
Pulverfass Nahost: Netanjahu lässt Hisbollah-Stellungen bombardieren – Waffenruhe nur Makulatur?

Während die westliche Welt von einer brüchigen Friedenshoffnung im Libanon träumt, sprechen die Bilder am Boden eine völlig andere Sprache. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Samstagabend angeordnet, was angesichts der eskalierenden Lage kaum überraschen dürfte: Die israelische Armee soll Stellungen der Hisbollah im Libanon mit aller Härte angreifen. Eine sogenannte Waffenruhe, die diesen Namen offenbar nicht mehr verdient, geht damit in eine neue, blutige Runde.
Drohnenangriffe und Waffenverstecke – die Provokationen der Hisbollah
Auslöser für die jüngsten Befehle aus Jerusalem waren laut Angaben der israelischen Streitkräfte mehrere mutmaßliche Angriffe der schiitischen Miliz auf israelische Soldaten in der Region Kantara. Drohnen kamen zum Einsatz, jenes asymmetrische Werkzeug, das längst zur Standardwaffe terroristischer Gruppierungen geworden ist. Im Süden des Libanon will die israelische Armee zudem mehr als 15 Kämpfer ausgeschaltet und ein umfangreiches Waffenversteck mit Panzerabwehrraketen sowie Kalaschnikow-Gewehren ausgehoben haben. Wer angesichts solcher Funde noch ernsthaft von einer funktionierenden Waffenruhe spricht, betreibt entweder bewusste Augenwischerei oder hat den Bezug zur Realität endgültig verloren.
Trumps diplomatischer Spagat
US-Präsident Donald Trump hatte erst am Donnerstag verkündet, die Waffenruhe um weitere drei Wochen zu verlängern. Eine Geste, die zwar diplomatisch vernünftig erscheinen mag, aber die fundamentale Realität nicht verändert: Solange Teheran an den Fäden zieht und die Hisbollah als verlängerter Arm des Mullah-Regimes weiter aufrüstet, bleiben solche Vereinbarungen das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben stehen. Der amerikanische Präsident, der nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus durchaus erste Erfolge auf dem internationalen Parkett verbuchen konnte, stößt im Pulverfass Nahost an Grenzen, die selbst der mächtigste Mann der Welt nicht einfach verschieben kann.
Die Vorgeschichte: Iran-Krieg zog den Libanon hinein
Anfang März wurde der Libanon endgültig in den Iran-Krieg hineingezogen. Nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ali Chamenei reagierte die Hisbollah mit Raketenangriffen auf Israel. Die Antwort folgte prompt: massive israelische Luftangriffe und Bodentruppen, die über die Grenze marschierten. Am 16. April verkündete Trump dann eine zunächst zehntägige Waffenruhe, die kurz vor ihrem Auslaufen verlängert wurde – nun also durchlöchert wie ein Schweizer Käse.
Was bedeutet das für Europa und Deutschland?
Während sich Berlin in Sonntagsreden über Klimaneutralität und gendergerechte Sprache verliert, brennt am östlichen Mittelmeer eine geopolitische Lunte, deren Funkenflug auch unsere Energiemärkte, unsere Sicherheit und nicht zuletzt unsere Migrationsbewegungen unmittelbar treffen wird. Eine deutsche Bundesregierung, die geopolitische Realitäten ernst nimmt, müsste längst Konsequenzen ziehen – stattdessen verlassen wir uns wie gewohnt auf die diplomatische Schwerstarbeit Washingtons.
Gold als sicherer Hafen in geopolitischen Stürmen
In Zeiten, in denen die Weltordnung wankt, in denen Waffenruhen zur Farce verkommen und in denen ganze Regionen am Rande des Flächenbrandes stehen, zeigt sich einmal mehr die zeitlose Bedeutung physischer Edelmetalle. Gold und Silber haben in den vergangenen Jahrtausenden jeden Krieg, jede Währungsreform und jeden politischen Umbruch überdauert. Wer sein Vermögen klug strukturiert und dabei auf eine sinnvolle Beimischung physischer Edelmetalle setzt, schafft sich ein Fundament, das auch dann noch trägt, wenn diplomatische Kartenhäuser längst in sich zusammengefallen sind.
Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen stellen die Meinung unserer Redaktion dar und sind keine Anlageberatung. Jeder Leser ist angehalten, Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und auf Basis eigener Recherche zu treffen.

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