verhältnis von Einzahlern zu Empfängern verschlechtert sich mit jedem Jahr. Schon heute verschlingt der Bundeszuschuss zur Rentenversicherung rund ein Drittel des gesamten Bundeshaushalts – Tendenz steil steigend.

Schutz für Schwächere – oder leere Worte?

Immerhin räumte Bas ein, dass auch jene geschützt werden müssten, die aus gesundheitlichen Gründen nicht bis ins hohe Alter arbeiten könnten. Ein Zugeständnis, das so selbstverständlich klingt, dass man sich fragt, warum es überhaupt erwähnt werden muss. Doch genau hier liegt der Kern des Problems: Während Akademiker und Schreibtischarbeiter theoretisch auch mit 67 oder 68 noch produktiv sein können, sieht die Realität für Handwerker, Pflegekräfte und Bauarbeiter völlig anders aus. Deren Körper sind oft schon mit Anfang 60 am Ende.

Dass die SPD-Vorsitzende ihre eigene Partei aufforderte, in dieser Frage „offen" zu sein, lässt tief blicken. Es deutet darauf hin, dass hinter den Kulissen der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD längst über Modelle diskutiert wird, die dem Bürger noch nicht schmackhaft gemacht werden sollen. Die Bedingung, die Bas formulierte – eine „lebensstandardsichernde Rente" –, klingt wie ein Versprechen, das angesichts der finanziellen Realitäten kaum einzuhalten sein dürfte.

Das eigentliche Problem wird verschwiegen

Was Bas und ihre Kabinettskollegen geflissentlich verschweigen: Das deutsche Rentensystem in seiner jetzigen Form ist ein Auslaufmodell. Es basiert auf einem Generationenvertrag, der in Zeiten sinkender Geburtenraten und steigender Lebenserwartung schlicht nicht mehr funktioniert. Statt ehrlich über grundlegende Reformen zu sprechen, wird der Bürger mit Beruhigungspillen abgespeist. Keine Rente mit 70 – zumindest nicht jetzt. Aber was kommt stattdessen? Höhere Beiträge? Niedrigere Renten? Noch mehr Schulden?

Das kürzlich beschlossene 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen der Bundesregierung wird die Staatsfinanzen ohnehin auf Jahre hinaus belasten. Jeder Euro, der für Zinszahlungen aufgewendet werden muss, fehlt an anderer Stelle – auch bei der Rente. Friedrich Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Dieses Versprechen hat sich bereits in Luft aufgelöst, noch bevor die Tinte auf dem Koalitionsvertrag richtig trocken war.

Eigenvorsorge wichtiger denn je

Für den einzelnen Bürger bedeutet all dies vor allem eines: Sich auf die gesetzliche Rente allein zu verlassen, wäre fahrlässig. Wer im Alter seinen Lebensstandard auch nur annähernd halten möchte, muss privat vorsorgen. In Zeiten, in denen die Inflation die Kaufkraft des Euro stetig auffrisst und die Staatsschulden in schwindelerregende Höhen klettern, gewinnt die Absicherung durch physische Edelmetalle wie Gold und Silber zunehmend an Bedeutung. Sie bieten seit Jahrtausenden einen bewährten Schutz gegen Geldentwertung und können als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios zur langfristigen Vermögenssicherung beitragen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Konsultation eines qualifizierten Finanzberaters getroffen werden. Für Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen entstehen könnten, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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