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19.06.2026
12:31 Uhr

Reform-Märchen geplatzt: Drei Viertel der Deutschen erwarten von Schwarz-Rot rein gar nichts

Reform-Märchen geplatzt: Drei Viertel der Deutschen erwarten von Schwarz-Rot rein gar nichts

Es ist ein vernichtendes Zeugnis für eine Regierung, die mit dem Versprechen angetreten war, Deutschland wieder auf Kurs zu bringen. Das neue ZDF-Politbarometer, dessen Zahlen am Freitag veröffentlicht wurden, liest sich wie ein Misstrauensvotum aus dem Volk: Sage und schreibe 74 Prozent der Deutschen glauben nicht mehr daran, dass die geplanten Reformen der schwarz-roten Koalition irgendetwas zum Besseren wenden werden. Die Hoffnung ist dahin – verspielt von einer Regierung, die mehr ankündigt als liefert.

Vom Hoffnungsträger zum Enttäuschungskanzler

Friedrich Merz wollte der Mann sein, der das Ruder herumreißt. Stattdessen sinken seine Beliebtheitswerte unaufhörlich. 70 Prozent der Befragten bewerten seine Arbeit inzwischen als „eher schlecht“ – ein weiterer Prozentpunkt nach unten. Lediglich 27 Prozent attestieren ihm noch eine gute Performance. Kaum besser steht die gesamte Regierung da: Nur ein Viertel ist mit ihrer Arbeit zufrieden, satte 69 Prozent zeigen ihr die kalte Schulter.

Man erinnere sich: Da stand Merz noch beim Wahlkampfabschluss in München und verkündete, links sei vorbei, es gebe keine linke Mehrheit mehr in Deutschland. Schöne Worte. Doch was folgte, war eine Große Koalition mit der SPD, die nun beim Bürger das auslöst, was Versprechen ohne Substanz eben auslösen: tiefe Ernüchterung.

„Reform“ – ein Wort, das nichts Gutes mehr verheißt

Bemerkenswert ist, dass die Deutschen keineswegs reformscheu sind. Ganze 87 Prozent halten große Reformen, die auch Belastungen mit sich bringen können, durchaus für notwendig. Das Problem liegt woanders: Die Bürger glauben schlicht nicht mehr, dass diese Regierung die richtigen Reformen anpackt. Und sie haben gelernt, was „Reform“ im Politiker-Sprech heute oft bedeutet – nämlich Mehrbelastung für die arbeitende Bevölkerung bei gleichzeitiger Schonung anderer Gruppen.

Bevor man dem Bürger immer tiefer in die Tasche greift, sollte der Staat erst einmal bei sich selbst den Rotstift ansetzen.

Diese Forderung, die landauf, landab zu hören ist, trifft einen wunden Punkt. Während über Rentenkürzungen, höhere Beiträge und Einschnitte beim Normalbürger debattiert wird, fließen Milliarden in alle Welt. Der ausufernde Beamten- und Pensionsapparat, die immensen Kosten der Migration, die endlosen Zahlungen ins Ausland – all das bleibt unangetastet. Kein Wunder, dass nur 24 Prozent überhaupt glauben, die Regierung könne ihr Rentenpaket noch vor der Sommerpause vorlegen. Ein dramatischer Absturz von zuvor 31 Prozent.

Belastungsbereitschaft? Nicht ohne Gegenleistung

Auf die Frage nach persönlichen Opfern für die Rentenreform offenbart sich der ganze Vertrauensverlust. Knapp die Hälfte will allenfalls „nicht so große“ Einschränkungen hinnehmen, 23 Prozent lehnen jegliche Einschnitte ab. Das ist keine Verweigerungshaltung aus Bequemlichkeit – es ist das Ergebnis jahrelanger Erfahrung mit einer Politik, die nimmt, ohne zu liefern. Wer soll einer Regierung vertrauen, die das Geld der Steuerzahler mit beiden Händen verteilt und dann ausgerechnet bei den Fleißigen sparen will?

Die wahre Quittung: AfD enteilt der Union

Was passiert, wenn eine Regierung die Sorgen ihrer Bürger ignoriert, zeigt die Sonntagsfrage mit aller Deutlichkeit. Die AfD steht bei 28 Prozent und ist damit stärkste Kraft – ein weiterer Prozentpunkt gewonnen. Die Union dagegen verliert und sackt auf 24 Prozent ab. SPD, Grüne und Linke dümpeln zwischen elf und dreizehn Prozent vor sich hin, die FDP klammert sich an magere vier Prozent.

Pikant: Eine Mehrheit der Befragten – und sogar viele Unionsanhänger – findet es falsch, dass die CDU eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei kategorisch ablehnt. Die starre Abgrenzung nach rechts hingegen wird von einer Mehrheit gestützt. Eine seltsame politische Geometrie, in der man lieber mit den Erben der Mauerschützenpartei paktiert als mit jenen, die inzwischen ein Viertel der Wähler hinter sich versammeln.

Ein Befund, der zum Nachdenken zwingt

Die Botschaft dieses Politbarometers ist unmissverständlich: Das Vertrauen in die schwarz-rote Koalition ist erodiert, noch bevor das erste große Reformwerk überhaupt steht. Die Menschen spüren, dass „Verantwortung für Deutschland“ – so der vollmundige Titel des Koalitionsvertrags – bislang vor allem ein Etikett geblieben ist. Wer das Land regieren will, muss endlich für das Land regieren, nicht gegen seine eigenen Bürger. Dass dies nicht nur die Meinung unserer Redaktion, sondern eines beträchtlichen Teils der Bevölkerung ist, belegen die nüchternen Zahlen mit erschreckender Klarheit.

Was in unsicheren Zeiten zählt

In einer politischen Landschaft, in der Versprechen nichts mehr wert sind und der Bürger zunehmend das Gefühl bekommt, geschröpft statt geschützt zu werden, wächst der Wunsch nach echter Sicherheit. Wenn das Vertrauen in Politik und Papiergeld schwindet, besinnen sich kluge Sparer auf Werte, die unabhängig von Regierungslaunen und leeren Reformversprechen Bestand haben. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie Kaufkraft bewahren, wo politische Experimente Vermögen vernichten. Als solide Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Beständigkeit, die der Politik dieser Tage so schmerzlich fehlt.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion sowie den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung. Eine Haftung für etwaige Vermögensschäden wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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