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Polnische Stimme klagt Merz an: Europas fatale Komplizenschaft im Iran-Konflikt

Polnische Stimme klagt Merz an: Europas fatale Komplizenschaft im Iran-Konflikt

Während Bomben auf iranische Städte fallen, herrscht in Europas Hauptstädten ein ohrenbetäubendes Schweigen. Ein in Polen lebender Publizist hat nun in einem aufsehenerregenden Beitrag schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzler Friedrich Merz erhoben – und damit eine Debatte entfacht, die weit über die deutsch-polnischen Beziehungen hinausreicht. Die Anklage wiegt schwer: Die Bundesregierung mache sich zur Komplizin eines völkerrechtswidrigen Krieges.

Wo bleibt der Aufschrei der Massen?

Die Erinnerung an den Februar 2003 wirkt wie ein Relikt aus einer anderen Epoche. Damals, vor dem Irak-Krieg, gingen allein in London bis zu zwei Millionen Menschen auf die Straße. In Berlin versammelten sich rund eine halbe Million Demonstranten. Weltweit protestierten an einem einzigen Tag zwischen acht und vierzehn Millionen Menschen gegen den drohenden Waffengang. Und heute? Wo sind die Massen, die gegen den Angriff auf den Iran aufbegehren? Hat die permanente Konfrontation mit Krieg und Gewalt – von der Ukraine über Gaza bis in den Iran – die westlichen Gesellschaften derart abgestumpft, dass ein weiterer Konflikt nur noch ein müdes Achselzucken hervorruft?

Man muss diese Frage stellen, auch wenn die Antwort unbequem ist. Denn tatsächlich scheint etwas Fundamentales in den westlichen Demokratien zerbrochen zu sein. Die Kritik, so der polnische Autor, habe sich „domestiziert" – sie werde zwar noch geäußert, verkomme aber zu folgenlosen Worten. Ein Befund, dem man schwer widersprechen kann.

Die gemeinsame Erklärung als Offenbarungseid

Besonders scharf fällt die Kritik an der gemeinsamen Stellungnahme von Merz, Macron und dem britischen Premierminister Starmer aus. Am Tag des Angriffs auf den Iran forderten die drei europäischen Regierungschefs ausgerechnet die iranische Führung auf, Verhandlungen wieder aufzunehmen und eine diplomatische Lösung anzustreben. Gleichzeitig verurteilten sie „die iranischen Angriffe auf Länder in der Region auf das Schärfste". Kein Wort der Kritik an den Aggressoren. Kein Wort des Bedauerns über zivile Opfer. Stattdessen eine Täter-Opfer-Umkehr, die an Dreistigkeit kaum zu überbieten sei.

Nun kann man über die geopolitische Einordnung des Iran-Konflikts durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Doch eines steht fest: Wenn Friedrich Merz im Wahlkampf versprochen hat, deutsche Interessen in den Vordergrund zu stellen, dann muss man fragen, welchem deutschen Interesse es dient, einen Krieg im Nahen Osten stillschweigend zu unterstützen, der das Potenzial hat, sich zu einem Flächenbrand auszuweiten. Merz, der als Kanzler der Vernunft und der wirtschaftlichen Stabilität angetreten ist, scheint in der Außenpolitik denselben fatalen Reflexen zu folgen wie seine Vorgänger: Washington spricht, Berlin nickt.

Spanien als einsamer Mahner

Dass es auch anders geht, zeigt ausgerechnet Spanien. Die Regierung in Madrid hat es gewagt, den USA die Nutzung amerikanischer Militärbasen auf spanischem Territorium für Operationen gegen den Iran zu untersagen. Ein Akt der Souveränität, der in Berlin offenbar undenkbar erscheint. Während NATO-Generalsekretär Marc Rutte offen einräumt, dass europäische NATO-Staaten „wichtige unterstützende Beiträge" für das amerikanische Vorgehen leisteten, duckt sich die Bundesregierung weg – weder mutig genug, um offen zu unterstützen, noch aufrecht genug, um sich zu verweigern.

Besonders erschütternd ist der Vorwurf bezüglich der Bombardierung einer Schule im iranischen Minab, bei der mutmaßlich 150 bis 165 überwiegend junge Mädchen getötet worden seien. Keine Stellungnahme aus Berlin. Kein Wort des Bedauerns. Keine Forderung nach einer unabhängigen Untersuchung. Man stelle sich nur einen Moment lang vor, eine vergleichbare Tragödie hätte sich in einem Land ereignet, das nicht auf der „falschen Seite" der geopolitischen Trennlinie steht – die Empörung wäre grenzenlos gewesen.

Der historische Kontext, den niemand hören will

Was in der aktuellen Debatte systematisch ausgeblendet wird, ist die historische Tiefendimension des Konflikts. Es war die CIA, die 1953 gemeinsam mit dem britischen Geheimdienst die demokratisch gewählte Regierung von Mohammad Mossadegh stürzte und den Schah installierte. Es war Donald Trump, der 2018 einseitig aus dem mühsam ausgehandelten JCPOA-Atomabkommen ausstieg – obwohl die Internationale Atomenergie-Organisation bestätigte, dass sich Teheran an die Vereinbarungen gehalten hatte. Und es sind dieselben westlichen Mächte, die nun mit dem Finger auf den Iran zeigen und von „Bedrohung" sprechen.

Der verstorbene Ayatollah Chamenei hatte 2003 eine Fatwa gegen den Erwerb, die Entwicklung und den Einsatz von Atomwaffen erlassen – eine Tatsache, die im westlichen Diskurs bestenfalls als Fußnote behandelt wird. Nun, nach seiner Ermordung, dürften in Teheran jene Kräfte die Oberhand gewinnen, die eine atomare Bewaffnung befürworten. Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, die den Kriegstreibern weitere Argumente liefern wird. Die Spirale der Gewalt dreht sich weiter.

China als eigentliches Ziel

Wer den Iran-Krieg verstehen will, muss nach Peking blicken. Der Iran ist in den vergangenen Jahren – nicht zuletzt aufgrund der westlichen Sanktionspolitik – zu einem bedeutenden Verbündeten Chinas geworden. Mitglied der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, Mitglied der BRICS, verbunden durch ein 25-jähriges Kooperationsabkommen. China vermittelte 2023 sogar die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien – ein diplomatischer Coup, der Washington zutiefst beunruhigte.

Es geht also nicht um Atomwaffen. Es geht nicht um „Sicherheit". Es geht um die geopolitische Vorherrschaft im Nahen Osten und um die Eindämmung Chinas. Und Europa? Europa lässt sich einmal mehr vor den Karren einer amerikanischen Großmachtpolitik spannen, die mit europäischen Interessen nichts zu tun hat. Im Gegenteil: Die Destabilisierung des Nahen Ostens wird Europa durch Flüchtlingsströme, steigende Energiepreise und wachsende Terrorgefahren unmittelbar treffen.

Ein Kanzler, der Führung versprach

Friedrich Merz ist mit dem Versprechen angetreten, Deutschland wieder auf Kurs zu bringen. Wirtschaftliche Vernunft, klare Kante, deutsche Interessen zuerst. Doch was nützt ein 500-Milliarden-Sondervermögen für die Infrastruktur, wenn die außenpolitische Haltung der Bundesregierung dazu beiträgt, einen Krieg zu legitimieren, dessen Folgen auch die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft mit voller Wucht treffen werden? Was nützen markige Worte über Souveränität, wenn man sich im entscheidenden Moment duckt und dem großen Bruder in Washington nach dem Mund redet?

Der slowenische Philosoph Slavoj Žižek brachte es bereits im Juni 2025 auf den Punkt, als er nach dem G7-Gipfel konstatierte: „Europa starb." Es starb durch die einseitige Unterstützung Israels trotz der Gräuel in Gaza, durch die Schuldzuweisung an den Iran, durch die Verwechslung von „Deeskalation" mit „bedingungsloser Unterwerfung". Merz, Macron und Starmer haben diesen Tod nicht verhindert – sie haben ihn beschleunigt.

Die Lehre für den deutschen Bürger

Was bleibt dem besorgten Bürger angesichts dieser Entwicklungen? Zunächst die Erkenntnis, dass die politische Klasse in Berlin – ob unter Ampel oder Großer Koalition – in der Außenpolitik erschreckend berechenbar agiert: immer im Windschatten Washingtons, nie mit eigenem Kompass. Sodann die bittere Einsicht, dass die viel beschworene „wertebasierte Außenpolitik" genau dann versagt, wenn sie am dringendsten gebraucht würde. Und schließlich die Frage, die sich jeder selbst beantworten muss: Wollen wir in einem Europa leben, das Kriege unterstützt, die es nicht einmal beim Namen nennt?

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit, steigender Inflation und einer Bundesregierung, die Hunderte Milliarden an Schulden aufnimmt, während sie gleichzeitig einen Krieg im Nahen Osten stillschweigend mitträgt, erscheint es klüger denn je, das eigene Vermögen nicht allein dem guten Willen von Politikern und Zentralbanken anzuvertrauen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als Wertanker in Krisenzeiten bewährt – und die aktuelle Weltlage liefert täglich neue Argumente dafür, sie als festen Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios zu betrachten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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