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Kettner Edelmetalle
13.02.2026
10:57 Uhr

Putins Dollar-Köder: Wie der Kreml Trump mit einem Mega-Deal umgarnen will – und Europa das Nachsehen hat

Es ist ein Dokument, das es in sich hat. Ein internes Kreml-Memo, das Bloomberg vorliegen soll, offenbart eine bemerkenswerte Strategie Moskaus: Russland signalisiert die Bereitschaft, zum Dollar-Abrechnungssystem zurückzukehren – im Austausch für eine umfassende wirtschaftliche Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump. Was auf den ersten Blick wie ein diplomatischer Durchbruch klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein raffiniertes geopolitisches Schachspiel, bei dem Europa – und ganz besonders Deutschland – die Bauernopfer sein könnten.

Sieben Punkte, die die Weltordnung verändern könnten

Das hochrangige Memorandum umfasst sieben Bereiche, in denen der Kreml eine Konvergenz der wirtschaftlichen Interessen beider Großmächte sieht. Die Bandbreite ist atemberaubend: Von langfristigen Luftfahrtverträgen zur Modernisierung der russischen Flugzeugflotte über gemeinsame Öl- und LNG-Projekte bis hin zur Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen wie Lithium, Kupfer, Nickel und Platin. Amerikanische Unternehmen sollen Vorzugsbedingungen bei der Rückkehr auf den russischen Markt erhalten und sogar für vergangene Verluste entschädigt werden – eine Forderung, die frappierend an Trumps Rhetorik gegenüber Venezuela erinnert.

Besonders brisant: Punkt sieben des Memos schlägt eine gemeinsame Förderung fossiler Brennstoffe als Alternative zu dem vor, was der Kreml als „klimafreundliche Ideologie" bezeichnet – Technologien, die vor allem China und Europa begünstigten. Man muss kein Geopolitik-Experte sein, um zu erkennen, dass dieser Punkt wie maßgeschneidert für einen Präsidenten wirkt, der für seine legendären Tiraden gegen Windkraftanlagen bekannt ist.

Die Dollar-Kehrtwende: Schmeichelei oder strategisches Kalkül?

Im Zentrum des Angebots steht die mögliche Rückkehr Russlands zum Dollar als Abrechnungswährung – auch für Energietransaktionen. Das wäre eine spektakuläre Kehrtwende. Seit Jahren hatte Wladimir Putin systematisch daran gearbeitet, die Abhängigkeit seines Landes von der US-Währung zu reduzieren. Nach dem Beginn der westlichen Sanktionen 2022 wurde diese Entdollarisierung zur Staatsräson. Moskau baute alternative Zahlungssysteme auf, wickelte immer mehr Handel in Rubel, Yuan und Rupien ab.

Und nun soll all das über Bord geworfen werden? Westliche Regierungsbeamte, die mit dem Dokument vertraut sein sollen, halten es für äußerst unwahrscheinlich, dass Putin tatsächlich ein Abkommen anstreben würde, das den Interessen Pekings fundamental zuwiderläuft. China sei schließlich seit der Verhängung westlicher Sanktionen zu einem unverzichtbaren Lieferanten von Komponenten und Rohstoffen für die russische Kriegsmaschinerie geworden. Putins Sprecher Dmitri Peskow habe auf eine Anfrage nicht reagiert.

Ein vergiftetes Geschenk für Trump?

Die Skepsis der westlichen Beamten ist nachvollziehbar. Einige der Vorschläge seien offenbar gezielt darauf ausgerichtet, die Spaltung zwischen den USA und den europäischen Verbündeten der Ukraine zu vertiefen. Andere seien „vage Versprechungen mit potenziell hohen Zahlen", die den US-Präsidenten zu einem Deal verleiten könnten, der dann aber nie zustande käme. Es ist bekannt, dass Trump sich von Schmeicheleien und großen Zahlen beeindrucken lässt. Und genau darauf scheint der Kreml zu setzen.

Doch selbst wenn das Memo nur als Verhandlungstaktik gedacht sein sollte – die Signalwirkung ist enorm. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte Anfang des Monats, dass Russland und die USA parallel zu den Friedensgesprächen über umfangreiche bilaterale Wirtschaftsabkommen verhandelten. Selenskyj bezeichnete das Angebot als „Dmitriev-Paket", benannt nach dem Kreml-Unterhändler Kirill Dmitriev, der zugleich den russischen Staatsfonds leitet. Informationen darüber seien vom ukrainischen Geheimdienst gesammelt worden.

Deutschland als tragischer Verlierer der Geopolitik

Und wo steht Deutschland in diesem geopolitischen Poker? Die Antwort ist so ernüchternd wie vorhersehbar: am Katzentisch. Während die USA möglicherweise den größten Rohstoffdeal der Geschichte mit Russland einfädeln, steuert die Bundesrepublik sehenden Auges in eine energiepolitische Sackgasse. Eine unter Druck stehende Gasleitung, die von – man höre und staune – den eigenen Verbündeten teilweise gesprengt wurde, darf aus ideologischen Gründen nicht wieder in Betrieb genommen werden. Stattdessen kauft Europa russische Rohstoffe auf Umwegen zu deutlich höheren Preisen.

Es ist eine Ironie der Geschichte, die kaum zu überbieten ist: Deutschland sanktioniert Russland mit aller Kraft, während die Amerikaner gleichzeitig über milliardenschwere Kooperationen verhandeln. Das amerikanische Kapital, gepaart mit den gigantischen russischen Rohstoffvorkommen – diese Kombination könnte die globalen Machtverhältnisse fundamental verschieben. Und Deutschland? Deutschland darf zusehen, wie andere die Früchte ernten, die einst auch für die deutsche Industrie erreichbar waren.

Man erinnere sich: Es war die enge wirtschaftliche Verflechtung Deutschlands mit Russland – billige Energie, zuverlässige Rohstofflieferungen –, die das deutsche Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit mit befeuerte und den Industriestandort Deutschland jahrzehntelang wettbewerbsfähig hielt. Der amerikanische Geostratege George Friedman hatte bereits vor Jahren offen ausgesprochen, dass genau diese deutsch-russische Verbindung den USA ein Dorn im Auge sei. Nun scheint sich seine Prognose auf geradezu gespenstische Weise zu bewahrheiten.

Ein Friedensabkommen als Trojanisches Pferd?

Die große Frage bleibt: Ist das Kreml-Memo ein ernsthaftes Angebot oder ein geschickt platziertes Ablenkungsmanöver? Für die Trump-Administration wäre eine Rückkehr Russlands zum Dollar zweifellos ein gewaltiger Prestigegewinn. Das Dokument argumentiert, ein solcher Schritt würde die Position des Greenback als Weltreservewährung weiter stärken und könnte die globalen Handelsungleichgewichte verringern. Für Russland hingegen würde es bedeuten, sich erneut der finanziellen Dominanz Washingtons zu unterwerfen – ein Preis, den Putin möglicherweise nie ernsthaft zu zahlen bereit wäre.

Bereits im April 2022 war ein Friedensvertrag zwischen Russland und der Ukraine nahezu unterschriftsreif gewesen. Damals war es die NATO – in Person des damaligen britischen Premierministers Boris Johnson –, die diesen Vertrag vom Tisch fegte und den Krieg durch Waffenlieferungen weiter anheizte. Drei Jahre und Hunderttausende Tote später verhandelt man nun erneut – nur dass die Karten diesmal völlig anders gemischt sind.

Eines wird in diesem geopolitischen Ränkespiel jedenfalls überdeutlich: Physische Rohstoffe und Edelmetalle bleiben in einer Welt, in der Währungssysteme als geopolitische Waffen eingesetzt werden und Sanktionen ganze Volkswirtschaften lahmlegen können, der ultimative Anker der Wertbeständigkeit. Wer in Zeiten solcher Verwerfungen auf Gold, Silber, Platin oder andere physische Edelmetalle setzt, schützt sein Vermögen vor den Launen der Mächtigen – ganz gleich, ob sie im Kreml, im Weißen Haus oder in Brüssel sitzen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Die in diesem Beitrag dargestellten Informationen und Einschätzungen spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wider und ersetzen keine professionelle Finanzberatung. Für etwaige Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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