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Kettner Edelmetalle
08.06.2026
15:30 Uhr

Rekordtief der Zuversicht: 86 Prozent der Deutschen halten ihr Land für einen Geisterfahrer

Rekordtief der Zuversicht: 86 Prozent der Deutschen halten ihr Land für einen Geisterfahrer

Es ist ein Befund, der jede Festrede der Berliner Polit-Prominenz in sich zusammenfallen lässt wie ein Soufflé im Zugwind: Nur noch klägliche 14 Prozent der Deutschen glauben daran, dass ihr Land überhaupt noch in die richtige Richtung steuert. Das ist der niedrigste Wert, seit das Markt- und Sozialforschungsunternehmen Ipsos vor 15 Jahren begann, diese Zeitreihe zu erheben. Wer braucht angesichts solcher Zahlen noch eine Oppositionspartei, wenn das Volk selbst längst sein vernichtendes Urteil gefällt hat?

Tiefer als nach dem Ampel-Crash

Man muss sich die Dimension vor Augen führen: Selbst der Zusammenbruch der unsäglichen Ampelkoalition im Februar 2025 hatte noch 17 Prozent zuversichtliche Bürger zurückgelassen. Heute, unter der Großen Koalition aus Union und SPD, ist dieser Rest an Hoffnung weiter abgeschmolzen. Sage und schreibe 86 Prozent der Befragten sehen das Land auf dem Holzweg – ein Plus von vier Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat und satte 13 Punkte mehr als noch vor einem Jahr.

Noch nie waren so wenige Bürger davon überzeugt, dass Deutschland auf dem richtigen Weg ist. Die versprochene Wende blieb ein leeres Wahlkampfecho.

Im internationalen Vergleich entpuppt sich der deutsche Pessimismus als geradezu rekordverdächtig. Während weltweit im Schnitt immerhin 39 Prozent der Menschen ihrem Land eine positive Entwicklung attestieren, herrscht hierzulande eine düstere Stimmung. Wer Friedrich Merz im Wahlkampf von Aufbruch und neuer Stärke schwadronieren hörte, reibt sich heute verwundert die Augen.

Die Inflation als Angstgegner Nummer eins

Besonders aufschlussreich: Größte Sorge bereitet den Deutschen nicht etwa die Massenmigration, sondern die Inflation. 34 Prozent fürchten die schleichende Geldentwertung – ein Plus von drei Prozentpunkten. Dicht dahinter folgen Armut und soziale Ungerechtigkeit mit 32 Prozent. Kriminalität und Gewalt sowie die militärischen Konflikte zwischen Staaten landen mit jeweils 27 Prozent ebenfalls weit oben auf der Sorgenliste.

Ipsos-Politikforscher Robert Grimm verweist auf den eskalierten Irankrieg als einen Treiber dieser Stimmungsverschiebung. Die Blockade der Straße von Hormus verteuere die Energiepreise spürbar, zunächst an der Zapfsäule, mittlerweile auch quer durch das gesamte Konsumgüter-Sortiment. Die Europäische Zentralbank meldet im Euroraum bereits eine Inflationsrate von 3,2 Prozent – und die Bundesregierung greife gleichzeitig noch tiefer in die Taschen ihrer Bürger.

Die Mär vom soliden Haushalt

Höhere Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, steigende Beitragsbemessungsgrenzen, Diskussionen über neue Konsumgütersteuern, eine höhere Mehrwertsteuer und die mögliche Reform des Ehegattensplittings – die Liste der geplanten Belastungen liest sich wie ein Drehbuch zur Enteignung des Mittelstandes. Grimm bringt es auf den Punkt: Den Menschen bleibe schlicht immer weniger Geld übrig. Eine doppelte Belastung drohe – steigende Preise auf der einen, wachsende Abgaben auf der anderen Seite.

Und wer trägt die Verantwortung? Eine Regierung, die im Wahlkampf eiserne Haushaltsdisziplin gelobte und kaum im Amt ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen durchwinkte. Der Kanzler, der versprach, keine neuen Schulden aufzunehmen, hat die Klimaneutralität gleich im Grundgesetz festschreiben lassen – ein Generationenvertrag der besonders teuren Art, dessen Zinsen kommende Generationen über Steuern und Abgaben abstottern dürfen.

Wenn das Vertrauen geht, bleibt das Gold

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Das Vertrauen in die politische Führung und in die Stabilität der Währung erodiert. Genau in solchen Phasen historischer Unsicherheit haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrtausende hinweg als verlässlicher Werterhalt bewährt. Während Papierversprechen an Wert verlieren und Abgaben das Ersparte aufzehren, bleibt das physische Edelmetall ein unbestechlicher Wertspeicher, der sich keiner Notenpresse und keinem Steuerbeschluss beugt. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen kann es ein solides Fundament der eigenen Vorsorge bilden.

Dass eine erdrückende Mehrheit der Bürger inzwischen offen erkennt, wohin die Reise geht, ist nicht nur die Meinung unserer Redaktion – es ist das Stimmungsbild eines ganzen Volkes, das die schönen Reden satt hat und endlich Taten sehen will.

Haftungsausschluss: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt weder eine Anlage- noch eine Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die Entscheidung über Kapitalanlagen liegt allein in der Verantwortung des Lesers. Jeder Anleger ist gehalten, sich eigenständig zu informieren und gegebenenfalls fachkundigen Rat einzuholen. Eine Haftung für Anlageentscheidungen wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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