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Kettner Edelmetalle
25.02.2026
20:48 Uhr

Rente mit 70? Bas verspricht Aufschub – doch das Versprechen hat ein Verfallsdatum

Man muss schon ein gewisses Maß an politischer Chuzpe mitbringen, um eine Aussage als Beruhigungspille zu verkaufen, die bei genauem Hinsehen nichts anderes ist als ein Eingeständnis der eigenen Ratlosigkeit. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas von der SPD hat in einem Fernsehinterview erklärt, eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf siebzig Jahre sei in dieser Legislaturperiode ausgeschlossen. Für diese Legislatur? Ja. Wohlgemerkt: nur für diese.

Ein Versprechen mit eingebautem Ablaufdatum

Die Formulierung ist so durchsichtig wie ein frisch geputztes Fenster. Wer ausdrücklich betont, dass etwas nur für den aktuellen Zeitraum nicht geschehe, der signalisiert damit unmissverständlich, dass es danach sehr wohl kommen könnte. Die Rentenkommission prüfe bereits verschiedene Szenarien, hieß es weiter. Ein konkreter Beschluss sei zwar „noch in weiter Ferne" – doch wer die politische Landschaft Deutschlands kennt, weiß, dass solche Formulierungen in Berlin häufig die Halbwertszeit einer Schneeflocke im Juli haben.

Bas plädierte stattdessen für eine „breitere Debatte" und betonte, es müsse nicht immer an einem fixen Lebensalter festgemacht werden. Entscheidend sei vielmehr die Frage, wie langjährig Versicherte zu einer „lebensstandardsichernden Rente" gelangen könnten. Klingt wunderbar. Klingt nach Empathie und Weitsicht. Doch was bedeutet das konkret? Nichts. Rein gar nichts. Es ist die politische Kunst der wohlklingenden Worthülse, perfektioniert über Jahrzehnte sozialdemokratischer Regierungsbeteiligung.

Merz spricht vom „Paradigmenwechsel" – und meint Eigenverantwortung

Parallel zu den beschwichtigenden Worten seiner Koalitionspartnerin ließ Bundeskanzler Friedrich Merz am Wochenende eine ganz andere Tonlage anklingen. Er sprach von einem „Paradigmenwechsel" in der Rentenpolitik. Die gesetzliche Rente werde künftig nur noch ein Baustein eines Gesamtversorgungssystems sein. Private und betriebliche Vorsorge sollten massiv an Bedeutung gewinnen.

Übersetzt aus dem Politikerdeutsch heißt das: Der Staat zieht sich Stück für Stück aus seiner Verantwortung zurück. Der Bürger soll selbst sehen, wie er im Alter über die Runden kommt. Und das in einer Zeit, in der die Reallöhne stagnieren, die Inflation durch das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen weiter angeheizt wird und die Lebenshaltungskosten vielen Familien bereits jetzt die Luft zum Atmen nehmen. Ein „Paradigmenwechsel" also – allerdings einer, der vor allem zulasten derjenigen geht, die ihr Leben lang in die Sozialkassen eingezahlt haben.

Die eigentliche Frage wird nicht gestellt

Was in dieser gesamten Debatte konsequent ausgeblendet wird, ist die Frage nach den wahren Ursachen der Rentenmisere. Milliarden fließen Jahr für Jahr in die Versorgung von Migranten, die ohne jegliche Beitragsleistung Sozialleistungen beziehen. Die Kosten für ideologisch getriebene Projekte – vom Klimafonds bis zur militärischen Aufrüstung – explodieren förmlich. Und gleichzeitig soll der deutsche Arbeitnehmer, der vierzig oder mehr Jahre geschuftet hat, akzeptieren, dass seine Rente möglicherweise nicht mehr zum Leben reicht?

Es ist eine Ironie der besonderen Art, dass Politiker, die nach wenigen Legislaturperioden Pensionsansprüche in einer Höhe erwerben, von der ein durchschnittlicher Rentner nur träumen kann, dem Volk erklären wollen, man müsse eben „breiter denken". Während Senioren in deutschen Innenstädten Pfandflaschen sammeln, um ihre karge Rente aufzubessern, debattiert die politische Klasse darüber, ob siebzig nicht doch das neue Fünfundsechzig sein könnte.

Vermögenssicherung wird zur Bürgerpflicht

Angesichts dieser Entwicklungen wird eines immer deutlicher: Wer sich auf staatliche Zusagen verlässt, der ist verlassen. Die schleichende Entwertung der Rente durch Inflation, die absehbare Anhebung des Renteneintrittsalters und der proklamierte „Paradigmenwechsel" hin zur Eigenvorsorge machen eines unausweichlich – jeder Bürger muss selbst für seine Absicherung im Alter sorgen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt und können als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios dienen, um das eigene Vermögen gegen die fortschreitende Geldentwertung zu schützen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für individuelle Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich. Wir empfehlen, im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren.

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