
Raketenhagel auf Jordanien: Ölpreis klettert Richtung 100 Dollar!

Der Krieg zwischen den USA und dem Iran hat in der Nacht zum 8. September 2026 eine neue Stufe erreicht. Nach amerikanischen Angriffen auf iranische Öltanker vor der Insel Kharg und bei Jask feuerte Teheran nach übereinstimmenden Berichten eine massive Salve ballistischer Raketen auf US-Stützpunkte in Jordanien ab. Brent-Öl notiert nahe der Marke von 100 Dollar — und Europa schaut wieder einmal zu.
Tanker für Tanker: Washington dreht den Ölhahn zu
Ranghohe US-Regierungsvertreter bestätigten dem Sender FOX, dass amerikanische Streitkräfte Ziele nahe Kharg Island und Jask getroffen hätten — darunter iranische Öltanker. Der Zweck: Teheran wirtschaftlich in die Knie zwingen. Medienberichten zufolge sollen mehrere Tanker beschädigt und mindestens einer versenkt worden sein.
Iranische Agenturen meldeten mehrere Explosionen am Ankerplatz vor Kharg, dem wichtigsten Exporthub des Landes. Offizielle Bestätigungen zu Schäden gab es zunächst nicht. Kritiker der Strategie zweifeln allerdings an deren Wirkung — die betroffenen Schiffe hätten sich ohnehin innerhalb der US-Blockadelinie befunden.
30 Raketen und ein Ende der "Verhältnismäßigkeit"
Die Antwort kam prompt. Die staatliche Agentur Tasnim meldete Raketenangriffe als Vergeltung, in Jordanien seien Explosionen zu hören gewesen. In sozialen Netzwerken kursierende, nicht unabhängig verifizierte Videos zeigen offenbar mindestens 30 anfliegende Flugkörper, teilweise mit Streumunition.
Irans Parlamentspräsident Ghalibaf hatte kurz zuvor erklärt, die Ära proportionaler Reaktionen sei vorbei. Der oberste Sicherheitsfunktionär Rezaei drohte laut Berichten mit einer maritimen Sperrzone im Persischen Golf und einer "grundlegend neu kalibrierten" Haltung gegenüber US-Kriegsschiffen. Das "Wall Street Journal" berichtete zudem von einem bislang unbekannten zweiten iranischen Angriff auf US-Marineeinheiten am Montag — getroffen worden sei kein Schiff, doch die eingesetzte Technik lasse Fragen nach möglicher Hilfe aus China oder Russland aufkommen.
Jemen brennt, Aramco brennt
Parallel eskaliert der Krieg am Roten Meer. Die Huthis erklärten, sie hätten Aramco-Anlagen in Abha, Najran und Jizan sowie den Luftwaffenstützpunkt Khamis Mushait mit Dutzenden Raketen und Drohnen attackiert. Das saudische Energieministerium räumte Brände und vorübergehende Betriebsstopps ein. Der Sprecher der saudisch geführten Koalition sprach von mindestens 73 Verletzten.
Riad ließ die Luftangriffe wieder aufnehmen; die von den Huthis kontrollierte Gesundheitsbehörde meldete sieben Tote bei einem Angriff auf ein Gefängnis in al-Hazm. Ein stellvertretender saudischer Verteidigungsminister kündigte im Staatsfernsehen an, die Entscheidung zur Rückeroberung Sanaas sei gefallen.
Was das für deutsche Verbraucher bedeutet
Präsident Trump versprach per Kurznachricht, die Ölpreise würden "steil" fallen, sobald Amerika den Krieg gewinne. Prognosemärkte sehen das nüchterner: Auf Polymarket setzten 98 Prozent der Teilnehmer darauf, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bis Ende September nicht normalisiert ist.
Für Deutschland heißt das: teurere Energie, teurere Logistik, neuer Inflationsdruck — in einer Volkswirtschaft, die schon ohne Krieg an Bürokratie, Energiekosten und Rekordschulden laboriert. Berlin und Brüssel haben in dieser Krise bislang keine erkennbare eigene Rolle. Gold notiert derweil bei rund 4.375 Dollar je Unze und damit weit über dem Niveau früherer Jahre — Anleger, die physische Edelmetalle als Versicherung gegen geopolitische Schocks halten, dürften das zur Kenntnis nehmen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Er spiegelt unsere Einschätzung auf Basis der uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger sollte eigenständig recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.
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