
Reicher Staat, arme Bürger: Deutschlands stille Vermögensschmelze!
Die Deutschen sparen fleißig und werden dabei trotzdem ärmer. Neue Zahlen der Bundesbank und der Schweizer Großbank UBS zeigen, dass das typische Vermögen hierzulande seit Jahren schrumpft, real sogar deutlich. Im internationalen Vergleich liegt die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt damit hinter Griechenland.
Der Staat greift zu, der Bürger verliert
Mehr als eine Billion Euro an Steuern will der Fiskus im kommenden Jahr einnehmen. Rechnet man Sozialabgaben hinzu, beträgt die Abgabenlast nach OECD-Maßstab rund 49,3 Prozent. Nur Belgien spielt in derselben Liga. Kaum ein Industrieland nimmt seinen Bürgern so viel ab wie Deutschland.
Die Folgen sieht man bei der Bundesbank. Das Medianvermögen der Haushalte, also der Wert genau in der Mitte der Verteilung, sank von 106.600 Euro im Jahr 2021 auf 103.200 Euro im Jahr 2023. In Preisen von 2010 gerechnet ist der Absturz noch deutlicher: von 90.500 auf 76.000 Euro. Die nächste Erhebung kommt erst 2026. Bei einer Inflation von zuletzt rund drei Prozent spricht aber wenig dafür, dass sich der Trend umgekehrt hat.
Peinlicher Vergleich: Selbst Griechen besitzen mehr
Laut dem aktuellen Global Wealth Report der UBS lag das Medianvermögen pro Erwachsenem in Deutschland Ende 2025 bei 53.485 US-Dollar. In den USA waren es 68.998 Dollar, in Griechenland 59.162 Dollar und in Italien sogar 131.001 Dollar. Der Durchschnitt liegt in Deutschland zwar bei stolzen 346.613 Dollar. Er wird aber von wenigen sehr großen Vermögen nach oben gezogen und sagt über die breite Mitte wenig aus.
Laut einer von der UBS bereitgestellten Datenreihe soll das reale Medianvermögen hierzulande zwischen 2020 und 2025 um fast 20 Prozent gefallen sein. Branchenberichten zufolge entstanden in Deutschland 2025 nur 66 neue Millionäre pro Tag. Das ist Platz 28 von 30 untersuchten Ländern. Das Land der Ingenieure wird zum Land der Vermögenslosen.
3,3 Billionen Euro auf dem Konto
Ein Teil des Problems ist hausgemacht. Die Deutschen lassen ihr Geld am liebsten auf dem Konto liegen, rund 3,3 Billionen Euro sind es derzeit. Genau dort frisst die Inflation am schnellsten an der Kaufkraft. Was nach Sicherheit aussieht, ist auf Dauer ein Verlustgeschäft.
Auch beim Wohneigentum hinkt Deutschland hinterher. Die Quote liegt bei 47,2 Prozent, im EU-Schnitt sind es 68,5 Prozent. Hohe Energiekosten, strenge Bauvorschriften und ein angespannter Mietmarkt machen den Traum vom Eigenheim für viele Familien unbezahlbar. Kritiker machen dafür auch die starke Zuwanderung der vergangenen Jahre mitverantwortlich. Aktien besitzen nur rund 18 Prozent der deutschen Haushalte, in den USA sind es 62 Prozent.
Die Lehre aus dem Jahr 1971
Um das Muster zu verstehen, lohnt ein Blick zurück. Im August 1971 hob US-Präsident Richard Nixon die Bindung des Dollars an Gold auf. Seitdem lässt sich Geld ohne Grenze durch Kredit vermehren. Aktien, Immobilien und Edelmetalle sind seither im Preis gestiegen, die Löhne kamen nicht mit. Wer nur Bargeld oder Guthaben besitzt, verliert in diesem System langsam, aber sicher.
Und die Politik? Sie verspricht und kassiert
Eine Wende in Berlin ist nicht in Sicht. Die Koalition von Kanzler Friedrich Merz nimmt mit dem 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen neue Schulden in Rekordhöhe auf. Die angekündigten Reformen verschiebt sie aus Sicht von Kritikern von Jahreszeit zu Jahreszeit. Ökonomen mit Einfluss in der Politik fordern sogar höhere Steuern. Am Ende zahlen die Bürger über Abgaben und Geldentwertung.
Gefragt sind deshalb Eigenverantwortung und ein Plan über Generationen hinweg. Eine Reserve an Bargeld, langfristig angelegte Sachwerte und Schutz vor Inflation gehören dazu. Physisches Gold und Silber haben sich seit Jahrtausenden als Wertspeicher bewährt. In einem breit gestreuten Vermögen können sie eine sinnvolle Ergänzung sein, gerade wenn das Vertrauen in Staat und Währung sinkt.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung, Wertpapiere, Edelmetalle oder andere Anlagen zu kaufen oder zu verkaufen. Jeder Anleger muss sich selbst informieren und ist für seine Entscheidungen allein verantwortlich.
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