
Reform-MĂ€rchen geplatzt: Drei Viertel der Deutschen erwarten von Schwarz-Rot rein gar nichts

Es ist ein vernichtendes Zeugnis fĂŒr eine Regierung, die mit dem Versprechen angetreten war, Deutschland wieder auf Kurs zu bringen. Das neue ZDF-Politbarometer, dessen Zahlen am Freitag veröffentlicht wurden, liest sich wie ein Misstrauensvotum aus dem Volk: Sage und schreibe 74 Prozent der Deutschen glauben nicht mehr daran, dass die geplanten Reformen der schwarz-roten Koalition irgendetwas zum Besseren wenden werden. Die Hoffnung ist dahin â verspielt von einer Regierung, die mehr ankĂŒndigt als liefert.
Vom HoffnungstrÀger zum EnttÀuschungskanzler
Friedrich Merz wollte der Mann sein, der das Ruder herumreiĂt. Stattdessen sinken seine Beliebtheitswerte unaufhörlich. 70 Prozent der Befragten bewerten seine Arbeit inzwischen als âeher schlechtâ â ein weiterer Prozentpunkt nach unten. Lediglich 27 Prozent attestieren ihm noch eine gute Performance. Kaum besser steht die gesamte Regierung da: Nur ein Viertel ist mit ihrer Arbeit zufrieden, satte 69 Prozent zeigen ihr die kalte Schulter.
Man erinnere sich: Da stand Merz noch beim Wahlkampfabschluss in MĂŒnchen und verkĂŒndete, links sei vorbei, es gebe keine linke Mehrheit mehr in Deutschland. Schöne Worte. Doch was folgte, war eine GroĂe Koalition mit der SPD, die nun beim BĂŒrger das auslöst, was Versprechen ohne Substanz eben auslösen: tiefe ErnĂŒchterung.
âReformâ â ein Wort, das nichts Gutes mehr verheiĂt
Bemerkenswert ist, dass die Deutschen keineswegs reformscheu sind. Ganze 87 Prozent halten groĂe Reformen, die auch Belastungen mit sich bringen können, durchaus fĂŒr notwendig. Das Problem liegt woanders: Die BĂŒrger glauben schlicht nicht mehr, dass diese Regierung die richtigen Reformen anpackt. Und sie haben gelernt, was âReformâ im Politiker-Sprech heute oft bedeutet â nĂ€mlich Mehrbelastung fĂŒr die arbeitende Bevölkerung bei gleichzeitiger Schonung anderer Gruppen.
Bevor man dem BĂŒrger immer tiefer in die Tasche greift, sollte der Staat erst einmal bei sich selbst den Rotstift ansetzen.
Diese Forderung, die landauf, landab zu hören ist, trifft einen wunden Punkt. WĂ€hrend ĂŒber RentenkĂŒrzungen, höhere BeitrĂ€ge und Einschnitte beim NormalbĂŒrger debattiert wird, flieĂen Milliarden in alle Welt. Der ausufernde Beamten- und Pensionsapparat, die immensen Kosten der Migration, die endlosen Zahlungen ins Ausland â all das bleibt unangetastet. Kein Wunder, dass nur 24 Prozent ĂŒberhaupt glauben, die Regierung könne ihr Rentenpaket noch vor der Sommerpause vorlegen. Ein dramatischer Absturz von zuvor 31 Prozent.
Belastungsbereitschaft? Nicht ohne Gegenleistung
Auf die Frage nach persönlichen Opfern fĂŒr die Rentenreform offenbart sich der ganze Vertrauensverlust. Knapp die HĂ€lfte will allenfalls ânicht so groĂeâ EinschrĂ€nkungen hinnehmen, 23 Prozent lehnen jegliche Einschnitte ab. Das ist keine Verweigerungshaltung aus Bequemlichkeit â es ist das Ergebnis jahrelanger Erfahrung mit einer Politik, die nimmt, ohne zu liefern. Wer soll einer Regierung vertrauen, die das Geld der Steuerzahler mit beiden HĂ€nden verteilt und dann ausgerechnet bei den FleiĂigen sparen will?
Die wahre Quittung: AfD enteilt der Union
Was passiert, wenn eine Regierung die Sorgen ihrer BĂŒrger ignoriert, zeigt die Sonntagsfrage mit aller Deutlichkeit. Die AfD steht bei 28 Prozent und ist damit stĂ€rkste Kraft â ein weiterer Prozentpunkt gewonnen. Die Union dagegen verliert und sackt auf 24 Prozent ab. SPD, GrĂŒne und Linke dĂŒmpeln zwischen elf und dreizehn Prozent vor sich hin, die FDP klammert sich an magere vier Prozent.
Pikant: Eine Mehrheit der Befragten â und sogar viele UnionsanhĂ€nger â findet es falsch, dass die CDU eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei kategorisch ablehnt. Die starre Abgrenzung nach rechts hingegen wird von einer Mehrheit gestĂŒtzt. Eine seltsame politische Geometrie, in der man lieber mit den Erben der MauerschĂŒtzenpartei paktiert als mit jenen, die inzwischen ein Viertel der WĂ€hler hinter sich versammeln.
Ein Befund, der zum Nachdenken zwingt
Die Botschaft dieses Politbarometers ist unmissverstĂ€ndlich: Das Vertrauen in die schwarz-rote Koalition ist erodiert, noch bevor das erste groĂe Reformwerk ĂŒberhaupt steht. Die Menschen spĂŒren, dass âVerantwortung fĂŒr Deutschlandâ â so der vollmundige Titel des Koalitionsvertrags â bislang vor allem ein Etikett geblieben ist. Wer das Land regieren will, muss endlich fĂŒr das Land regieren, nicht gegen seine eigenen BĂŒrger. Dass dies nicht nur die Meinung unserer Redaktion, sondern eines betrĂ€chtlichen Teils der Bevölkerung ist, belegen die nĂŒchternen Zahlen mit erschreckender Klarheit.
Was in unsicheren Zeiten zÀhlt
In einer politischen Landschaft, in der Versprechen nichts mehr wert sind und der BĂŒrger zunehmend das GefĂŒhl bekommt, geschröpft statt geschĂŒtzt zu werden, wĂ€chst der Wunsch nach echter Sicherheit. Wenn das Vertrauen in Politik und Papiergeld schwindet, besinnen sich kluge Sparer auf Werte, die unabhĂ€ngig von Regierungslaunen und leeren Reformversprechen Bestand haben. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben ĂŒber Jahrhunderte bewiesen, dass sie Kaufkraft bewahren, wo politische Experimente Vermögen vernichten. Als solide Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene BestĂ€ndigkeit, die der Politik dieser Tage so schmerzlich fehlt.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geĂ€uĂerten EinschĂ€tzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion sowie den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenstĂ€ndig zu informieren und trĂ€gt fĂŒr seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung. Eine Haftung fĂŒr etwaige VermögensschĂ€den wird ausdrĂŒcklich ausgeschlossen.
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