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Kettner Edelmetalle
15.04.2026
05:18 Uhr

Rechenzentren und Laborfleisch: Wie Tech-Milliardäre Umwelt und Gesundheit opfern

Es gibt Entwicklungen, die auf den ersten Blick wenig miteinander gemein haben – und bei genauerem Hinsehen erschreckende Parallelen offenbaren. Die explosionsartige Vermehrung gigantischer KI-Rechenzentren und der milliardenschwere Versuch, Fleisch im Labor zu züchten, gehören zweifellos dazu. Hinter beiden Phänomenen stehen dieselben Akteure, dieselben Investoren, dieselbe Hybris – und dieselbe Missachtung physikalischer Grundgesetze.

Die üblichen Verdächtigen: Brin, Bezos, Gates

Wer die Geldströme verfolgt, stößt auf ein vertrautes Triumvirat der Tech-Oligarchie. Google-Mitgründer Sergey Brin finanzierte die Wissenschaftler hinter dem niederländischen Unternehmen Mosa Meat, das seit 2016 versucht, Retortenfleisch in industriellem Maßstab herzustellen. Amazon-Gründer Jeff Bezos pumpte über seinen „Earth Fund" mehr als 1,27 Milliarden Dollar in die Produktion pflanzlicher und im Labor gezüchteter Nahrungsmittel – während er gleichzeitig über Amazon massiv in Rechenzentren investiert. Und dann wäre da noch Bill Gates, dessen von Microsoft finanziertes Unternehmen Savor eine Butteralternative aus Kohlendioxid und Wasserstoff entwickelt hat. Schokolade soll folgen. Man fragt sich unwillkürlich: Wann kommt die synthetische Bratwurst aus der Cloud?

Die Bilanz dieser Unternehmungen ist indes ernüchternd. Ende 2025 mussten die Start-ups Meatable und Believer Meats ihren Betrieb einstellen, weil schlicht kein frisches Kapital mehr aufzutreiben war. Die Aktie von Beyond Meat, einst Liebling der Börse, ist regelrecht abgestürzt. Das Unternehmen kämpft mit Verlusten und einer Sammelklage. Dass Mosa Meat im Dezember 2025 noch 15 Millionen Euro einsammeln konnte, wurde in der Branche bereits als „Hoffnungsschimmer" gefeiert. Ein Hoffnungsschimmer – wohlgemerkt – für eine Technologie, die Milliarden verschlungen hat und bislang kaum mehr als Laborproben vorweisen kann.

Die Physik lässt sich nicht betrügen

Was die Befürworter beider Technologien geflissentlich ignorieren, sind die unbarmherzigen Gesetze der Thermodynamik. Eine Studie aus dem Jahr 2023 mit dem Titel „Environmental impacts of cultured meat: A cradle-to-gate life cycle assessment" kam zu dem vernichtenden Ergebnis, dass die Produktion von Laborfleisch der Umwelt wesentlich mehr schadet als konventionelle Viehzucht. Die Herstellung der Nährflüssigkeiten – Zucker, Aminosäuren, Vitamine, Wachstumsfaktoren – verschlingt enorme Mengen an Energie. Besonders brisant: Die Zugabe von Antibiotika und Antimykotika zu den Wachstumsmedien erhöhte die Umweltkennzahlen um gleich zwei Größenordnungen.

Physik-Nobelpreisträger Roger Penrose hat den zugrundeliegenden Mechanismus in seinem Werk „Fashion, Faith, and Fantasy in the New Physics of the Universe" präzise beschrieben. Die Kernaussage ist bestechend einfach: Sonnenlicht besitzt eine niedrige Entropie, also eine hohe Ordnung. Pflanzen nutzen diese geordnete Energie, um ihre Substanz aufzubauen. Essen wir Pflanzen direkt, profitieren wir von dieser niedrigen Entropie mit nur einer einzigen Umwandlung. Jeder weitere Verarbeitungsschritt – ob Kochen, industrielle Verarbeitung oder gar die Synthese im Labor – erhöht die Entropie und mindert den Nutzen für unseren Körper.

„Die grünen Pflanzen nutzen die niedrig-entropische einfallende Energie, um ihre Substanz aufzubauen. Wir nutzen die niedrig-entropische Energie in den Pflanzen, um unsere eigene Entropie niedrig zu halten." – Roger Penrose, Nobelpreisträger für Physik

Mit anderen Worten: Ultra-verarbeitete Lebensmittel sind nicht nur ein kulinarischer Albtraum, sondern ein physikalisch begründbares Gesundheitsrisiko. Der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik kennt keine Ausnahmen – auch nicht für Milliardäre mit Messias-Komplex.

Rechenzentren: Die unsichtbare Umweltkatastrophe

Doch die Parallelen gehen noch weiter. Weltweit sind mittlerweile zwischen 11.000 und 12.000 Rechenzentren in Betrieb, die Vereinigten Staaten dominieren mit bis zu 5.400 Standorten. Deutschland liegt mit rund 470 Einrichtungen ebenfalls weit vorne. Zwischen 2026 und 2030 sollen fast 100 Gigawatt an neuer Kapazität ans Netz gehen – eine Verdopplung der bisherigen weltweiten Leistung. Allein 2026 werden mindestens 16 Gigawatt in etwa 140 Großprojekten erwartet.

Die Folgen sind verheerend. Rechenzentren verschlingen bereits rund fünf Prozent des weltweiten Stromverbrauchs. Zwei Drittel der nach 2022 errichteten Anlagen befinden sich laut einer Studie in Regionen mit Wasserknappheit. Eine ARTE-Dokumentation zeigte kürzlich die katastrophalen Auswirkungen auf die Bevölkerung Chiles, wo KI-Datenzentren ganze Landstriche austrocknen. Studien belegen zudem, dass Rechenzentren die Umgebungstemperatur im Umkreis mehrerer Kilometer um bis zu neun Grad erhöhen können. Und dann wäre da noch der Infraschall – eine unsichtbare Bedrohung, die Anwohner krank macht und über die kaum jemand spricht.

Energie als wahre Währung der Macht

Professor Warwick Powell hat in seinem Buch „Thermoeconomics in a Time of Monsters" die Messgröße EROEI – Energy Return on Energy Invested – vorgestellt. Sie misst, wie viel nutzbare Nettoenergie nach Abzug aller Aufwendungen für Förderung, Verarbeitung und Infrastruktur übrig bleibt. Ein sinkender EROEI bedeutet gesellschaftlichen Verfall. Powell nennt es treffend „the arithmetic of socio-economic entropy" – die unsichtbare Mathematik des Niedergangs.

Rechenzentren schneiden bei dieser Betrachtung katastrophal ab. Sie wandeln hochwertige, niedrig-entropische elektrische Energie in hoch-entropische Wärme um – und produzieren dabei keinerlei materielle Werte. Wie der große Mathematiker Norbert Wiener einst feststellte: „Information ist Information – weder Materie noch Energie." Die Rechenzentren vernichten nicht nur Ressourcen, sie vernichten auch hochwertige Arbeitsplätze und treiben die Strompreise in die Höhe – eine Entwicklung, die gerade den deutschen Mittelstand und die ohnehin gebeutelte Industrie besonders hart trifft.

Deutschland als willfähriger Standort

Dass ausgerechnet Deutschland mit seinen bereits jetzt astronomischen Energiekosten zum bevorzugten Standort für Rechenzentren avanciert, entbehrt nicht einer gewissen tragischen Ironie. Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur aufnimmt und die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz verankert hat, wachsen energiefressende Datenzentren wie Pilze aus dem Boden. Die Stromnetze ächzen, die Preise steigen, und der Bürger zahlt die Zeche. Man fördert gleichzeitig die Produktion von Kunstmilch und Kunstfleisch – als wäre die traditionelle Landwirtschaft, die seit Jahrtausenden funktioniert, plötzlich obsolet geworden.

Es ist eine Politik, die den gesunden Menschenverstand auf den Kopf stellt. Statt die bewährte bäuerliche Landwirtschaft zu stärken und den Energieverbrauch vernünftig zu steuern, rennt man ideologiegetrieben jeder technologischen Verheißung hinterher – koste es, was es wolle. Die Leidtragenden sind wie immer die Bürger: als Steuerzahler, als Stromkunden, als Konsumenten und letztlich als Patienten, wenn die gesundheitlichen Folgen ultra-verarbeiteter Lebensmittel sich in den Krankenhäusern niederschlagen.

Die Blase wird platzen

Die Prognose liegt auf der Hand: Sowohl die KI-Rechenzentrumsblase als auch der Hype um Laborfleisch werden platzen. Die Physik setzt Grenzen, die sich nicht durch Milliarden an Risikokapital überwinden lassen. Beyond Meat ist bereits am Boden, Meatable und Believer Meats haben aufgegeben. Und auch die Rechenzentren werden irgendwann an die Wand fahren – wenn die Stromnetze kollabieren, das Wasser knapp wird und die Anwohner sich gegen den Infraschall wehren.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass wahre Werte nicht in der Cloud entstehen und echtes Fleisch nicht aus der Retorte kommt. In Zeiten, in denen digitale Versprechen und synthetische Nahrung als Fortschritt verkauft werden, lohnt es sich mehr denn je, auf das Bewährte zu setzen – auf reale, greifbare Werte. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind in diesem Zusammenhang ein Paradebeispiel: Sie lassen sich nicht synthetisieren, nicht digital kopieren und nicht durch einen Stromausfall vernichten. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Substanz und Beständigkeit, die in einer zunehmend virtuellen Welt immer wertvoller wird.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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